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Sonntag, 31. Januar 2016

FC Bayern: Schulterschluss mit Scheichs

Die bayrischen Yachten sind schon da, jetzt kommt auch der FC.
Die Rückrunde der Bundesliga hat gerade erst begonnen, da hagelt es bereits  Kritik für den FC Bayern München. Aber nicht aufgrund von Leistungen, sondern wegen eines hoch dotierten Sponsorenvertrages mit dem Flughafen der Hauptstadt Doha.
"Ich freue mich, mit Doha Airport einen Sponsor aus der Tourismusbranche begrüßen zu dürfen. Diese Partnerschaft ist ein weiterer Schritt in unserer Internationalisierungsstrategie", lobte der Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sich auch ein bisschen selbst. Die "Zeit" hingegen, seinerzeit von einem "Nutznießer der Nazis" (Cicero) gegründet, urteilt scharf: "Der Sponsorendeal des FC Bayern mit dem Emirat Katar zeigt: Dem Verein sind Menschenrechte egal." 
Wo die "Zeit" die Liste der Sanktionen des Westens zu Erziehungszwecken gern noch weiter verlängern würde, setzt der FC Bayern auf Wandel durch Annäherung im Sinne von Willy Brandt. Der Verein fliegt stets zum Golf, um sein Trainingslager durchzuführen. Und er kann sich dabei auf den Katar-Besucher Sigmar Gabriel berufen, der die Menschenrechtslage im Emirat nach einem Inspektionsbesuch schon vor geraumer Zeit als längst nicht mehr so übel bezeichnet hatte. 

Mit dem neuen Vertragsschluss gehört der Flughafen Doha, neben den bereits neun existierenden sogenannten Platin-Partnern wie der DHL, Paulaner, Lufthansa, SAP, Gigaset, GoodYear, Hypo Vereinsbank, Tipico und Yingli, nun auch zu den ganz großen Geldgebern, die künftig in der Allianz-Arena auf den Banden beworben werden.
Was der FC Bayern der Öffentlichkeit im Gegenzug schuldig ist, weiß, der gewitzte Rummenigge genau. Man werde "gemeinsam soziale Projekte und den Dialog über gesellschaftspolitisch kritische Themen fördern", verspricht er. Vorher allerdings müssen die Bayern in der Rückrunde gegen Hoffenheim antreten - und gegen - womöglich von der Lügenpresse lancierte - Gerüchte, die Stimmung beim Meister sei "nicht gut".

So schlecht aber kann sie auch nicht sein, denn Wettanbieter wie Bwin, Bigbetworld sowie Bet365 bieten derzeit nur Quoten von 1,11 auf einen Euro Einsatz an, dass die Bayern im Schulterschluss mit den Scheichs auch diesen Sieg holen. Reich wird, wer dagegensetzt: Für 1000 Euro Einsatz auf einen Hoffenheimer Sieg gibt es derzeit fast 23.000 Gewinn.

1 Kommentar:

wolpertinger hat gesagt…

Die Premierleague (englische Lüga) ist weitgehend schon in Muselhand,die populären „Spitzenvereine“ mit Sicherheit.In good old Tschörmänie hinken wir dieser negativen Entwicklung einfach nur ein bisschen hinterher.Wie so oft.Auch in anderen Bereichen,leider.