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Mittwoch, 16. November 2011

Verbot der Woche: Hammer, Zirkel, Christenkreuz

Wenn schon nicht die NPD, dann doch wenigstens die Reste der DDR. Mutig hat die Junge Union auf dem CDU-Parteitag in Leipzig an ein Tabu gerührt: Im Rahmen der PPQ-Aktion „Verbot der Woche“ beantragten die Christdemokraten eine Ausweitung des bereits geltenden Verbotes von Hakenkreuz, Hitlergruß und Co. auf „die Verbreitung und Verwendung von Symbolen aus der Zeit der DDR“. Wer künftig Hammer und Zirkel, FDJ-Sonne oder Ein-Strich-Kein-Strich-Jacke trage, mache sich strafbar, weil er die Existenz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung gefährde. Das Zeigen von Ampelmann, Pittiplatsch und Honecker-T-Shirt sei eine „Verherrlichung der DDR“, die aus christlicher Sicht unzulässig sei.

Eine Argumentation, die auf offene Ohren traf. Der Parteitag der Nachfolgeorganisation der DDR-CDU, die als treuer Kampfgenosse der SED in der Nationalen Front für den Aufbau des Sozialismus arbeitete, beschloss, dass die Bundestagsfraktion der Partei ein entsprechendes Verbot vorbereiten soll. In einem ersten Schritt sollen alle Symbole, die aus dem SED-Unrechtsregime bekannt sind, verboten werden. Später könne das Verbot auf die Insignien weiterer Diktaturen ausgeweitet werden: Die öffentliche Präsenz fragwürdiger Trachten etwa aus dem Rom des Diktators Cäsar, Uniformen der Armee des selbsternannten Kaisers Napoleon oder Cowboy-Kostüme, die den Massenmord an den Indianern verherrlichen, wäre dann ebenso unter Strafe gestellt wie der Verkauf und Handel mit vedischen Yantras und Symbolen der für zahlreiche Massenmorde an Kriegsgefangenen verantwortlichen Maya-Kultur.

Ziel sei es, die Werbung für Ideologien und Religionen, an deren Händen Blut klebe, zu verhindern. Nicht mehr möglich wäre dann auch die Veranstaltung von christlichen Gottesdiensten, denn das Kreuz als Symbol der Unterdrückung Andersglaubender und der Hinrichtung Hunderttausender meist weiblicher Ungläubiger fiele automatisch auch unter das Verbot.

Zur bürgerschaftlich-engagierten PPQ-Reihe: Verbot der Woche

Kommentare:

Sockenpuppe hat gesagt…

cowboys verbieten, ha sone richtige sek-razzia bei den quadrattänzern das wärs, dafür würde ich auch meinen originalrechtsabbiegerpfeil bei den zuständigen behörden abliefern

wäre dann so hübsche poesie wie - "lieber bumsen und picheln als hämmern und sicheln" auch indiziert

Teja hat gesagt…

Heute morgen unterhielt ich mich noch über den Schwachsinn, das Hakenkreuz als Symbol zu verbieten und jetzt das hier. Da fehlen einem echt die Worte... Man fühlt sich von Irren umgeben.

ppq hat gesagt…

schuldige, wenn ich das klarstelle: man ist in der regel von irren umgeben

eulenfurz hat gesagt…

... in der Regel haben die Germanen rote Bärte!

ppq hat gesagt…

jajajajajaja. ich wollte nur sagen: man fühlt sich nicht von irren umgeben, man ist von irren umgeben

Teja hat gesagt…

Wobei mir die gekennzeichneten Irren (z.B. aus 12 Monkeys, Einer flog über das Kuckucksnest, K-Pax usw.) sympathisch sind. Die echten Irren leben ausserhalb der Schutzzonen.

Stimme aus dem Kissen hat gesagt…

"Sockenpuppe hat gesagt...

cowboys verbieten, ha sone richtige sek-razzia bei den quadrattänzern das wärs, dafür würde ich auch meinen originalrechtsabbiegerpfeil bei den zuständigen behörden abliefern".

Pardon für OT, aber das interessiert mich jetzt wirklich: Führst Du den Rechtsabbiegerpfeil immer mit Dir? Z. B. auf dem Kühler oder auf dem Autodach?

Phantastische Idee....gleichermaßen einfach wie genial - ich bin richtich neidisch für den Einfall. So'n Ding kleb ich mir jetzt auch mal aufs Fahrrad. Es könnte auch als Geschäftsidee taugen.

Kurt hat gesagt…

In Polen und Ungarn ist das schon Realität.
Hier hätte so ein Verbot keine Chance. All die schönen Umsatzsteuereinnahmen aus dem millionenfachen Verkauf von Che-Guevarra-Nikkis würden wegbrechen.
Und außerdem ziegt gerade der Umgang mit dem Hakenkreuz, wie leicht solche Verbote umgangen werden können. Man malt einfach ein Bild, auf dem man so tut , als würde man das bestimmte Symbol in einen Mülleimer stecken. Oder man zeigt das Symbol in voller Pracht, aber durchgestrichen. Gerade beim Hakenkreuz finde ich das immer grenzwertig. runde, weiße Fläche mit fettem Hakenkreuz, umrahmt von einem schönen roten Rand und dünnem Diagonalstrich- Angeblich soll das einem Verbotsschild der Straßenverkehrsordnung nachempfunden sein. In Dessau war sogar ein riesiges Hakenkreuz am Rathaus(?) aufgezogen worden. Okay, es steckte zu einem 25zigstel in einem roten Eimer, über dem ein Deckel schwebte. Aber ich hab trozdem gedacht, es hackt mich, als ich das sah.
In genau drei Monaten können wir in Dresden wieder deutsche Sozialisten mit dem Hakenkreuz marschieren sehen. Es wird durchgestrichen sein oder über "Mülleimern" schweben - aber es ist präsent. Ich freue mich nicht darauf.

ppq hat gesagt…

die meisten tausenderkontakte hat das hakenkreuz aber immer noch bei den fernsehauftritten des führerers.

hoffentlich wird sowas dann auch endlich mal untersagt

Südwestfunk hat gesagt…

Wenn es endlich, ENDLICH!!! gelänge, das Verbotswesen derart zu entwickeln, dass Verstöße, mit hinreichenden Geldstrafen belegt, die Grauen erregenden Defizite staatlicher Finanzwirtschaft ausglichen!!!! Was für eine schöne neue Welt entstünde in 德国。

Volker hat gesagt…

Es wurde ja schon tagelang gefragt, warum die NSU eine neue Art Terror etablierte, den Terror ohne Angst und Schrecken.
Dann kam einigen auch komisch vor, dass die BAF im Unterschied zu ihren roten Vorgängern keine Politiker aufs Korn genommen hat.

Die Ermittler haben diesen Hinweis ernst genommen und dem Mangel abgeholfen. Nach den feuerfesten DVDs haben die im verbrannten Haus jetzt pflichtgemäß eine feuerfeste Liste mit Politikernamen "gefunden".

Nun müssen wir nur noch klären, warum denen seit 2005 (als die Liste erstellt wurde) nichts passiert ist. Aber ich denke, auch dazu werden die Ermittler in den nächsten Wochen ein Beweisstück "finden".

ppq hat gesagt…

das war eben nicht nur eine neue qualität rechtsextremer gewalt, sondern auch eine neue dimension des schreckene - über den tod hinaus! zeitzünderterror, der erst beginnt, wenn die täter tot sind.

absolut innovativ