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Sonntag, 17. Mai 2015

Nato-Außenminister: Sie sind die Welt

Es war ein Auftritt von historischem Zuschnitt, dieses Treffen der Nato-Außenminister im Partnerland Türkei, das Teile des Partnerlandes Zypern seit mehr als vier Jahrzehnten völkerrechtswidrig annektiert hat. Erstmals seit 2011 tagten die Außenamtschefs des Friedensnobelpreiskontinents außerhalb von Brüssel - aber diesmal geschaf noch mehr.

Denn auf Einladung des türkischen Außenministers Mevlüt Çavuşoǧlu traten der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier und seine Amtskollegen in Antalya nicht nur an, Moskau zu ermahnen, Fluchthelfer zu bedrohen und sich gegenseitig zu versichern, dass eigene militärische Übung in der Ukraine das Land keineswegs «anhaltend und absichtlich» destabilisieren.

Nein, die Minister fanden während ihrer Frühjahrsberatungen auch noch Zeit für ein bisschen Gemütlichkeit: Mit einer aufgeräumten Live-Version des 1985er Welthits "We Are the World" machten der kommende Bundespräsident Steinmeier und seine Kollegen deutlich, dass es ihnen bitterernst ist mit der Fröhlichkeit.

"We are all a part of God's great big family", trällern die Mächtigen im Chor, und die Wahrheit sei, dass wir alle Liebe brauchen. Sie hätten deshalb eine Wahl getroffen, die Leben retten werde, heißt es weiter. Ein Moment großer Innigkeit, ein Moment, in dem die große Politik nicht nur ankündigt, ihr Herz verschenken zu wollen, sondern auch große Wahrhaftigkeit ausstrahlt. Walter Steinmeier, der im Video ab Minute 1.20 in der tobenden Minister-Crowd zu sehen ist, wie er mit fliegendem Binder und erhobenen Armen seinen langen, langen Namen tanzt, geht sogar soweit, seinen Ausflug in den Ausdruckstanz in der offiziellen Pressemitteilung gar nicht zu erwähnen.

1 Kommentar:

derherold hat gesagt…

Könnte es nicht sein, daß nunmehr die Zahlungen aus dem eingefrorenen Guthaben des Staates Libyen an die Anwesenden aufgenommen wurden ?

P. S. Nicht allein bezoigen auf das Tänzchen. Ich sage seit geraumer Zeit, daß unsere Eliten jeden Respekt vor uns verloren haben.