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Sonntag, 21. Februar 2010

Fette Vorbilder

Kurz bevor der großen Hartz4-Diskussion der Atem ausging, schwenkte auch die seriöse Illustrierte "Zeit" um. Gerade nach hatte das Blatt herausgefunden, dass Guido Westerwelle ein "schräges Zahlenspiel auf dem Rücken der ärmsten der Armen treibt, da stellte sich plötzlich heraus, dass Zahlenspiele auch noch viel schräger gehen. Giovani di Lorenzo, bis dahin als Rassist und Fremdenfeind kaum aufgefallener "Zeit"-Chef, fragt anhand einer vor "drei Monaten veröffentlichten Studie des Bundesarbeitsministeriums", warum "Migranten und ihre in Deutschland geborenen Nachkommen doppelt so häufig auf Sozialhilfe angewiesen wie der Rest der Bevölkerung?"

Eine ungeheuerliche Unterstellung, die Maria Böhmer Futter für noch mehr Sperrfeuer auf die Menschen liefert, die erst so fremd waren und uns heute schon so vertraut sind, wenn sie im Afrika-Laden Flechtzöpfe verkaufen und dabei temperamentvoll palavern oder in der Straßenbahn freundlich fordern "guck mich nicht so". "Alarmierend" sei die Quote der Migranten unter den Beziehern von Hartz IV, ist der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung beim Lesen der "Zeit" aufgefallen. Doppelt so häufig wie Deutsche ohne Migrationshintergrund bezögen Menschen aus Zuwandererfamilien Hartz IV, klagt Böhmer, statt sich zu freuen, dass Zugezogene aus aller Herren Länder wenigstens in diesem Bereich nicht nur oberflächlich in die Mehrheitsgesellschaft integriert sind, sondern sich bietende Chancen in der neuen Heimat bereits besser nutzen als viele Alteingesessene.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Nach einer vor zwei Jahren veröffentlichten Studie des Augsburger Gesundheitsamtes sind Immigrantenkinder bereits heute nicht nur doppelt so häufig von Hartz 4 abhängig, sondern dadurch auch weitaus besser ernährt als die Kinder deutscher Eltern. Kinder, die nicht Deutsch zur Muttersprache hatten, waren etwa doppelt so häufig übergewichtig oder fettleibig wie Deutsch sprechende Kinder, so die Forscher der Fachzeitschrift "Deutsches Ärzteblatt" zudem sähen sie mehr fern, trieben weniger Sport und äßen weniger Mahlzeiten pro Tag am gemeinsamen Familientisch.

Nach Angaben der Experten war fast jedes siebte Kind mit Migrationshintergrund übergewichtig, jedes zwanzigste sogar fettleibig - ein Erfolg konsequenter Ernährung mit sogenannter "Wohlstandsnahrung", also Fastfood und Fertiggerichten. Besonders dick seien türkisch sprechende Kinder. Hier sind mehr als 20 Prozent des Nachwuchses übergewichtig oder fettleibig, während es bei deutschen Eltern nur zehn Prozent und bei russisch sprechenden Kindern sogar nur 7,6 Prozent sind.

Noch ist der Wissenschaft nicht restlos klar, wie es zu solch gravierenden Unterschieden kommen kann. Kinder aus ImmigrantInnenfamilien seien zwar im Durchschnitt verglichen deutschen Kindern weniger sportlich. So seien fast zwei Drittel nicht Mitglied eines Vereins, bei den deutschen hingegen nur 42 Prozent. sowohl die überdurchschnittlichen dicken Türken als auch die unterdurchschnittlich dicken russischstämmigen Kindern säßen mit täglich ein bis drei Stunden doppelt so lange vor Fernseher oder Computer wie ihre deutschen Altersgenossen. Hier hätten die deutschen Kinder offenbar noch Nachholbedarf, hieß es im politischen Berlin. SPD-Chef Sigmar Gabriel prescht inzwischen mit einer eigenen Fehlernährungskampagne voran: Mit Hilfe eines eigens herbeizitierten "Bild"-Leserreporters, der hauptberuflich für die SPD tätig ist, ließ sich der frühere Pop-Beauftragte, Bärenpate und SPD-Chef beim Dinieren in der Fastfoodkette McDonalds erwischen, wo der Pfundskerl sich ein Schälchen Grünes holte, um sein Übergewicht zu halten.

Kommentare:

ulysses hat gesagt…

"Zahlt sogar slebst bar!" die dekadenz dieser sozialschmarotzer ist jawohl kaum noch zu überbieten.. sind sich sogar zu fein ihre lebensmittelkarten rauszuholen.. widerlich!

Die Anmerkung hat gesagt…

Und die verwöhnten und verhätschelten Westkinder erst!