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Mittwoch, 22. Mai 2013

Fremde Federn: Freiheit, die ich meine

Uiuiui: Ungleichheit akzeptieren, die Mehrheit nicht hilflos machen, Freiräume für die Leistungsfähigen schaffen - mit solchen sakrosankten Ideen dürfte man sich wenig Freunde machen. Reinhard K. Sprenger versucht es dennoch: "Eine Politik der Freiheit will, dass sich Lebenschancen erweitern, auch dann, wenn die Ausweitung zunächst nicht allen gleichermaßen zugutekommt. Sie akzeptiert Ungleichheit als Element der Freiheit. Denn nicht jeder kann mit Freiheit gleich gut umgehen. Aber der weit überwiegende Teil. Und es ist auch richtig, dass die Flut des wirtschaftlichen Wachstums nicht alle Boote hebt. Die Hilfe für eine Minderheit aber darf die Mehrheit nicht hilflos machen. Es sei denn, man will genau das. Wie die Lebenschancen der Erfolgreichen auf andere ausgeweitet werden können, das ist dann eine zweite Frage. Zunächst muss man den Leistungsfähigen einmal den Freiraum einräumen, erfolgreich zu werden. Erst dann kann man über das "Teilen" nachdenken."

1 Kommentar:

Teja hat gesagt…

Mich irritiert immer das Axel Springer dings am Ende des Textes.

Ansonsten feiner Aufsatz, natürlich. Besonders, dass der Autor nicht bei Allgemeinplätzen stehen bleibt, sondern konkreten Widerstand anbietet. "Wir müssen uns auch nicht verbeamten lassen. Wir können uns sogar selbstständig machen." - Diesen Satz schloss ich ins Herz, neben all den anderen davor und danach. Sich nicht von den finanziellen Vorteilen abhängig machen um damit eine andere Form der Sklaverei einzugehen.

Die Idee der Freiheit wird hinsichtlich des Staatseinflusses immer Ideal bleiben, einen Stern, an dem seine Entscheidungen ausrichten kann aber letzten Endes unerreicht bleiben wird. Der äusserliche Zwang wird immer da sein, mal mehr, mal weniger, aber niemals so, wie man es gerne hätte.

Von dem her hat der Autor Recht, wenn er meint, dass es an einem selber liegt, wie man seine Freiheit gestaltet. Und liegen muss, denn die grössten Einschränkungen machen wir uns selber.