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Mittwoch, 16. Mai 2007

Giganten des Guten


Ein Treffen der Giganten des Guten, ein Stelldichein in einer gedachten besseren Welt. "Die Welt schaut auf Deutschland" sprach U2-Sänger Bono Vox, als er den SPD-Vorsitzenden Kurt Beck traf, der zwar eigentlich nur Schlager liebt, sich aber prompt mit dem Satz revancierte, Deutschland werde sich beim anstehenden G8-Gipfel dafür einsetzen, "die Lage der Entwicklungsländer weiter zu verbessern".

Kurt Beck, den nach einer Umfrage immer noch rund die Hälfte der Deutschen für den Chef der beinahe gleichnamigen Brauerei hält, dankte dem irischen Rockstar für seinen "mehr als zwei Jahrzehnte andauernden Kampf gegen Aids und Armut in Afrika", in dem er "schon viel bewirkt" habe. Gleichzeitig forderte der SPD-Vorsitzende, dass sich "das Engagement des Sängers auch in der Politik widerspiegeln müsse".

Dieser Satz steht genauso in der offiziellen Pressemitteilung der SPD, was er besagt, kann an dieser Stelle leider nur vermutet werden. Soll Bono Bundeskanzler werden? Oder König von Afrika? Will Beck das neue Grundsatzprogramm als Konzeptalbum veröffentlichen? Oder auf der nächsten U2-Tour das pinkfarbene Pink-Floyd-Schwein covern? Wie auch immer, Beck und Deutschland sind mit ihm und werden, so der Schlagerbeauftragte der SPD, "beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der acht wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt (G8) die Armutsbekämpfung und Entwicklungspolitik ganz nach oben auf die Tagesordnung bringen." Beck versicherte, dass sich Deutschland beim anstehenden G8-Gipfel in Heiligendamm auch bei seinen internationalen Partnern stark machen werde, damit die versprochene Hilfe zur Armutsbekämpfung auch erfolge.

Darob kommt jetzt wieder richtig Stimmung in Afrika auf, dem die versammelten G8-Staatschefs mit Beck-Vorgänger Gerhard Schröder in der Mitte bei ihrem letzen Gipfel vor zwei Jahren versprochen hatten, ihre Entwicklungshilfemittel um 25 Milliarden zu erhöhen.

Damals hatte sich Deutschland stark gemacht, woraufhin die USA und Japan ihre Hilfe für Afrika tatsächlich hochfuhren. Deutschland hatte sein Teil mit dem stark machen erledigt: Nach Angaben von Bonos Rettet-die-Welt-Kollegen Bob Geldof liegt das Land der Mahner und Versicherer allein für 2007 um schlappe 700 Millionen Euro hinter seinen Förder-Versprechen.

1 Kommentar:

panzerbummi hat gesagt…

bussi-beck ist immer dort, wo es nicht wehtut. ein wohlfühl-politiker, der breit grinsend noch breiteren unsinn verzapft. eine echte kanone. ein kanzlerkandidat.