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Montag, 9. Januar 2017

Israel: Vergiftetes Lob

Die Erschießung eines Terroristen wird zur "Tötung eines Palästinensers".
Gibt es Blut, Mord und Unruhe im Nahen Osten, ist nach Lesart der führenden deutschen Medien stets Israel schuld. Von der "Zeit" über die Frankfurter Rundschau bis zum Spiegel reicht eine Allianz der Antisemiten, die sich als Anti-Zionisten ausgeben, um mit Hilfe der sogenannten Drehrumbum-Regel immer wieder aufs Neue zu verdeutlichen, dass der Judenstaat am besten weg müsste, ausradiert gehört und das am liebsten gestern schon.

Die FAZ war bisher eine Ausnahme, konservativ proisraelisch, unbestechlich im Versuch, Taten und Untaten der Konfliktparteien einigermaßen objektiv einzuordnen.

Jetzt aber kommt das Blatt mit einem Text namens "Rechtsstaat Israel" um die Ecke. Und dabei im Lager der hasserfüllten Verleumder an. "Ein israelisches Militärgericht hat einen Soldaten wegen der Tötung eines Palästinensers verurteilt", heißt es im Text eines Rainer Hermann, nach Angaben der FAZ "Redakteur in der Politik". Vordergründig lobt Hermann das Urteil: "Das Land kann stolz sein auf seine rechtsstaatlichen Prinzipien – und hat damit vielen seiner Nachbarn etwas voraus".

Doch wichtig ist, welches Gift die angesehene überregionale Zeitung in ihrem Lob verpackt. Der Soldat habe den "Soldaten, der einen wehrlos am Boden liegenden Palästinenser durch Kopfschuss getötet hatte, des Totschlags für schuldig befunden", formuliert Hermann, von Haus aus studierter Islamist. Damit habe sich "der Rechtsstaat gegen den Druck nationalistischer Kreise immun gezeigt, den jungen Soldaten, der aus Rache für einen Angriff auf einen Freund geschossen hat, freizusprechen".

Was für eine Formulierungkunst sich hier zeigt! Wie der Zweck die Mittel heiligt! Wie durch Auslassung entscheidender Fakten manipuliert wird!

Denn das israelische Gericht hatte keineswegs über einen Fall zu entscheiden, in dem irgendein Soldat irgendeinen Palästinenser erschoss. Sondern über einen, in dem Soldat nach dem Messerangriff eines palästinensischen Terroristen auf einen seiner Kameraden den durch Schüsse verletzten Angreifer mit einem weiteren Schuss aus nächster Nähe tötete.

Die FAZ beliebt, die übereskalierte Auseinandersetzung zwischen einem Terroristen und einem Soldaten von ihrem "Islamwissenschaftler" als von Rachedurst ausgelösten Angriff eines jungen Soldaten auf einen unschuldigen palästinensischen Spaziergänger darstellen zu lassen. Israel, der einzige Rechtsstaat im Nahen Osten, wird gelobt. Doch was hängenbleibt, ist der Eindruck eines Unrechtsregimes.





Kommentare:

Die Anmerkung hat gesagt…

Sanitätssoldat Asaria war vor Ort und versorgte den verwundeten Kameraden – dann fiel der umstrittene Schuss.

http://www.tagesspiegel.de/politik/israel-ministerpraesident-netanjahu-will-begnadigung-des-verurteilten-soldaten/19208404.html

Der israelische Sanitätssoldat Elor Asaria...

Doch das israelische Militärgericht hat am Mittwoch glücklicherweise klar gemacht, dass Wut, Rachegefühle und die öffentliche Meinung keinen Kopfschuss auf einen bereits wehrlos auf den Boden liegenden Angreifer rechtfertigen. Asaria setzte sich mit seiner Tat über geltendes Recht, Befehle und den Wertekanon des Militärs hinweg.

https://www.taz.de/Kommentar-Verurteilung-in-Israel/!5368321/

derherold hat gesagt…

Die o.g. Zeitungen als "antisemitisch" zu bezeichnen, ist lächerlich. Zeit, taz und Spiegel sind seit 2009 schon stramm auf US-Kriegskurs und haben die Bemühungen im linksextremistischen Lager, den Widerstand gegen die Kriege im NahenOsten zu brechen, weil dort angeblich die große Israel-Leidenschaft ausgebrochen sei, seit 2003 konsequent gedeckt.

Artikel über die Antideutschen dürfen nicht geschrieben werden. Das Wirken der Herren Schmierer, Fücks oder Gremliza ist tabu. PLO-Joschka wurde zu Israel-Joschka umgeschrieben. Politiker, die innerhalb der alten "PLO-Parteien", d.h. Grüne und SED, die Rolle als große Israel-Freunde spielen, erhalten Karriereunterstützung.

Man darf allerdings nicht vergessen, daß diese Zeitungen/Magazine ein Milieu bedienen (müssen). Da muß schon einmal in Kleinigkeiten die alte Melodie gespielt werden.

David hat gesagt…

Die FAZ ist schon seit Jahren mehr als latent antisemitisch eingestellt und hetzt auf ihre "feine" Weise kräftig gegen den israelischen Staat. Die Berichterstattung ist überwiegend einseitig, man setzt sich auf das hohe moralische Roß und meint dann, richten zu können. Die Korrespondenten vor Ort haben ihre klaren Präferenzen. Und sie schreiben das, was das deutsche Publikum "glaubt" und was es dadurch letztlich hören will.

Ich war jahrzehntelang (etwa 40 Jahre) Abonnent der FAZ. Ich habe sie vor einigen Jahren abbestellt, weil ich sie nicht mehr ertragen konnten, u.a. in diesem Punkt.

derherold hat gesagt…

Die "antisemitischen" Blätter bringen keine Berichte über bahamas, konkret oder jungle world.

Daß die eifrigsten Medienhetzer der USA für den Irak-Krieg unter Bush nicht "FoxNews und die evangelikalen Christen" waren, sondern David Brooks, Charles Krauthammer und Tom Friedman, die für die WaPo und die NYT schreiben, weiß keiner, der nur diese "antisemitischen" Blätter liest.



Anonym hat gesagt…

Sepp hätte den daesh Mörder auch plattgemacht

Anonym hat gesagt…

Zwietracht im Feindeslager ist immer erfreulich - bitte mehr davon.

IM Abenteuerlichen Simplizissimus wird ein Bäuerlein von Soldaten barsch befragt, ob es für die Kaiserlichen, oder für die Schwedischen wäre. Nach mehreren Umständen kommt die Antwort: "Ich wollte, die Kaiserlichen wären ein Supp', und die Schwedischen die Bröcklein darin, und der Teufel möchte das alles zusammen aufressen!"
Der Feind meines Feindes ist noch lange nicht mein Freund - zumal die Herrschaften sich untereinander oft gar nicht so spinnefeind sind, wie sie sich geben, solange es gegen uns Weiße geht.
(War das eigentlich eine Lüge, daß verwundete IS-Schlächter im gelobten Land wieder aufgemöbelt wurden?)

Lese ich hier etwa, daß Antisemitismus irgendwie bäh wäre?

Anonym hat gesagt…

Nachtigall, ick hör Dir trapsen....

Anonym hat gesagt…

Der Palästinenser lag verwundet auf dem Boden und hat da von einem Soldaten aus nächster Nähe einen Kopfschuß erhalten. Wäre das nicht dokumentiert worden, wäre gar nichts passiert.

ppq hat gesagt…

der palästinensische terrorist - er tritt hier nicht als "palästinenser", sondern in seiner eigenschaft als terrorist auf, die das geschehen bestimmt - lag, nachdem er einen israelischen soldaten angegriffen hatte, verwundet am boden.

und ja, wäre die nachfolgende tat nicht dokumentiert und von zeugen beobachtet worden, wäre vermutlich nichts passiert.

wie das so ist, wenn keine beweise da sind.

wie viele terroristen sind d.a.n. in den letzten 12 monaten von palästinensischen behörden wegen mord, totschlag oder körperverletzung an israelis angeklagt und verurteilt worden?

Gernot hat gesagt…

Die Erschießung eines Verwundeten ist nicht zu rechtfertigen; die Darstellung als völlig willkürliche Erschießung aber auch nicht. Nach der Tötung meines Freundes befinde ich mich gewiss in einem anderen emotionalen Zustand als beim Sinnieren über Wert, Unwert, Zulässigkeit oder Unzulässigkeit von Rache etwa.
Vielleicht wurde deshalb auf Totschlag statt Mord erkannt.
Was die Medien seit langem praktizieren, ist perfektes Zwiedenken - übertrieben hoher, gleisnerisch anmutender moralischer Anspruch auf der einen Seite, nach dem Vorbild "Tartuffe", gut verhohlenes Kriegshetzen auf der anderen, auch noch mit der moralischen Keule der ersten begründet, unterlegt und gerechtfertigt.

Bezüglich Russland läuft es ähnlich: Bejubeln von Friedensmarschierern mit Todesrunen auf Stirnen und Plakaten und von harten und entschlossenen Maßnahmen "gegen Putin" zugleich.

Möglicherweise wollen sie nicht den Frieden, sondern "ihren Frieden", den nach ihren Vorstellungen. Und die sind schon mal ein paar Atombomben auf Städte wert. Das hatten wir ja schon.

Anonym hat gesagt…

@Gernot

Asaria hatte vor Gericht aber nicht auf Traumatisierung/Unzurechnungsfähigkeit plädiert, sondern darauf, der Terrorist hätte weiterhin eine Gefahr dargestellt (Sprengstoffgürtel). Das war offensichtlicher Quatsch. Das Video zeigt das.


@ppq

"wie viele terroristen sind d.a.n. in den letzten 12 monaten von palästinensischen behörden wegen mord, totschlag oder körperverletzung an israelis angeklagt und verurteilt worden?"

Normalerweise werden die direkt erschossen.

ppq hat gesagt…

und ihre familie bekommt eine schöne rente.

Volker hat gesagt…

Anstelle des Angeklagten hätte ich den jovialen Mörderversteher Ranga Jogeshwar in den Zeugenstand gerufen. Der hätte dem Gericht schon erklärt, dass ich vom Bürgerkrieg in Syrien traumatisiert bin und in Afghanistan meine Eltern verloren habe.

Anonym hat gesagt…

@PPQ

Ist es nun mit unseren Werten vereinbar, Verwundete zu erschießen? Oder sollte aus ökonomischen Gründen besser der Kolben verwendet werden? Sanität zu sein, bedeutete in finsteren Zeiten noch, Leben zu retten. Deshalb wurden die mit extra Binden ausgerüstet, um sie als Nichtkämpfende zu markieren. Offensichtlich hat sich deren Aufgabe aber gewandelt.

ppq hat gesagt…

am thema vorbei. die verurteilung ist völlig richtig, sie ist rechtsstaatlich, durch die tat gerechtfertigt und das gericht hat geprüft, ob die tatumstände den täter entlasten und wieweit.

aber: das thema war die darstellung eines terroristen als eigenschaftlosen "palästinenser" in deutschen medien.

was den täter ohne alles oben angeführte zum mörder macht. absicht oder dummheit? ich weiß es nicht, traue dem faz-mann aber zu, bei vollem bewusstsein zu schreiben

dann ist das was? hetze.

Stefan hat gesagt…

Die Binden der Sanitäter helfen in diesen Konfliktgebieten überhaupt nichts mehr. Viele tragen sie nicht einmal, da auch schon deutsche Sanitäter und Kampfretter in Afghanistan und Mali gezielt beschossen werden. Im Nahen Osten passiert genau das Gleiche.
Das nur mal zum Thema "Werte". Es soll nichts rechtsfertigen, aber eine Vorstellung davon geben, womit diese Menschen täglich konfrontiert werden.