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Freitag, 14. Juli 2017

G 20: Jetzt spricht das sexy Girl vom Einsatzpanzer

Fünf Minuten Ruhm für Sabrina, die in Hamburg mutig auf einen Panzer kletterte und sich mit Pfefferspraybeschießen ließ.
Ich bin das, das Mädchen auf dem Panzer. Ich war nach G 20 in allen Zeitungen, zum Glück meistens von hinten. Ich habe das dort gar nicht mitbekommen, dass jemand mich fotografiert hat, da oben, auf dem Metallmonstrum. Aber jetzt haben mich Leute angesprochen, "hähähä, Heldenmädchen" oder "dein Arsch hat mir gefallen". Ich wusste erst gar nicht, was los ist. Aber dann wurde es problematisch. Mein Opa hat angerufen, Mädchen, was machst du denn. Und dann Freunde, Sabrina, was war denn da los.

Klar, mein Name ist Sabrina und ich wohne eigentlich in Hessen. Ich bin 24 Jahre alt und auf dem besten Wege, Lehrerin zu werden. Meine Familie ist recht wohlhabend - mein Vater ist Jurist und meine Mutter ist in der Kosmetikforschung tätig. Alles in allem lebe ich in einem sehr guten Umfeld und so war es auch schon immer. Ich glaube, daher kommt auch das Gefühl, dass ich immer meinte, es sei irgendwie ungerecht, dass es mir so gut geht. Und anderen nicht.

Das "Problem": Ich bin deshalb ein Protestler geworden.

Was ist ein Protestler? Genau weiß ich das auch nicht. Ich bin ja nicht vom Schwarzen Block oder ein Protestterrorist oder SPD-Mitglied. Protestler, damitassoziiere ich Leute, die sich nicht mehr alles gefallen lassen, die dagegen sind, dass sich die Führer der Welt treffen, die gegen Hunger aufstehen, gegen Flüchtlingsobergrenzen, gegen Klimaleugner und Chemie im Essen. Wir sind nicht die muskelbepackten, gewaltgeilen, blutrünstigen und psychopatischen Monster, als die uns die Medien darstellen. Wir sind einfach nur Menschen, die besorgt sind, besorgt und wütend auf die Verhältnisse, die so ungerecht sind.

Besorgte Bürger


Ich bin kein gewaltbereiter oder gewaltsuchender Mensch, allerdings muss man das auch nicht sein, um in bestimmten Situationen in Situationen zu geraten, in denen Gewalt das einzige Mittel ist, um seine Unzufriedenheit auszudrücken. Durch zunehmende Überwachung in der Szene und immer stärkere Polizeipräsenz ist es kaum noch möglich, friedlich dort zu demonstrieren, wo Unmenschen wie Trump, Putin doer Erdogan sich versammeln, um die Welt in den Abgrund zu führen. Im Vorfeld von G20 wurde immer wieder Angst vor Ausschreitungen beschworen, um die Sicherheitsmaßnahmen hochziehen zu können. Obwohl diese Angst schlicht grundlos war. Niemand bräuchte auch nur annähernd Angst vor unseren Protesten zu haben, wenn wir sie dorthin tragen dürften, wo die Potentaten und Diktatoren sich treffen. Dann hätten die normalen Stadtbesucher und Shoppinggäste gar nichts von unserem Widerstand mitbekommen.

Erst durch die Überwachungen und die starke Polizeipräsenz wächst aber dann aus der Ohnmacht, nichts tun zu können, die Wut, gerade deshalb etwas tun zu wollen. Also zogen wir uns durch abgelegene Straßen in der Umgebung der Messehallen, um ein Zeichen zu setzen. Solche Zeichen sind ja allgemein sehr schwer zu beschreiben, aber ich versuche es mal, an meinem Beispiel, denn viele haben gefragt, Sabrina, was hat es denn für einen Sinn, sich mit Pfefferspray beschießen zu lassen?

Es geht zum größten Teil um Gruppendynamik bei uns, um Gemeinschaftsgefühl und Motivation, für eine bessere Welt zu kämpfen. Die verschiedenen Gruppierungen in der Protestszene sind sehr durchwachsen. Vom Arzt und Azubi über den Arbeiter bis hin zum Arbeitslosen ist alles vertreten. Die allermeisten von uns haben ein geregeltes Leben mit Kind und Kegel oder sie leben noch bei den Eltern, einig sind wir uns aber darin, dass es nicht so weitergehen kann mit der Welt, weil sie sonst unweigerlich in die Klimakatastrophe stürzt, in einen neuen Faschismus und einen weltweiten Kapitalismus.

Also es kämpfen auch ganz normale Familienväter wie du und ich in der ersten Reihe. Gewalt ist dabei kein Ventil, um Aggressionen rauszulassen - vielmehr sind die kurzzeitigen, heftigen Adrenalinschübe dazu gedacht, auf unser Anliegen aufmerksam zu machen: Beseitigt den Hunger, bekämpft die Armut, sauberes Wasser für alle, weg mit Glyphosat und ungleicher Bezahlung für Männer und Frauen.

Für mehr Gerechtigkeit


Das ist gerecht, finde ich, das ist angebracht und eigentlich für niemanden ein Problem. Nur für mich jetzt, weil mich so viele erkennen. Da ich in einem sehr gepflegten und anerkannten - manchen würden sagen bürgerlichen - Kreis der Gesellschaft bewege, sind nun auch Freunde aus dieser Gesellschaftsklasse mit meinem Einsatz für eine bessere Welt konfrontiert. Die Nachbarn meiner Eltern, ein Onkel, der für die Landesregierung arbeitet, Schulfreunde, die Familie haben oder ein ehemaliger enger Freund und ein momentaner Professor - allesamt hatten sie ein sehr positives und gutes Bild von mir, das jetzt einen schlimmen Kratzer hat.


Nur wenige, die mich besser kennen, wusste bisher, dass ich an vielen Wochenenden unterwegs bin, um die Zukunft unseres Planeten zu sichern. Nun staunen sie, stellen aber durch die breite Medienhetze auch meine Motive infrage. Ich wolle wohl berühmt werden, hat einer gesagt, den ich eigentlich mag. Ich kann ja verstehen, dass sie teilweise geschockt sind, weil es halt sehr unüblich ist, sowas zu tun, sich da auf diesen Panzer zu stellen und sich angreifen zu lassen, brutal und menschenverachtend. Aber ich wollte eben zeigen, wie weit das System zu gehen bereit ist, um seine menschenverachtende Agenda durchzuziehen.

Manche kommen damit halt gar nicht klar, obwohl ich ja ein sehr netter Mensch bin, mitdem es sich super leben und aushalten lässt. Ich stehe mit beiden Beinen voll im Leben und habe keine Probleme mit mir, meiner Umwelt oder sonstiges.

Da stellt es jetzt schon ein Problem für mich da, wenn sich Leute aufgrund der Hamburger Aktion von mir abwenden. Im Grunde finde ich es sehr intolerant von diesen Leuten, nur aus Angst, man könnte mit mir gesehen werden, einen Rückzieher zu machen. Mittlerweile habe ich auch selbst Angst, dass das Ganze mein Leben zerstören könnte. Wer nimmt eine Lehrerin in den Staatsdienst, die als Staatsfeindin in irgendeiner Datei vermerkt ist? Kann einem nicht sofort der Stempel "asozial, krank, psychopatisch, masochistisch" verpasst werden? Fällt das alles nicht auf meine Eltern zurück, weil die Leute vielleicht denken, die haben sich nicht genug gekümmert, mich vielleicht missbraucht, so dass ich jetzt irgendetwas kompensieren muss?

Ich weiß es im Moment nicht, ich weiß gar nichts mehr.


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Kommentare:

Gerry hat gesagt…

Das ganze wirkt planmässig. Von mehreren Seiten fotografiert, knallige Farben, weibliche Reize, martialischer Gegenüber. Alles sehr ästhetisch in Szene gesetzt, selbst das Pfefferspray. Und natürlich schicke Story vom Meister der Texte; persönliche Motivation vor einem dekadenten Hintergrund, überflüssig, dekonstruktiv, ins Nichts stoßend, dem Feind in die Karten spielen.

Anonym hat gesagt…

Und trotz Allem! Der Ars*h. Hammer!

Anonym hat gesagt…

Mädchen, werde erst mal erwachsen.

Gernot hat gesagt…

Sie ist gegen Flüchtlingsobergrenzen?
Dann ist sie ja doch auf völkischer Seite, wie schön. Es gibt ja welche, die behaupten, die gegenwärtig einzige Chance, ein deutsches (Rest)Volk aus Abstammungsdeutschen zu bewahren, bestünde in der ungezügelten Masseneinwanderung, die Reethnisierung einer abstammungsdeutschen Minderheit bewirken würde.

Oder ist ihre gesamte Stellungsnahme ausgedacht und Satire? Da blicke ich jetzt zugegebenermaßen nicht durch.

Anonym hat gesagt…

es wurde GAS freigesetzt

https://www.youtube.com/watch?v=71DdxJF8rmg

VEB Reichsgaserprobungsstelle III ( ehem. Fachamt T4 )

René hat gesagt…

Hey, die Aktion mag evtl. etwas naiv gewesen sein, da die Message 'wie weit das System geht' nicht unbedingt begriffen werden muss, aber ich persönlich halte das für eine gute (symbolische) Protestaktion. Ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich mich das getraut hätte - Respekt dafür.
Das mag vllt. etwas hart klingen, aber ich würde 'drauf scheißen' was irgendwer irgendwie über mich (dich) denkt, es gibt viele 'falsche Freunde' und mit deiner Aktion kannst du jetzt gut die Spreu vom Weizen trennen. Es mag nicht einfach sein, aber lieber auf ein paar verzichten wenn man dafür erkennt, wer wirklich zu einem hält.
Lass dich nicht unterkriegen :)
Grüße

Anonym hat gesagt…

René ist ein Vorname für Tucken, wie etwa Sascha.
Das Ding ist derartig billig inszeniert, daß es eine Sau graust.
Mit wenig macht man Wögg froh.

Spritzig hat gesagt…

Diese spätpubertäre Panzerwagenbesteigerin als Botschafterin der Generation Smartphonegaffer wird mit der Zeit sicher auch begreifen, dass man Männer glücklich macht, wenn man bzw. frau sie auf andere Art zum Spritzen animiert. Tut dann in den Augen auch nicht so höllisch weh.

Aber vielleicht steht sie ja bereits auf Sadomaso. Die sind heute ja bereits früh das gesamte Tantrayoga rauf und runter gerutscht und haben nicht nur Nietsches Peitsche genossen. Und ab 35 sind alle Nerven dann an Überreizung abgestorben und folgt das ultimative Burnoutsyndrom samt Nekrophilie.

O tempora, o mores.

Anonym hat gesagt…

Eine Erzieherin hat mir gegenueber einmal geaeussert,
dass "Kevin" kein Name sei, sondern eine Diagnose.

Ich bin zur Ueberzeugung gelangt, dass es sich mit
dem Namen "Rene" nicht anders verhaelt.

Anonym hat gesagt…

Es wäre eine einsatztaktische Katastrophe, hätte die Polizei nicht massiv mit Wasser und Tränengas versucht, dich da herunter zu bekommen. Du warst schließlich einfach ein unkalkulierbares Risiko. Niemand konnte nunmal wissen, ob du 'nen Brandsatz oder Sprengstoff oder sonst etwas mit dir herum trägst. Daher ist es irgendwie unsinnig, hier das Vorgehen der Polizei zu kritisieren...

Davon ab ist Militanz kein akzeptables Mittel zum Aufzeigen von Problemen in einer Demokratie.