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Freitag, 21. März 2014

Jugendherbergen: Schließtage retten Ökobilanz

Einmal pro Woche sollen Gäste auf den Besuch deutscher Jugendherbergen verzichten. Der Grund: Pro Übernachtung können knapp 14 Kilo Kohlendioxid gespart werden. Auch bei der Energieversorgung wird künftig auf Öko gesetzt - trotz Mehrkosten für die Umwelt. Das hat der Haupverband der deutschen Herbergen beschlossen.

Statt nur bundesweit pro Woche einen fleischlosen Tag für alle Gäste einzuführen, wie es ursprünglich geplant war, wagen die deutschen Jugendherbergsväter damit einen großen Wurf. Anfangs habe man mit einem sogenannten Veggie-Day geliebäugelt, an dem es definitiv keine Alternativ-Gerichte mit Fleisch geben sollte, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerks, Bernd Dohn zum Hintergrund der tageweisen Schließung aller Jugendherbergen. Hintergrund seien Erfahrungen mit einem Nachhaltigkeits-Modellversuch des Landesverbands Unterweser-Ems in den vergangenen drei Jahren gewesen, bei denen viele Gäste dann auswärts gegessen hätten.


Damit sei der Versuch, Menschen mit mildem Zwang weg vom Fleisch zu erziehen, gescheitert gewesen. So sei die Idee mit der Öko-Schließung entstanden. „Das ist ein sehr innovatives Modell, das soll jetzt in die Landesverbände gehen“, sagte Dohn. Da eine Übernachtung in einer Jugendherberge 14 Kilogramm Kohlendioxid verursache, werde der Ausstoß des Klimagases durch jede Übernachtung, die nicht stattfinde, nachhaltig vermindert. In den 34 Jugendherbergen im Nordwesten Niedersachsens sei das bereits probiert worden - ein Tag in der Woche ohne Gäste entlaste die Klimabilanz des Jugendherbergswerkes um rund 14 Tonnen CO2.

Petra Böttcher, die in einer Herberge auf Borkum arbeitet, berichtet von ersten positiven Erfahrungen. In einer Auseinandersetzung mit einem Lehrer gehabt, der sich wegen des Öko-Schließtages ausgegrenzt gefühlt habe, habe sie nur mit demKopf geschüttelt. "Da fehlten mir dann irgendwann auch die Worte", sagte sie. Grundsätzlich sei die Akzeptanz der Gäste aber so positiv gewesen, dass derzeit über einen zweiten und dritten geschlossenen Tag pro Woche nachgedacht wird. Bei drei Tagen käme der Verband insgesamt auf 42 Tonnen CO2, die nicht entstünden, rechnet Bernd Dohn vor.

Allerdings hindere jeder Schließtag die Herbergen gleichzeitig daran, den eigenen CO2-Fußabdruck in der Umwelt durch die Verwendung von noch mehr Bio-Produkten und einer Energieversorgung aus Ökostroh und Strom aus erneuerbaren Energien wirksam zu verkleinern. Damit seien zwar bisher Mehrkosten verbunden gewesen. "Aber alle Mitarbeiter haben gern auf Gehalt verzichtet, um das zu kompensieren", sagte Richter. Als gemeinnützige Einrichtungen hätten die Jugendherbergen in dieser Frage seiner Meinung nach auch einen pädagogischen Auftrag, betonte er.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Immer wieder zu sehen, wie Leute auf einer schon mausetot gerittene Sau (hier der Vedschiedej) Rodeo reiten, erzeugt eine Mischung aus Amüsement und Abscheu.

Teja hat gesagt…

Nicht die zynischen Berufspolitiker machen mir Angst, sondern deren willige Vollstrecker wie Petra Böttcher. Die haben das so verinnerlicht und übernommen und sehen/verstehen nicht mehr.

Anonym hat gesagt…

Ich bezweifle, dass Tage, denen die JH geschlossen ist, wirklich positiv für die Ökobilanz ist. Jeder, der an so einem Tag eine Übernachtung braucht, wird dann woanders übernachten und dabei wahrscheinlich eine wesentlich größere Menge CO2 verbrauchen. Wenn man die Argumentation zu Ende denkt, dann kann man die JH auch ganz schließen, dann fällt da überhaupt kein CO2 mehr an.

Anonym hat gesagt…

Sollte das keine typische, staubtrockene PPQ-Satire sein, so ist es eines der dämlichsten Dunnfuge ever.
Denn, durch Verbannung der pöösen Zehohzwoh-Produzenten aus den JHs s werden dadurch nur andere „Lokäschens“ stärker „belastet“.
Das „Integralum Ringsherum“ über alle Zehohzwoh-Quellen (über Fläche und Zeit) bleibt nämlich im wesentlichen gleich.

Ano-Nymus

ppq. so hat gesagt…

es ist beides, immer