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Donnerstag, 20. Oktober 2011

Ende im Erdloch

Befreiung wie aus dem Bilderbuch. Sirte, die "letzte Hochburg" des seit einigen Monaten als "Diktator" bekanntgewordenen früheren libyschen "Machthabers" (dpa) Muammar Gaddafi, ist nach monatelangen Kämpfen und mehr als einem Dutzend Ankündigungen endlich in der Hand der "Rebellen" (dpa) vom Sommer, die jetzt "Regierungstruppen" (dpa) heißen.

Die Stadt, die mal 135.000 Einwohner hatte, begrüsst ihre Befreier in stummer Würde, Gaddafi selbst ließ sich nun doch noch erschießen, wahrscheinlich, um seinen Befreiern einen Prozess zu ersparen, der für die Regierenden in nahezu allen westlichen Ländern nur äußerst peinlich hätte werden können. Irgendwie, heißt es in ersten Meldungen aus der sinnbefreiten Zone, sei Gaddafi "gefangengenommen" worden, um sich dann "in ein Erdloch zu flüchten", wie das feige Ex-Diktatoren seit Hitler nicht lassen können. Dabei wurde er "beim Sturm auf Sirte verletzt", um schließlich tot zu sein.

Die Welt atmet auf. "Gaddafi auf der Flucht erschossen", titelt der "Stern" in einer Coveraufnahme der Todesnachricht von Karl Liebknecht, und das ist wahrscheinlich nicht einmal lustig gemeint. Die mediale Bestattung des Menschenschinders, der einst dreist in Paris zeltete und deutsche Politiker mit übersüsstem Tee empfing, kann morgen stattfinden. Ab Samstag geht es dann mit neuer Kraft wieder um den Rettungsschirm.

Burials of the Beasts
Revolution der Raubkopierer
Triumph der Turnschuhsoldaten

Muammar Gaddafi - In den Herzen seiner Freunde lebt er weiter!

Kommentare:

vakna hat gesagt…

Gaddafi angeschossen und gestorben.

Das ist wohl die beste Lösung.
So können Gaddafis Anhänger glauben, er wäre im Wirklichkeit "im Kampf gefallen" und der "Übergangsrat" spart sich ein zweifelhaftes Verfahren, in dem sich der Diktator zum Opfer und Märtyrer machen kann.
Und pikante Details aus der Vergangeheit diverser "Widerstandskämpfer" kann er auch nicht mehr verraten.

Die Anmerkung hat gesagt…

Bitte den Aufbau der libyschen Demokratie (Westerwelle) nicht vergessen. Das ist nebenher auch noch zu stemmen.

ppq hat gesagt…

zweifellos erspart der heldentod im erdloch der ganzen truppe hier im westen peinlich momente. man stelle sich nur mal vor, gaddafi würde westerwelle oder sarkozy in einem prozess als leumundszeugen rufen lassen...

was hätte denn die tagesschau dazu sagen sollen?

so ist er einer neuer aus der reihe "zu tode gekommen", wahrscheinlich durch einen sturz oder die umstände.

Oels hat gesagt…

Passende Bildunterschrift gefällig ? "Autos hupen, Kämpfer jubeln. Auch in Sirt herrscht ausgelassene Stimmung."
SPIEGELonline von heute.

eulenfurz hat gesagt…

Immer das gleiche mit den Ex-Regierungen vor und nach einem Systemwandel: erst bejubelt, dann verstoßen. Libyen ist überall!

Kurt hat gesagt…

Schade, ich werde nun wohl nie erfahren, was an den "Viagra-Vergewaltigungen" dran war.

Anonym hat gesagt…

zu gerne hätte ich erfahren mit wem der G. kooperierte ; in den vergangenen 42 Jahren . Praktisch für m i 5+6 , mossad und co . G. ist tot , die sun jubelt und Fr.Mendelsohn von der "kulturzeit" mag irgendwie ein bisschen mithassen .

war G. nicht mal die Hoffnung der III. Welt , allseit beliebt , bei der stasi als auch bei der brd west Linken ?

freue mich auf Antworten .

VRIL