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Freitag, 6. November 2015

Ausländerfeindlichkeit - die deutsche Sehnsucht nach Sex

Nackte Ausländer wecken in vielen Deutschen geheime Sehnsüchte, von deren Verdrängung profitiert die Fremdenfeindlichkeit.
So viel quicklebendiges Drittes Reich gibt es nur in Deutschland, und wirklich nur in Deutschland. 2015, 70 Jahre nach dem Ableben des Führers. Adolf Hitler blockiert seit Wochen den ersten Platz der Kino-Hitparade. Das Staatsfernsehen nennt einen Thüringer Kleinstadtpolitiker "Goebbels". Der Justizminister dagegen wird von einem sächsischen Kleinstadtpolitiker "Goebbels" genannt. Ausländerfeinde überall, Fremdenfeinde, Nazis, als wäre die NSDAP nie verboten worden. Wo früher "Neonazis" mühsam neu für alte Ideen warben, hebt der Faschismus 20 Jahre später sein hässliches Originalgesicht: Ein Trend zu Faschismus und Nationalsozialismus, Rechtsradikalismus und Rechtsextremismus hat das ganze Land erfasst.

Das kommt natürlich, weil Deutschland das einzige Land weltweit ist, das die Begriffe "Ausländerfeindlichkeit" und "Fremdenfeindlichkeit" überhaupt kennt. Erklärlich, denn das sind deutsche Vokabeln. das jedoch nur, weil sie woanders überhaupt nicht benötigt werden, wie die Entsprechung Xenophobie zeigt.


Es ist phänomenabel, aber sicher kein Zufall, dass über Ausländerfeindlichkeit im Ausland nie und nirgendwo berichtet werden. Es gibt sie faktisch nicht. Ausländer sind im Ausland, das durchweg von Ausländern bewohnt wird, willkommen, sie sind beliebt, es gibt allen Medienberichten zufolge nirgendwo - außer in Deutschland - Probleme mit Fremden- oder Ausländerfeindlichkeit.

Nur im Inland reckt der Ausländerfeind immer wieder sein Haupt. "Der Ausländer", heißt es beim Bremer Xenophobieforscher Professor Gerhard Vinnai, der die Rolle des inneren Ausländers in jedem Deutschen untersucht hat, "kann zum Reprä­sentanten abgewehrter Triebregungen werden, sein Bild kann von dem entstellt sein, was man insgeheim ist oder begehrt."

Hat Hitler, im Bemühen, ein "reines" Volk zu schaffen, in den Deutschen den verdrängten Wunsch geweckt, keine Deutschen mehr sein zu müssen? Repräsentiert der Ausländer, wie Vinnai meint, nicht nur negative Regungen, sondern auch die Sehn­sucht, der eigenen Enge durch den Drang in die Ferne zu entrinnen? Repräsentiert er "Lebendigkeit, die man sich selbst austreiben musste, um deutsch sein zu können? Hat er die engen sozialen Beziehungen, die man selbst nicht hat? Ist der Hass am Ende Selbsthass?

Die Ablehnung des Fremden resultiert nach den Forschungen von Gerhard Vinnai "auch aus der Angst vor Wün­schen nach einem anderen Leben, die in den bestehenden sozialen Käfigen und inneren psychischen Gefängnissen als schmerzlich erfahren werden müs­sen". Der Deutsche sieht sich umstellt von Zäunen, eingeengt in Schuldgefühlen, weil er besser lebt als 95 Prozent der Weltbevölkerung, obwohl er doch der ist, der Hitler möglich machte.

Für mehr Verständnis für Ausländer reicht deshalb allein die Konfrontation mit ihrer Realität nicht aus, glaubt der Xenophob. "Nur ein anderes Verhältnis zum eigenen Begehren, nur ein freieres Wünschen erlaubt es, sie als soziale Bereicherung zu erfahren", schreibt Vinnai, der die sexuelle Konnotation des Verhältnisses Fremd und Selbst betont. Der "innere Ausländer" versteckt sich hinter der Maske des Hitler, des Goebbels, er wehrt sich mit Brandflaschen und wilden Demonstrationen gegen das, was unausweichlich ist: "Wenn das Fremde einen erotischen Reiz erlangen kann, zieht es weniger Angst und Aggressivität auf sich." Der Kampf gegen die deutsche Singularität, das Auftreten von Ausländerfeindlichkeit, kann, so der Forscher, "nur gelingen, wenn ein freieres Spiel der Geschlechterdifferenz zugelassen wird. "



1 Kommentar:

wolpertinger hat gesagt…

Ähhh,-jo mei.Konnst nix mehr macha.
Bin kein Steuerzahler,Herr Google,sagen Sie das bitte nicht weiter. Wenn Änschi das erfährt bin ich geliefert.Schönen Gruß noch an den anonymen Semantiker.