Google+ PPQ: Kampf dem Kachelmann: Geschleifte Schönheit

Montag, 7. November 2011

Kampf dem Kachelmann: Geschleifte Schönheit

Mit grausamer Konsequenz führt die Stadtverwaltung der ehemaligen Kulturhochburg Halle seit Monaten einen schrecklichen Vernichtungskrieg gegen den bedeutendsten zeitgenössischen Künstler der Saalestadt. Unter den Augen der Welt werden ganze Häuserzeilen abgerissen, nur um die öffentlich ausgestellten Werke des Kachelkünstlers Kachel Gott aus dem Stadtbild "auszumerzen" (Franz Müntefering). Selbst historische Bausubstanz aus dem Mittelalter entging dem Vorgehen gegen das Kachelprojekt nicht.


Scheinbar unbeeindruckt hat der bis heute anonym gebliebene Klebekünstler weitergearbeitet an seinem großen Projekt einer kompletten Neuverkachelung der gesamten Innenstadt, die die Unesco veranlassen sollte, Halle endlich auch den Status der Weltkulturerbestätte zu verleihen. Zuletzt flirtete Kachelmann dazu sogar mit der Populärkultur, in Anspielung auf jüngste Kinogeschichte errichtete er direkt gegenüber den neuen Nationalen Akademie der Wissenschaften, die sich gerade für 17 Rettungsmillionen Euro ein ehemaliges Logenhaus zum Hauptsitz ausbauen lässt, ein Denkmal für "Star Wars" und den Planeten der Affen.

Die Behörden reagieren gereizt. Sofort schickten die staatlichen Kunstaufseher Arbeitstrupps aus, um den Kachelmann in seine Schranken zu verweisen. In der Schulstraße, wo vor fünf Jahren alles mit einer aufwendigen Klebung von mehreren Kacheln in Überkopfhöhe begonnen hatte, begann ein Bautrupp mit der Vernichtung des kulturellen Kleinods aus der frühen Kachelgeschichte. Zur Tarnung des eindeutigen Absicht, die bei Kachelfreunden und Sammlern weltweit Proteste hervorgerufen hätte, wurden die liebevollen und farbenfreudigen Klebungen (Foto) durch den Abriss der kompletten, zwanzig Meter langen Trägermauer beseitigt. Anschließend verwendete der Bautrupp weitere Rettungsmillionen darauf, eine neue Mauer (Foto ganz oben) zu errichten, die den Eindruck erwecken soll, es sei gar nichts passiert. Die internationale Kachelgemeinde aber hat auch diese jüngste Freveltat genau regsitriert und im von Google und PPQ gemeinsam präsentierten Kachelverzeichnis eingetragen. Der Tag des jüngsten Kachelgerichtes wird kommen. Dann wird sich jemand für diese Schandtat verantworten müssen.


Eigene Funde können wie stets direkt an politplatschquatsch@gmail.com geleitet werden, jeder Fund wird von uns auf Wunsch mit einem mundnachgemalten Kunstdruck der inzwischen von Kachel-Gegnern vernichteten Ur-Fliese prämiert.

Der Kampf um die Kachelkunst :
Leise flieseln im Schnee
Verehrte Winkel-Fliese
Fliesenkünstler im eigenen Land
Kanonen auf Kacheln
Antifaschisten im Fliesen-Ferrari

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