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Sonntag, 24. Mai 2015

Sprit-Schwindel erreicht Leitmedien

Fünf Monate nur, knapp fünf Monate sogar nur hat es gedauert, bis die Erkenntnis bei den Leitmedien ankam: "Die Zeiten des billigen Benzins sind vorerst vorbei", heißt es in der "Welt", die nach einem Preisanstieg von nahezu 25 Prozent binnen eines Vierteljahres offenbar Grund sieht, Abstand zu nehmen vom ewigen Gebet des "Öl ist billig, Sprit ist billig, es gibt keine Inflation", mit dem den Deutschen seit einigen Jahren eingeredet wird, ihr Eindruck, das Geld reiche nicht mehr so lange wie früher, sei subjektiv und falsch.

Eine Behauptung, die nie mehr war als reine Propaganda. Um gerademal sechs Prozent war der Preis für Superbenzin gesunken, nachdem der Ölpreis - gerechnet in Euro - um rund 30 Prozent eingebrochen war. Weil die Europäische Zentralbank im selben Zeitraum  zielgerichtet gegen den Euro spekuliert hatte, hatte dessen rapider Wertverlust den größten Teil des Preisrückgangs beim Erdöl aufgezehrt.

Nur wer wie die Bundesstatistiker gewohnheitsmäßig schönrechnet, konnte anhaltenden Preisdruck bei Öl und Benzin suggerieren - was im Jahresvergleich um sechs Prozent billiger aussah, war in der Halbjahresbilanz bereits wieder 20 Prozent teurer.

"Ein Grund dafür ist der schwache Euro", erläutert die "Welt", die sogar mit dieser gut abgehangenen Analyse punktgenau danebenliegt. Der "schwache Euro" ist im letzten Monat um fünf Prozent gestiegen, der Ölpreis, in Dollar gerechnet, hat sich in diesem Zeitraum überhaupt nicht mehr bewegt.

Wie also kommt eine professionell gemachte Zeitung dazu, ausgerechnet jetzt zu erklären, dass "Benzin wieder teurer" geworden ist und "Autofahrer jetzt wieder genau schauen müssen, wo sie tanken"? Obwohl weder Benzinpreis noch Ölpreis noch Eurokurs dazu Anlass geben? Und obwohl doch die Markttransparenzstelle seit zwei Jahren dafür sorgt, dass hohe Preise völlig ausgeschlossen sind?

Es ist das alte Osterritual der deutschen Medien, jetzt auf das Pfingsreise-Wochenende übertragen. Nicht die Fakten machen hier Nachrichten, sondern das vermutete Interesse des Publikums.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Früher hab` ich mich gefragt, wer "chiuso", wer "aperto" war, eines aber wusste man, den Tankwart trifft man eh nicht an.

Heute ist es einfacher, der Preis ist stets ein höherer, er ist jetzt sogar transparent, auch wenn`s im Portemonnaie nun brennt.

Am besten ist`s, man lässt es steh`n, das Auto und tut lieber geh`n.

der alois
Reichskraftstoffwart

Anonym hat gesagt…

re Alois :

ich bin der Reichskraftstoffwart ( Anordnung aus Berlin ) .

der Sepp

Reichsuniversalamtsleiter und Fachbereichsleiter Netztrollkoordination ( ehem. Bundesamt für pol. Pilldung

Anonym hat gesagt…

"Nicht närrisch war der Narr - gesunder Geist gehorchte ihm." Aus: Ludwig Renn (zwar schwul, Bolschewist und degenerierter Adel im Untergang): "Herniu und der blinde Asni". --- Will sagen, Sepp ist ungeachtet schräger und gewöhnungsbedürftiger Grammatik und Syntax seiner Sinne völlig mächtig.

(Das Poem von Sigi Maron weiter unten ist dennoch Spitze, Danke, Blogwart!)

-- Halbgott in Weiß --

Anonym hat gesagt…

re ppq: Ich kann mich dem nur anschließen, das Poem von SM ist wirklich hervorragend. Habe es vorhin meiner greisen Mutter vorgetragen, sie war sehr gerührt (das ist kein Sarkasmus, sondern die Wahrheit - und zwar Wahrheit nicht im Sinne einer "nicht aufgedeckten Lüge" - bei ppq muss man das dazu sagen).

der alois
Reichsrührungswart

ppq. so hat gesagt…

danke, ich dachte, die nummer ist allgemein bekannt

derherold hat gesagt…

"Sepp ist ungeachtet schräger und gewöhnungsbedürftiger Grammatik und Syntax seiner Sinne völlig mächtig."

Ob jemand, der im deutschen Schuldienst beschäftigt, seiner Sinne mächtig ist, ja, mächtig sein kann, wäre zu erörtern.

Anonym hat gesagt…

re Herold : wer sich im Netz äußert verbiegt die Syntax UND die Grammatik um keinen identifizierbaren Sprachduktus zu hinterlassen . Soweit ich das beurteilen kann : hier zählen Ideen , Inhalte und Analysen ; die Schönschrift darf vernachlässigt werden .

aber : tun Sie sich keinen Zwang an ; ich ernenne Sie hiermit zum Reichsschriftbildwart II. Klasse auf Probe .

Stellenbeschreibung :

Der Reichsschriftpilltwart leitet und koordiniert die Überwachung der hier versammelten SchölerInnen und Schöler ; er führt verdachtsunabhängige Überprüfungen der Schriftbilder und pol. Inhalte durch ; berichtet an den Direktor und organisiert die Hausaufgabenaufsicht .

Die Vergütung orientiert sich am Mond .

der Sepp

Reichspilldungsbeauftragter

derherold hat gesagt…

Lieber @Reichsoberführer , Referat XI, Personalentwicklungsplanung an höheren Bildungseinrichtungen, Ehre, wem Ehre gebührt. Ich habe weder Syntax, noch Grammatik, noch Inhalt, noch Person von @Sepp (mit zwei pp) kritisiert.

Da stelle ma uns mal janz dumm, und sagen, der berufliche Aufenthalt in einer Schule ´iss ne jroße, runde, schwarze Raum.

Anonym hat gesagt…

re Herold :

ach so .

das mit dem schwarzen Raum stimmt . Schule ( oder vergleichbare Einrichtungen ) sind tatsächlich ein ewiger Quell der Erbauung und der klugen Einsicht - bestätigen sowohl meine "Kollegen" als auch meine Schüler meine schlimmsten Vorurteile ( wobei das böse "Vorurteil" nach der Bestätigung durch die gesellschaftliche Realität eben kein "böses Vorurteil" mehr ist .

eine einfache Tatsache die von der Systemsoziologie gerne übersehen wird

( wer dreimal erhebliche Probleme mit Neubürgern hatte und sich über den Sachverhalt mit mehr als 700 Lehrkräften ausgetauscht hat kommt irgendwann auf die Idee die Vorfälle systematisch zu erfassen und zu beschreiben - selbst das kleinbürgerliche "Hamburger Abendblatt " musste kürzlich die ( von Unbekannten ) verursachten , erheblichen Sachschäden an hamburger Schulen thematisieren - irgendwann werden die Probleme manifest ; kosten Geld , viel Geld und das Verursacherprinzip meldet sich fröhlich zurück und sagt : " lass mich doch mal machen "

der Sepp

Reichslagedirektor / Nord , air , land , sea , sub , space and n-dimension

( ehem. Reichsdimensionswart für die Abschnitte x^5 bis x^11

Anonym hat gesagt…

Der berufliche Aufenthalt in einer Schule ist eher ein kleines schwarzes Schützenloch vor einer Phalanx von ca. dreißig T-34 Panzern (heute auch "hintergründig" Schüler genannt).

der alois
Reichsschulfrontwart

Anonym hat gesagt…

Heutige Knabenführer, also paidagogoi, sind in der Tat nicht zu beneiden, vor allem, wenn sie das Herz auf dem RECHTEN Fleck, oder auch nur gesunden Menschenverstand bewahrt haben.
@ Die Anmerkung: Ein richtiger Mörderkaffee nach Art des Diensthabenden Systems des Warschauer Paktes (Man nehme sechs Pfund feingemahlenen Kaffees, benetze es mit sechs Tropfen Wassers ...) hat in der Tat ein gutes Drittel des Effektes von Koks, da hat die Uschi nicht ganz unrecht. Es gibt noch andere, ganz legale Sachen, die noch mehr aufdrehen als Thymol, aber da heißt es aufpassen, in einem Alter, wo die Freuden mit der Vorsteherdrüse so langsam beginnen.

-- Halbgott in Weiß --