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Mittwoch, 9. Januar 2013

Lügen lernen

Was haben sich die Kleinen dabei nur gedacht? Weit weg von den Ressentiments, die an der "Straße der Gewalt" gepflegt werden, mitten im schon von den Römern zivilisierten Köln haben Schüler einer mitfühlenden Waldorfschule in ihrer Abi-Zeitung
deutlich gemacht, wohin es führt, wenn die kruden Thesen eines Sarrazin und die abenteuerlichen Talkshowauftritte eines Buschkowsky von den Behörden geduldet werden: In der Zeitung posierten Schülerinnen und Schüler mit Zigarette und hochgestrecktem Mittelfinger, sie beschrieben die Bewohner des Viertels Chorweiler, in dem sich ihre Schule befindet, als junge Schwangere mit Zigarette, Großfamilien mit „10 Kusäängs und 19 Kusinään“, als gewaltbereite Jugendliche und "posende Mädchen in Jogginghosen".

Ungeheuerlich, wie Medien und Stadtverwaltung inzwischen festgelegt haben. Die Waldorfschüler hätten sich illegalerweise über den Stadtteil lustig gemacht, in dem sich die Schule seit 15 Jahren befinde, ohne des Schüler aus der direkten Nachbarschaft sie besuchten. „Hier werden alle nur denkbaren Vorurteile über sozial benachteiligte Jugendliche im Umfeld der Schule geschürt“, verriet die engagierte grüne Bezirksbürgermeisterin Cornelie Wittsack-Junge dem Kölner Stadtanzeiger. Aus ihrer Sicht hätten die beteiligten Lehrer eingreifen und die "diskriminierenden Aspekte und das mögliche Konfliktpotenzial" verhindern müssen. Durch die Beschreibung der Realität, wie die Schüler sie erlebt hätten, sei "ein ganzes Stadtviertel und seine Bewohner abgewertet worden".

Da herrscht parteiübergreifender Konsens in Köln, dem sich auch CDU-Parteichefin Gisela Manderla anschließt. Sie finde es nicht schlimm, wenn Jugendliche auf Probleme hinweisen würden. „Schlimm ist aber, wenn man sich über andere lustig macht.“ Schwangere Raucherinnen, Großfamilien mit „10 Kusäängs und 19 Kusinään“, gewaltbereite Jugendliche und "posende Mädchen in Jogginghosen" hätten Verständnis und Zuwendung verdient, weil sie es ohnehin nicht einfach hätten.

Das sehen zum Glück auch die jungen Leute unterdessen ein. Die Verantwortlichen für den Ausflug in die Realität mussten sich entschuldigen. In Zukunft, versicherte auch die Schulleitung, würden Abiturzeitungen vor der Veröffentlichung auf ihre gesamtgesellschaftliche Nützlichkeit geprüft. Zudem will die Schule sich nun dem Viertel gegenüber öffnen - künftig sollen auch Chorweiler Kinder auf die Waldorfschule gehen. Es bestehe die Hoffnung, dass das vom Wurzelrassen-Verfechter Rudolf Steiner erdachte typische Waldorf-Profil damit "aufgeweicht" werden könne, um längerfristig einem modernen Profil nach dem Konzept "Viel fördern, nichts fordern" (Der Spiegel) Platz zu machen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das geht gar nicht! Wenn man heute mit Satire alles dürfen will, dann sollte man sich auf den Papst konzentrieren.

Thomas hat gesagt…

Hat da nicht die Pionier-Organistaion versagt?

Anonym hat gesagt…

Yes, yes, typisch für die größenwahnsinnigen linken Diskurshoheiten. Da so turmhoch über allen dingen stehend wähnend, wächst ihnen das natürliche Recht zu, sich über alles Nichtlinke zu mokieren, Häme und Spott, Gehässigkeit und Sarkasmus überzukübeln. Aber wehe jemand Anderes erdreistet sich, aus anderer Richtung Analoges zu betreiben. Dann aber Nazi-/Chauvi-/Muku-/Öko-Keule marsch, dann aber Knüppel aus dem Sack. Wo kommen wir denn hin, wenn die Infamie geduldet wird, die Heiligtümer der neuen Religion zu besudeln, als da wären, 'ewige Holo-Schuld', 'Multikultismus', Klima-Schuld', 'Feminismus', 'Ökologismus', 'Energiewendismus' 'Sozialismus'.
Ein sehr exponierter Hoherprister dieser Religion (in felix Asutria) hat es ja schon antizipiert, was mit solchen Ungeheuern zu geschehen hat.

Anonym hat gesagt…

Den Schaum vor den Mäulern unserer heuchlerischen Dressurelite würde ich gern sehen, wenn sie solche Schöler-Pamphlete in den Händem halten. Wenn ihre permanente und ubiquitäre Schön- und Weg-Lügerei der Realität durch die Hintertür via Satire so einfach bloßgestellt wird. Hoffentlich führt dieser Vorfall zu Nachahmertum, wie es bei jungen Leuten halt so beliebt ist. Hoffentlich lassen sich potentielle Nachahmer nicht durch die Hyperventilationen der MSM einschüchtern.

Anonym hat gesagt…

DDR 2.0 pur: - 'Erziehung zum Klassenhass', dann Kritik und Selbstkritik, alles, wie gehabt. Aber wohlan, ihr pöhsen, abtrünnigen Schöler, steht beschämt da, geht in Euch und kriecht dann Euren bestmenschlichen Zurechtweisern in den Arsch, aber so tief, dass Ihr nie mehr herausfindet, um vielleicht noch einmal einen Blick auf die Realität zu erhaschen. Und zwar auf die 'reale'Realität, und nicht die, die Euch ARD, ZDF, ARTE, Stern, Speichel, BLÖD, Welt und Zeit einhämmern wollen.

Anonym hat gesagt…

„Die Schüler hätten sich zwischenzeitlich entschuldigt;...“

Sind die dann im Stadtviertel rumgegangen, haben allen Türken das Bild gezeigt, ihnen mühevoll die Pointe erklärt und sich dann entschuldigt? Sind sie mit Megaphonen durch's Viertel spaziert und haben im Chor eine Entschuldigung verlesen? Haben sie eine Entschuldigungsnote an die zuständigen Moscheen geschickt, an die Botschaft in Berlin oder gleich nach Istanbul?
Oder war es nur ein verlogener Multikulti-Exorzismus, auf den kein Schwanz etwas gegeben hat außer einer Handvoll Dauerbestürzter?

Anonym hat gesagt…

@Anonym davor

Nicht zu vergessen eine reumütige Entschuldigung an die israelische Botschaft, an den Jüdischen Zentralrat, an den Jüdischen Weltkongress etc, etc. - Denn diese gestrengen Instanzen sind am schwersten davon zu überzeugen, daß das 'Nie-Wieder-Serum' in unseren Adern nicht doch noch zu niedrig dosiert ist.

Anonym hat gesagt…

Vielleicht ist dieser Vorgang dem Lernprozeß der Abiturienten dienlich. Wenn auch hoffentlich nicht so, wie von der Stadt beabsichtigt.

Anonym hat gesagt…

Doch doch, die werden schnell kapieren, diese 'Abirenten', kapieren in welche Richtung zu schleimen opportun ist, und sich die Koordinaten des verminten Geländes hierzulande gut einprägen. - Wie tolerant und meinungsfrei die freiste Demokratur seit Menschengedneken auf deutschem Boden ist, wird in sicher in lebendiger Erinnerung bleiben.

Anonym hat gesagt…

Ich kannte diese 'NachDenkSeite' noch nicht, indes die wichtigheimerische Gutmenschen-Diktion lässt schon beim Überfliegen erahnen, wo sie zuverorten ist. - Was so typisch ist: Die euphemismengespickten Samthandschuh-Phrasen mit der sich unserer Bereicherer in huldvoller Pose angenommen wird, weicht für gewöhnlich alsbald nackter Gehässigkeit und einer Verdammungs-Rhetorik, sobald es um das ultimative Pöhse, allem 'Rechten' geht.

ppq hat gesagt…

die nachdenkseiten sind ein lesetipp. allein der beitrag zur verteidigung der gez ist sogar eine spende wert - echte unterhaltungskunst, handgemacht und ganz auf die künstlerische aussage ausgerichtet, die beim leser rüberkommen soll

Volker hat gesagt…

"Ich kannte diese 'NachDenkSeite' noch nicht, indes die wichtigheimerische Gutmenschen-Diktion lässt schon beim Überfliegen erahnen"

Die Nachdenkseiten sind couragiert. Wo immer die Rechte der Entrechteten in Gefahr, wo immer die Menschenwürde verletzt – da sind die Nachdenkseiten zur Stelle.
Und die Nachdenkseiten sind seriös. Da wird nicht einfach so pauschal draufgehauen, sondern (die Lieblingsoperation unserer Propagandaabteilungen) differenziert.

Wenn den armen Chorweilerinnen und Chorweiler nicht der gehörige Respekt entgegengebracht wird, da sind die Nachdenkseiten zur Stelle. Denn die ChorweilerInnen sind rassisch wertvoll, da kann man gar nicht genug schützen.
Bei einer rassisch entgegengesetzten Konstellation jedoch reagieren die Nachdenkseiten vorbildlich zurückhaltend (sicherheitshalber gerade noch mal google gefragt). Die Nachdenkseiten haben keine Einwände, wenn die rassisch wertvolle Kiyak den minderwertigen Sarrazin als „Menschenkarikatur“ schmäht.

Kurz:
Das Müller und Lieb hätten es in den besagten tausend Jahren mindestens zum Abteilungsleiter im Reichspropagandaminsterium gebracht. Vermute ich.
Kann auch sein, die wären nicht so hoch aufgestiegen - weil selbst Goebbels von diesen Rassisten angeekelt gewesen wäre.

Kurt hat gesagt…

Erstaunlich ist, daß sich niemand mit dem eigentlich Pikanten an der ganzen Sache beschäftigt. In Waldorfschulen wird der Rassismus von Rudolf Steiner gelehrt. Den Jugendlichen wird es glatt am Allerwertesten vorbeigehen, daß sie jetzt gemaßregelt werden. Als Angehörige der 5.Wurzelrasse wissen sie, daß sie besser sind als die Überbleibsel der lemurischen Rasse.
Und warum schicken eigentlich gerade Links-Grüne ihre Kinder so gern auf Waldorf-Schulen? Ganz einfach, da gibts keine Ausländerkinder!

ppq hat gesagt…

du wunderst dich darüber aber nicht wirklich, oder?