Google+ PPQ: Plüschwolf im Katzenfell "

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Plüschwolf im Katzenfell

Tiefschlag für den "Kampf gegen rechts"( Merkel) auf dem "größten Tatort der Welt" (BKA-Chef Zierke). Obwohl die rechtsfaschistische, neonazistische und einer raffiniert mit dämlichen Parolen getranten "menschenverachtenden Ideologie" (Sigmar Gabriel) anhängende NPD nach einer Kette von Wahlniederlagen und verlorenen Gerichtsverfahren "so gefährlich ist wie nie zuvor" (Der Spiegel), wirft die bürgerschaftlich-engagierte Aufklärungsseite npd-blog.info jetzt die Überwachungsbrocken hin.

Mehr als fünf Jahre hatte das wachsame monothematische "Watchblog" (npd-blog.info) über die gefährlichen Umtriebe von Rechtsradikalen, Rechtsextremen und Rechtsextremisten aufgeklärt. Dadurch war es der NPD nie gelungen, in dem "bürgerlichen Mäntelchen" (dpa), das sie sich zur Täuschung der Bevölkerung "umgehängt" (Franz Müntefering) hatte, ganz zu verschwinden. npd-blog.info riss rechtsintellektuellen geistigen Brandstiftern wie dem CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, der nach dem Attentat von Norwegen einen "Hass-Anschlag auch in Deutschland für "möglich" hielt, oder dem SPD-Mann Thilo Sarrazin, der ein "nicht hilfreiches Buch" geschrieben hatte, schonungslos die Maske vom Gesicht. Auch die Anbieter eines T-Shirts mit der Aufschrift “Ritzen gegen Rechts”, dessen weiterer Verkauf zur unmittelbaren Errichtung eines vierten, fünften oder gar sechsten Reiches hätte führen können, wurden enttarnt: Sie hatten eine uralte Überschrift von PPQ missbräuchlich verwendet.

Danach war es vorbei mit der NPD. Die Partei sei "mittlerweile fast komplett analysiert, Dutzende Bücher und Broschüren haben die Strategien der Neonazis untersucht und benannt", teilen die Betreiber der Aufklärungswebseite mit. Die Befunde wiederholen sich nun nur noch, weil im Gegensatz zur Zeit um 2005, als die NPD von vielen Deutschen noch für eine Art lustiger CDU in braun gehalten worden war, mittlerweile jeder wisse, dass es sich um einen Plüschwolf im Katzenfell handele. Es sei Zeit, die Konsequenzen zu ziehen und den Kampf gegen rechts auf eine neue Ebene zu heben. "Ein Watchblog, das kaum noch neue Erkenntnisse hervorbringt, wird sinnlos."

Npd-blog.info heißt deshalb nun Publikative und berichtet über Antisemitismus im sächsischen Fußball, einen Prozess gegen einen NPD-Funktionär, das Verfahren gegen die Macher von Altermedia und eine Neonazi-Attacke auf ein Bildungszentrum. Die Welt geht also nicht unter. Sie hat nur eine neue Internetadresse.

Im Kampf gegen rechts: Mehr Storch wagen
Oberwasser für arabische Unterhosen

Kommentare:

eulenfurz hat gesagt…

Mir stockte der Atem, daß diese wichtige Seite, die ich leider noch nie zu besuchen das Vergnügen hatte, nun den Geist aufgibt bzw. die NPD. Schock, Bestürzung und Betroffenheit, danach Empörung!

Zum Glück hatte Omi noch ein Fläschchen Ginseng in der Hausapotheke, das hat geholfen. Sie sagt, Ginseng hieße eigentlich "Kraftwurz" ... nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Furz.

ppq hat gesagt…

für mich war die nachricht auch ein schock. erst die große koalition, dann griechenland, jetzt das npd-infoblog. vielleicht demnächst noch der euro? und europa? nach und nach nehmen sie uns alles weg, was das leben lebenswert macht

Le Penseur hat gesagt…

... nach und nach nehmen sie uns alles weg, was das leben lebenswert macht.

Aber nicht doch! Uns bleibt doch noch der Politplatschquatsch! Und LePenseur (wie ich schamhaft errötend hinzufügen muß ...)

;-)

Volker hat gesagt…

Mir stockte der Atem, daß diese wichtige Seite, die ich leider noch nie zu besuchen das Vergnügen hatte,

Ich hatte schon mal das Vergnügen und höchst interessantes und unerwartetes dort dort gelesen:

Unbekannte haben in der Nacht zum 17. August 2007 am Gemüseladen unseres türkischen Mitbürgers Mustafa Izmir Feuer gelegt. Wie die Polizei in Chemnitz auf ddp-Anfrage mitteilte, wurden gegen 22.30 Uhr auf dem äußeren Fensterbrett einige Teile Plastikmüll entzündet. Das Feuer konnte von Anwohnern gelöscht werden, die Feuerwehr kam nicht zum Einsatz. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf 300 Euro, das Innere des Büros wurde nicht beschädigt.
Der Ausländerrat schreibt in einer Mitteilung zu dem Vorfall: `Als skandalös muß der Umstand bezeichnet werden, daß es geschlagene 90 Minuten dauerte, bis die Polizei am Tatort eintraf, obwohl der Glaubensbruder von Mustafa Izmir die Polizei darauf aufmerksam gemacht hatte, daß der Brandanschlag dem Laden eines Muslim gegolten hatte.` Bei Deutschen wäre das Warten auf die Polizei also kein Problem, so die Türken-Logik.

Kurt hat gesagt…

Ich würde mir zwar kein Bild eines grinsenden Skeletts in die Wohnung holen, aber der Teppich ist sehr dekorativ.
Nepal? Buthan? Kaschmir?