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Dienstag, 1. Mai 2007

Abriß-Exkursionen: Speicherstadt Jungfernwiese

Halle, Hinterhof der Stadt. Ganz in der Nähe der Rockstation, von der dumpfe Punkgitarrenklänge herüberwehen, verblühen die Reste der einstigen Industriestadt Halle. Wie ein Hochhaus überragt das Gebäude eines ehemaligen Speichers die Kleingartenanlage an der Jungsfernwiese. In den finsteren Hallen dahinter finden sich die Spuren ausgeschlachteter Versandhaus-Sendungen, Berge von Müll und seltsame Stahlgerippe, die anmuten wie halbfertige Luftschiffe. Fünfzehn Jahre nach dem Auszug der letzten Nutzer überwuchert tiefes Grün die Backsteinmauern, die hölzernen Gewölbe dienen Sprayern als Leinwand und nur ein handgemaltes Segelschiff an einer Wand erinnert noch an die ursprüngliche Funktion des Areals, das einst als Zwischenlager für die Saaleschifffahrt diente und heute verwunderlicherweise einer Magdeburger Maschinenbau-Firma gehört. Die nennt die Ruinen treffend "Außenstelle Halle".

Kommentare:

Gundermann hat gesagt…

klasse fotos. wollte ich immer schon mal hin. krame nachher mal eigen fotos interessanter halle-ecken raus.

panzerbummi hat gesagt…

vor einiger zeit sollten dort lofts entstehen. ich erinnere mich noch gut an die optimistische berichterstattung in der hz. später dachte hoelle-saale über das große graffito nach (oberes bild), ohne zu einem ergebnis zu kommen. interessant ist, dass es in diesem gebiet scheinbar eine stabile reh-population gibt - ich jedenfalls sichtete immer mal wieder exemplare der scheuen tiere.