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Donnerstag, 9. April 2020

FFF: Das traurige Ende einer Jugendbewegung

Aus der Öffentlichkeit verschwunden: Fridays for Future demonstriert sich nur noch gegenseitig, dass der Klimastreik trotz Corona weitergeht.

Sie veränderten die Welt, und das binnen einer Lebenszeit, die kürzer war als die vieler anderer Jugend- und Protestbewegungen. "Occupy Wall Street" existierte drei Jahre, "Pegida" marschierte vier, Attac bracht es auf zehn Jahre und die 68er, damals, 1968, waren erst nach 30 Jahren am Zwischenziel und der ersten Bundesregierung beteiligt. Bei Friday for Future ging alles viel schnelle: Kaum begründet, als Ein-Mädchen-Bewegung im abgelegenen Schweden, rollte die Umweltbewegung der Kinder um die Welt.

Nie beteiligten sich mehr als zwei Prozent der Jugendlichen im Land an den allfreitäglichen Kundgebungen für einen grundsätzlichen Gesellschaftsumbau im Namen des Klimakampfes, selbst in den Hochburgen der Bewegung blieb Fridays for Future eine Elitenbewegung, die keinerlei Massenwirkung entwickeln konnte. Dennoch gelang es der weltweit von der Schwedin Greta Thunberg und in Deutschland von der 25-jährigen Luisa Neubauer präsentierten losen Gruppe in Rekordzeit, die Welt zu verändern, zumindest in Deutschland.

Forderungskatalog der Klimakinder


In einem ähnlichen Tempo wie nach Fukushima arbeitete die Regierungspolitik den Forderungskatalog der Klimakinder ab. Steuern wurden schneller und stärker erhöht als jemals zuvor, andere wurden neu geschaffen. Politiker vom Bund über die Länder bis in die Kommunen beeilten sich, ihre unbedingte Bereitschaft zu zeigen, sich der Hysterie bedenkenlos anzuschließen. Protest regte sich nirgendwo, denn auch Medien waren im Ausnahmezustand. Wer jetzt nicht begann, mehr und noch härtere Maßnahmen gegen "Heißzeit", "Klimaleugner" und CO2 zu fordern, stand selbst unter dem dringenden Verdacht, am Untergang der Menschheit zu arbeiten.  

Ein Durchmarsch zur Macht, der in nur einem Jahr begonnen und vollendet wurde. Als der Bundestag im Oktober 2019  das große Klimapaket beschloss, sprachlich wie immer kompetent designt von der Bundesworthülsenfabrik (BWHF), war der Kulminationspunkt erreicht. In Deutschland war Klima nicht nur Staatsziel, sondern Staatszweck geworden. Das Wetter von 2050 bestimmte den Alltag von 2021. Die Steuerzahler von 2021 waren nun berufen, die Kosten von Klimaveränderungen zu tragen, die ihre Kinder eines Tages ereilen würde.

Das Verschwinden der Weltbewegung


Während Deutschland noch gebannt seine erneut demonstrierte Fähigkeit bestaunte, der Welt und allen anderen Staaten eine Beispiel zu geben, erkrankten im chinesischen Wuhan die ersten Menschen an einem neuartigen Virus. Von Berlin aus gesehen war das weit weg, weiter jedenfalls als das Jahr 2050. Maßnahmen wurde nicht getroffen, Vorsorge war nicht notwendig. Deutschland war, anders als kurz zuvor noch in der Klimabedrohung, gut vorbereitet. Und das Virus - im Unterschied zur Heißzeitbedrohung - nicht schlimmer als eine Grippe.


Als sich das als größtes Fehlurteil seit dem Befehl zum Unternehmen Barbarossa herausstellte, war eine Öffentlichkeitswirkung von Fridays for future eigentlich schon nicht mehr wahrnehmbar. Die wöchentlichen Demonstrationen der Zeit ihrer kurzen Existenz auf die Wohlstandshochburgen im europäischen Abendland begrenzten Bewegung fielen öfter aus als sie noch stattfanden, Greta Thunberg und Luisa Neubauer hatten weiterhin ihre regelmäßigen Medienauftritte, sie hielten Reden und rüttelten auf. Schlagzeilen aber machte Thunberg nur noch mit ihrer frühen Corona-Infektion.

Ende Gelände. FFF tauchte in den Medien noch einmal flächendeckend auf, als zur wirtschaftlichen  Verwertung des Bekanntheitsgrades der Organisation eine Vermarktungsfirma gegründet wurde. Doch das Interesse der Öffentlichkeit war ebenso erlahmt wie die Bereitschaft der jugendlichen Follower, empört und aufgeregt zu sein und das ganze eigene Leben einer Angst zu widmen, was wohl in zehn, zwanzig oder 30 Jahren sein werde. Fridays for future war, ohne dass Aktivisten und Medien das schon bemerkten, nach nur einem Jahr Existenz beendet.

Seitdem laufen Rückzugsgefechte, von der Öffentlichkeit weitgehend ignoriert. Die verbliebenen Klimakämpfer haben ihre Aktionen ins Internet verlegt. Die selbsternannten Anführerinnen mahnen und versuchen, das Virus zu einem Teil ihres Klimaproblems zu erklären. Zudem soll die von der Regierung verhängte Einschränkung von Grundrechten "zeigen, dass auch beim Klimaschutz ein Wandel möglich ist", wie Greta Thunberg verspricht. Das "schreckliche Ereignis" zeige, "wenn wir einmal in der Krise sind, können wir handeln, um schnell etwas zu unternehmen". Gewohnheiten könnten geändert werden und "eine Krise wie eine Krise behandelt". Die verfassungsmäßigen Grundrechte müssten danach allerdings wohl dauerhaft ausgesetzt bleiben, auch nach Corona. denn "im besten Falle machen wir diese Krisenerfahrung zu einer Krisenbewältigungserfahrung und konservieren diese Erfahrungen für die Klimakrise", hofft Luisa Neubauer.





Kommentare:

Gerry hat gesagt…

Die Mädels (Jungs gibt's da wohl keine (mehr)) bestreiken freitags zuhause ihren Homeoffice Unterricht.

Anonym hat gesagt…

Oder die Jungs sehen wie Mädels aus.

Anonym hat gesagt…

Im Moment gibt es ein paar Unklarheiten, ob Corona durch das Klima oder durch G5 verursacht wurde. Ich hoffe, sie finden einen Kompromiss.

Anonym hat gesagt…

FFF wurde abgelöst durch FFP

Anonym hat gesagt…

Das Interlektuellenblatt Der Speiübel hat ja festgestellt: Der Mensch ist schuld.