Google+ PPQ: Gefährliche Fake News: Nähtipps von #maskeauf

Montag, 30. März 2020

Gefährliche Fake News: Nähtipps von #maskeauf


Die "Tagesschau" warnte zum Glück frühzeitig vor den verhängnisvollen Folgen des Bedürfnisses, eine Maske zu tragen.

Als das Coronavirus Deutschland erreichte, wurde Gesundheitsminister Jens Spahn deutlich: Deutschland würde diese Krise mit offenem Visier abreiten und Gesicht zeigen gegen das tückische Virus. Bangemachen gilt nicht und Staaten, die mit Hilfe einer Maskenpflicht gegen die Ausbreitung der Seuche anzutreten versuchten, irrten gründlich. Spahn wurde deutlich: Statt sich mit einer Atemmaske vor der Tröpfcheninfektion zu schützen, sei es viel besser, sich immer mal die Hände zu waschen.

Klare Worte, die in eine klare Strategie mündeten. Auch acht Wochen nach dem Beginn der heißen Phase der Durchseuchung meidet die Bundesregierung jede Empfehlung an die Bürgerinnen und Bürger, sich mit Mundschutz-Masken auszustatten. Masken gelten als Verursacher unschöner Bilder, die die Bundeskanzlerin nicht sehen möchte. Passanten mit Masken in deutschen Städten könnten Teile der Bevölkerung beunruhigen und dadurch mehr Schaden am gesellschaftlichen Klima anrichten als ein paar Infizierte mehr oder weniger, die von einem hervorragend vorbereiteten deutschen Gesundheitswesen schnell und sicher wieder in die Wertschöpfungskette reintegriert werden.

Die Elite wird unruhig


Ausgerechnet Deutschland Kunst-, Kultur- und Wissenschaffende aber, traditionell treu zur rechtsstaatlichen Ordnung stehend, haben jetzt eine Fake-News-Kampagne losgetreten, die alle Bemühungen der Bundesregierung um "Transparenz und Offenheit" (Spahn) in der Maskenfrage zunichte zu machen droht. Unter dem Hashtag #maskeauf fordern Prominente, Fernsehstars und Influencer wie die Talkshowleiterin Anne Will (Foto unten) ultimativ dazu auf, Schutzmasken zu tragen. Obwohl die gegen die Ausbreitung des Coronavirus gar nichts nützen, "weil sie nicht vor einer Infizierung schützen", wie die staatliche Nachrichtenagentur DPA noch einmal rekapituliert.

Was ist da los? Fehlt es inmitten der "größten Bewährungsprobe seit dem Zweiten Weltkrieg" (Merkel) jetzt nicht nur an Beatmungsbetten, Gummihandschuhen und Klopapier, sondern auch an der bewährten engen Abstimmung zwischen der Geschäftsführerin der Will Media GmbH und der Chefin der Deutschland AG? 

Unwidersprochen  selbst von den unermüdlichen Falschmeldungsjägern der Meinungsfreiheitsschutzabteilungen des Bundesblogampelamtes (BBAA) im mecklenburgischen Warin verbreiten seit Tagen unzählige bekannte und weniger bekannte Namen über Fakenews-Schleudern wie Twitter, Facebook und Instagram irreführende Parolen, nach denen "der Schutz für Nase und Mund kann tatsächlich helfen" könne, "die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen". Deshalb sei "das Tragen eines Mundschutzes keineswegs eine übertriebene Vorsichtsmaßnahme", heißt es da. Dabei würde ein weltweiter Mangel an medizinischen Mundschutzmasken, den kein deutscher Politiker zu vertreten hat, zweifelsohne noch verschärft, statteten sich 83 Millionen Deutsche mit Masken aus, obwohl wissenschaftlich bisher gar nicht endabschließend erwiesen ist, dass oder inwiefern Masken vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen oder sie im Gegenteil befördern.

"Hinreichend" und "deutlich"



Auch das Robert Koch-Institut (RKI), die oberste deutsche Instanz bei der Beobachtung der Seuche, betonte vor seinem vorübergehenden Verschwinden aus der Öffentlichkeit, dass es keine hinreichenden Belege dafür gebe, dass gesunde Menschen, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen, ihr Ansteckungsrisiko damit deutlich verringern. Die Betonung liegt auf "hinreichend" und "deutlich", denn weil es keine Masken gibt, müssen alle so tun, als ob sie nicht wichtig wären, wie der Fernsehmeteorologe Jörg Kachelmann feststellt. "Dieses Ausmaß der Verarsche ist schon sehr unangenehm, auch wenn ich die Motivation dahinter verstehe, dass der Staat lieber nicht gefragt werden möchte, warum es keine Masken nicht gibt."

Zu den wichtigsten und effektivsten Schutzmaßnahmen für die Allgemeinbevölkerung zählen nach offizieller Lesart wie vor gute "Händehygiene" (von der Leyen) sowie Abstandhalten. Daran kann immerhin kein Mangel ausbrechen.

Doch nun schießen die Selbstdarsteller quer: Der Virologe Alexander Kekule fordert eine Maskenpflicht, sein Konkurrent Christian Drosten stellt plötzlich fest, dass "Krankheitsübertragungen durch das Tragen von Masken reduziert werden". Und selbst die Bundesärztekammer stellt sich gegen die Regierungslinie und empfiehlt Bürgern das Tragen "einfacher Schutzmasken", weil jede Art von Tuch herumfliegende Tröpfchen abfingen.

Rechtspopulistische Masken-Panikmache


Dabei handelt es sich um eine ganz neue Eigenschaft des Virenträgerstoffes, der im Gegensatz zu allen Versicherungen von Experten und Politikern aus den  vergangenen acht Wochen steht. Statt dass sich Deutschlands Prominente, die intellektuellen Leuchttürme aus Schauspiel, Ansagerbranche, Gesang, Tanz und Influencing, nun kompakt und kollektiv gegen die Art rechtspopulistischer Panikmache engagieren, wird Angst geschürt. Wer niese, verteile Tröpfchen, wer ein gekaufte Maske oder auch nur einen Schal oder Ähnliches vor Mund und Nase hat, fange die Tröpfchen damit ab, heißt es in einer brandneuen Erkenntnis aus der Raketenwissenschaft.

In die Praxis umsetzen soll diese grundstürzende Erkenntnis ein Virus-Volkssturm, der landauf, landab behelfsmäßige Masken näht. Es gebe "sinnvolle Gründe, selbst gebastelte Masken zu tragen" heißt es nun in einer Volte, die mit dem Vorurteil aufräumt, Virologie sei eine mehr oder weniger exakte Wissenschaft  und Politik ein Gewerbe, das mit dem Vertrauen von Wählerinnen und Wähler wirtschaften muss. Die Maske, selbst gebastelt, von Rentnern, Schülerinnen oder gesellschaftlich engagierten Häftlingen genäht, ist nun eine „Höflichkeitsgeste“, die "Menschen, die das Virus bis heute nicht ernst nehmen, daran erinnert, dass die Lage sehr ernst ist", wie Christian Drosten meint.
Ein Vorteil beim Tragen des Mundschutzes sei es seit wenigen Tagen auch, dass man sich weniger mit möglicherweise kontaminierten Fingern an Mund oder Nase berührt und so Schmierinfektionen vorbeuge.

Aufruf von Prominenten


Die Funktion der Masken wäre damit geklärt: Die Initiative „#maskeauf“ zielt augenscheinlich direkt darauf ab, die Legitimität  der Entscheidungen der Bundesregierung zu unterminieren und unberechtigte Zweifel an der wissenschaftlichen Fundiertheit von Aufrufen zum Vermeiden des Tragens von Masken zu wecken. Stattdessen legt es die gesellschaftliche und künstlerische Elite aus Sängerinnen wie Lena Meyer-Landrut, der Autorin Charlotte Roche, dem Moderator Jan Köppen und dem CDU-YouTuber Rezo darauf an, im Land apokalyptische Szenen heraufzubeschwören, indem Menschen zu Millionen dazu verleitet werden, mit selbst gebastelten Maske aus T-Shirt-Stoff, Staubsaugerbeuteln und Damenslips auf die Straße zu gehen.

Ziel ist es, Unruhe zu schüren, die gemeinsamen Anstrengungen im Kampf gegen das neuartige Virus zu unterminieren und der kleinen, aber gefährlichen Minderheit in die Hände zu spielen, die noch nicht verstanden hat, dass es jetzt mehr denn je gilt, die Reihen zu schließen, zusammenzustehen und Gesicht zu zeigen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wie immer, köstlich und treffend. Danke.

Anonym hat gesagt…

Wir sollten das nicht als Kritik oder Korrektur der Maßnahmen der ungebrochen beliebten und erfolgreichen Regierung verstehen, sondern als bürgerschaftlich engagierte Ergänzung der Maßnahmen für die unverbesserlichen Hypochonder unter uns.

Die Anmerkung hat gesagt…

Ein wichtiger Aspekt wurde nicht ausgeleuchtet. Zu Hause kann ja jeder Maske tragen wie er seine Kinder erschrecken will, doch in der Öffentlichkeit gilt nach wie vor das Maskierungsverbot, auch wenn man alleine oder zu zweit demonstriert.

Im Coronagesetz steht nicht von zeitweiliger Suspendierung dieses gewichtigen Staatsschutzparagraphen. Die Grundrechte hingegen, das wissen wir ja nun, die darf in Berlin zum Beispiel ein dahergelaufener Bürgermeister abschaffen. Das Pqrlament ist für solche Dienstleistung am Durchregieren und auf Diktatur machen gar nicht mehr nötig.

Maske tragen ist gesetzlich verboten. Der gesetzestreue Bürger hält sich dran. Und diese rechten Demokratieluschen aus Funk und Fernsehen könn mich mal. Ich trage Küchenrolle. Meine Staatsreserve (FFP2) nutze ich erst auf Führerbefehl. Ich gehorche.

Abgesehen davon, geben die schon unter normalen Kriegsbedingungen durch die Bank weg ein trauriges Bild ab. Aber wer ihr Auftreten in diesem Kriegswinter verfolgt, der muß zu erheblichen Zweifeln an der Zurechnungsfähigkeit und vor allem Bildschirm- und Mikrofontauflichkeit dieser Spitzbuben kommen. Es ist ein Bild das Jammers, was die abliefern. So. Und so auch.

ppq hat gesagt…

stimmt natürlich. vermummung und schutzbewaffnung sind ja straftaten. da wird es in bälde zu einem run auf die gerichte kommen

Die Anmerkung hat gesagt…

Don Alphonso

Was meint Ihr, wie lange wird es noch dauern, bis unsere regierungsnahen Sender aus ihrer alten "Masken nützen nichts"-Ministeriumversagenswahrheit eine neue "Jetzt muss man Masken tragen"-Anweisungswahrheit machen?
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Sven 🚨 allein zuhaus 🚨 🌻

Österreichs Bevölkerung wird mit Schutzmasken ausgerüstet. Das kündigt Bundeskanzler Sebastian Kurz auf einer Pressekonferenz in Wien an. Die Masken sollen über die Supermarktketten österreichweit verteilt werden. Das Tragen der Masken z.B. im Supermarkt soll verpflichtend sein.

https://twitter.com/_donalphonso/status/1244559040975339521
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Arrgghhhhh. Man kann doch die in aller welt geachtete blaue Jacke nicht derart demaskieren. Das schickt sich einfach nicht.

Hase, Du bleibst hier... hat gesagt…

Ja, die Schutzmasken. Sie werden uns lange begleiten. Erst überflüssig, jetzt überlebenswichtig. Mein Verein hatte mal einen Stürmer, ein Chancentod vor dem Herrn. Darauf angesprochen sagte er im Interview: „Ich bin wie eine Ketchupflasche, erst kommt nichts und dann kommt alles auf einmal“. So wird es auch mit dem Masken sein. Nicht, weil sich die Regierung kümmert, nein, man kann viel Geld damit verdienen. Ein Herr LindemÄnn gab den Startschuss, Fuck Corona steht auf der Maske am Merchandisingstand. Als ob er sich je an eine Corona erinnern könnte. Egal, der Geist ist aus der Flasche. Wie bei allen Produkten im Markt gibt es einen ständigen Innovationsdruck. Wohin die Reise geht, zeigt dieser kurze Ausblick.

Vorsichtig, ganz vorsichtig entdeckt die Werbewirtschaft die reinweißen Flächen als mögliches Werbemittel. Mundwasser, Zahnpasta, homöopathische Kräuterelixiere – ja, das passt. Die Markenartikler und Daxkonzerne wollen auf den Zug aufspringen, trauen sich aber noch nicht so richtig. Sie machen den Umweg über die Schutzmaske, die jetzt selbstverständlich zur Arbeitskleidung gehört. Logos und Claims, natürlich in der Hausfarbe, Audi-Ringe mit „Vorsprung durch Technik“, die Telekom „Erleben was verbindet“ und Langnese verspricht „Löffelzarten Genuss“. Ratz-Fatz ist die Straße erobert, kunterbunt geht das Leben weiter- nur mit Maske eben.

Ist diese Sau durchs Dorf getrieben, sehnen sich die Menschen nach mehr Individualität. Die Ultras meiner Stadt präsentieren die stolze Kogge auf der Schutzmaske, fest vernäht mit der Sturmhaube, in den Farben des Vereins. Die Trefferfläche ist Carbonverstärkt, so hilft die Maske nicht nur gegen Corona, sondern auch gegen Schläge mit einem Quarzsandhandschuh. Aber Fußball ist ja erst mal nicht.

Die Firmen myMaske, Schutzmaske24 und YourMaske-online bieten an über eine App ein Selfi hochzuladen. Dank fotorealistischem Digitaldruck in HD, erhält wer will, seine persönliche, täuschend echte Schutzmaske, exakt angepasst an Hautton, Wangenrouge etc. Dank Photoshop für Männer glatt rasiert, mit Schnäutz oder Hipsterbart. Für die Damen natürlich mit Make Up und unterschiedlichen Lippenstift, passend zum Oberteil.

Und die Reise geht weiter. Schutzmaske 2.0, und welche Rolle Dietmar HÖpp spielt, demnächst hier zu lesen, wenn ich darf.

Hase, Du bleibst hier... hat gesagt…

Teil 2.

Über die gemeine Schutzmaske, die einfach nur schützt, zur Werbe- und individualisierten Maske, als Zusatznutzen,ich hatte berichtet. Nun erreichen wir das nächste Level.Die Schutzmaske 2.0 mit zusätzlichen, praktischen Funktionen, die das Zusammenleben erleichtern. Vorreiter ist die Medical Care Firma CureWag des Milliardärs Dietmar HÖpp, der als Förderer des American Football in seiner Region bekannt geworden ist. Das Team um HÖpp entwickelte als Erster eine Multifunktionsschutzmaske mit einer Diversionsfläche unter der Nase. Liquid Energy, stimulierende Esssensen, oder auch Öle, die aus ökologisch angebautem Hanf gepresst wurden, können so, wohl dosiert verabreicht werden. Das ermöglicht eine erhebliche Leistungssteigerung im Großraumbüro, an der Supermarktkasse und an den Druckmaschinen der Bundesdruckerei. Auch an die flüssige Pille für den Mann, Sie wissen schon, wurde gedacht. Aber das ist privat und tut hier nichts zur Sache

Ein weiteres Feature der Multifunktionsmaske ist ein kleiner Stutzen, passend zur Rundung einer Filterzigarette. So muss die Maske zum Rauchen nicht abgenommen werden, ein Membran erleichtert das Ausatmen und schützt zusätzlich die Umwelt durch einen eingebauten Hepa-Filter.

Heftige Proteste und Vorwürfe von Diskriminierung und Rassismus erhebt der 1. Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Eiman E. Mayzek. Das Mundstück der handelsüblichen Wasserpfeifen passe nicht in den Stutzen der Multifunktionsmaske 2.0. Mayzek gibt nun selbst Masken für seine rauchende Gemeinde in Auftrag, die dann auch noch Halal sein sollen. Die Lieferung aus Damaskus wird stündlich erwartet.

Weniger bekannt, also streng genommen äußerst geheim, ist die Produktion einer Multifunktionsmaske 2.0/Deluxe für die oberen Zehntausend. Diese enthält, neben der genannten Ausstattung, noch einen Adapter zum Anschluss eines Beatmungsgerätes to go, ebenfall aus dem Hause Medical Care CureWag. Ein Verkaufspreis dieses Bundles ist nicht bekannt und für Leute, die von den Zinsen ihrer Zinsen leben können, selbst wenn es keine Zinsen mehr gibt, auch egal.

Über weitere Innovationen aus der StartUp-Szene würde ich gern in meinem dritten und letztemTeil berichten, wenn ich darf. Ich bin ja hier nur Gast und treuer Leser – mit viel Zeit in Kurzarbeit.

Hase, Du bleibst hier... hat gesagt…

Teil 3.

Die Corona Atemschutzmaske als Must-have und Lifestyleprodukt, bringt die kreative Gründerszene schlicht um den Verstand. Viele kennen diesen Herdentrieb noch aus dem Winterurlaub. Da kamen welche im Skianzug mit Helm zum Abres-Ski, die vorher gar nicht auf der Piste waren. Ein DressCode, der freiwillig eingehalten wird - oder besser werden muss, sonst ist man nicht wirklich mit dabei.

Die Schwulen - und Lesbengemeinde schmückt sich mit einer Schutzmaske mit bunten Regenbogen aus fluorezenzenden Farben, die das Licht mal grell mal soft reflektieren. So funktioniert die Maske auch in Bars und Clubs mit diffuser Beleuchtung und bei romantischem Kerzenschein. Die gewünschte Präferenz wird mit Piktogrammen, die wir auch von Toilettentüren kennen, neben dem Regenbogen aufgezeigt. Es gibt auch Schutzmasken, die sind für alles offen – außer für Corona natürlich.

Neues im Schutzmaskenmarkt gibt es auch für natürlich Liebende oder liebe Suchende. Natürlich, weil das die Natur so eingerichtet hat, sonst wären wir alle nicht mehr da. Die führenden 10 Online Partnervermittlungen haben ein Kartell gebildet und ihre gemeinsame Dating-Schutzmaske entwickelt und patentieren lassen. Diese Dating-Schutzmaske gibt es nicht zu kaufen, nur in Verbindung mit einem Jahresvertrag, egal welcher Anbieter. Warum ? Weil sie ohne Software, Datenbank und Screen funktioniert. Also auch ohne Dating-Portal. Da müssen die nochmal richtig Asche machen und dann die Bude abschließen. Und so funktioniert es. Auf der rechten Seite der Maske ist ein, nur schwach sichtbares, LED Herz, aktiv mit grünem Licht. Die Minizelle und der Auslöser befinden sich hinter den linken Ohr. Mann oder Frau suchen den Blickkontakt, bei Biss streicht man sich locker durchs Haar und hinter dem Ohr wird der Schalter aktiviert. Wird grün erwidert, steht kein Korb mehr im Weg. Wird nicht grün erwidert schaut man weg oder schüttelt sanft den Kopf. Etwas menschliche Interaktion ist ja auch mal wieder was. Keine Fake-Profile, kein - weiß ich auch nicht, gestern war ich noch schlank-, kein Bild von der Schwester oder von vor 10 Jahren. RealLife – funktioniert tadellos in Bus, U-Bahn, am Bankautomaten und im Bürohaus sowieso.

Die Reiseschutzmaske erleichtert die verbale Kommunikation. Sprechen und verstanden werden ist ohnehin mit Maske schwierig. Da erleichtert es doch ungemein, wenn man sofort mit der richtigen Sprache konfrontiert wird. Länderflaggen auf der Schutzmaske geben einen Überblick was gesprochen und verstanden wird. Wer mehrsprachig ist, stellt die Flagge der Muttersprache etwas größer dar. Das lässt sich natürlich diversifizieren und runter brechen auf alle Sprachen und Dialekte. Für den innerdeutschen Reiseverkehr z.B. mit dem Stadtwappen von Landshut oder Stralsund.

Die verpflichtend zu tragende Bürgerschutzmaske wäre der Traum der ausführenden Gewalt. Abzuholen beim Einwohnermeldeamt oder persönliche Zustellung durch den ABV. Polizei und weitere Dienste mit Scanner prüfen mit QR- oder Strichcode auf der Schutzmaske alle persönlichen Daten, auch mit Zugriff auf die digitale Krankenakte – sowie auf die zugeteilte, wöchentliche Ausgehzeit.

„Bürger, ihre Ausgehzeit ist um“

Hier gehe ich nicht weiter in die Tiefe. Zu gefährlich.

Herzlichen Dank für Ihre Lesezeit.