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Montag, 27. Mai 2013

67 Jahre danach: Historischer Händedruck II


Der historische Händedruck Nummer 1 wurde im Admiralspalast im sowjetisch besetzten Sektor von Berlin statt. Beim Vereinigungskongress von SPD und KPD am 22. April vereinigten Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl vor über 1000 Delegierten KPD und SPD zur SED.

67 Jahre danach vereinigten Angela Merkel und Uli Hoeneß bei der Krönungsmesse für den FC Bayern München in London Steuereinzieher und Steuersünder zu einem alternativlosen Rettungsbündnis, an dem sich jeder beteiligen kann, darf, muss und will. Ein historischer Händedruck nach dem Vorbild Pieck/Grotewohl.

Ein Triumph der Toleranz, gerade angesichts einer üblen Hetzkampagne gegen Großsteuerzahler, die zuvor mehrere Tage lang alle Hauptstadtredaktionen in Atem gehalten hatte. Angela Merkel aber, die direkt im Nachgang zu ihrem Versöhnungstreffen mit Uli Hoeneß den chinesischen Regierungschefs Li Keqiang traf, um ihm die deutschen Bedenken hinsichtlich der über die Menschenrechtslage in Tibet deutlich zu machen, streckt die Hand aus und nimmt den reuigen Uli Hoeneß wieder auf in die Gemeinschaft der anständigen Menschen.

Ein starkes Signal, das vielen derzeit noch verfolgten Mitbürgerinnen und Mitbürgern Hoffnung machen dürfte, auch wenn es Merkel demonstrativ vermied, sich der "Free Uli"-Kampagne anzuschließen, die derzeit versucht, mit einer Petition an den Bundestag eine Änderung der Strafvorschriften für Opfer des staatlichen Verkaufs von Aktien der Deutschen Telekom durchzusetzen.

Zettels Raum zu: Pazifismus auf dem Fußballplatz

1 Kommentar:

Teja hat gesagt…

Im Prinzip hatte U. Hoeneß ja Hausrecht, denn ohne ihn hätte das Event nicht stattgefunden, er ist der FC Bayern.

A. Merkel heisst zwar so, ist aber ansonsten ziemlich merkbefreit. Wie kann man jemanden, der von der Öffentlichkeit und der Politik derart scharf angegangen wird, die Hand schütteln? Ein Kopfnicken, dass man die Anwesenheit registriert, hätte maximal reichen müssen.

Aber, siehe Absatz 1, A. Merkel hätte sich da gar nicht sehen lassen dürfen.