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Dienstag, 7. Februar 2017

Russische Hackerangriffe: Unsichtbare Gefahr

Hier noch sichtbar: Ein typischer russischer Hacker, ehe er auf den Stealth-Modus umschaltet.

Es sollte der Enthauptungsschlag gegen die miesen Methoden des Kreml werden, der seit Jahr und Tag versucht, über hinterlistige Hackerangriffe Deformationskampagnen in Deutschland zu lancieren, die den Zusammenhalt von Kanzlerin und Volk bedrohen. Ein Jahr lang haben jetzt die führenden deutschen Geheimdienste, bewährt in großen Krisen wie Edathy, NSU und Anis Amri, nach Spuren der russischen Computerkämpfer gesucht. Der Plan sah vor, sie nach ihrer Entdeckung mit eindeutigen Beweisen festzunageln und der Öffentlichkeit alsdann zu präsentieren.


Nun aber der Tiefschlag: Es fanden sich kein Beweise für eine russische Desinformationskampagne. "Wir haben keine Smoking Gun gefunden", heißt es in Regierungskreisen, wo bereits beschlossen worden war, den ursprünglichen Plan der Veröffentlichung der Machenschaften des Kreml aufzugeben. Die Ermittlungsakte zu Putins Hackern und Trollen sollte als geheime Verschlusssache eingestuft und im Archiv versenkt werden.

Da sie nun aber doch öffentlich geworden ist, weil irgendwer nicht die Klappe halten konnte, ist die Erklärungsnot groß. Wo immer in den vergangenen Jahren Dissenz zwischen Oben und Unten aufgetaucht war, hatten russische Hacker die Verantwortung übernehmen müssen. Wenn es die nun aber gar nicht gab. Wer kann es dann gewesen sein?

Russische Hacker natürlich. Deren Wirken habe sich zwar nicht nachweisen lassen, heißt es aus Regierungskreisen und von den Geheimdiensten. Gerade das aber könnte für die höchstprofessionelle Art sprechen, mit der Russland seine auf Deutschland zielenden Desinformationskampagnen durchführe: Wie einst die unsichtbaren Panzer in der Ukraine angriffen, so greifen unsichtbare Hacker nun unsere Demokratie an. Dass man sie nicht sehen und ihre Spuren nicht finden kann, ist nach dieser postfaktischen Logik der sicherste Beweis dafür, dass sie da sind.

Kommentare:

Michael Auksutat hat gesagt…

Vielleicht hat einer der jährlich 3000 Passivrauch-Toten die Beweise in sein kaltes Grab mitgenommen.

Sauer hat gesagt…

Die russischen Hacker arbeiten natürlich nach dem homöopathischen Prinzip. Ihre Wirksamkeit läßt sich nicht nachweisen. Man muß an sie glauben, wie die glaubensstarken deutschen Geheimdienste.

Anonym hat gesagt…

Die russischen Hacker arbeiten so geheim, dass sie selber gar nicht wissen, dass sie Hacker sind.

Das ist wie mit den Kriegsflüchtlingen aus Nordafrika, die wissen ja auch nicht, dass sie Kriegsflüchtlinge sind, das erfahren sie erst durch das BAMF.

Volker hat gesagt…

Der Putin. Ich sag´s Euch, das ist der Putin.
Der führt den hybriden Großangriff mit Sexmobs, dieser Sauhund.