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Freitag, 7. März 2014

Pionier-Porno in Thüringen

DDR-Skandal in Thüringen: Am Herdergymnasium in Suhl haben Abiturienten "in Stiefeln, Minirock und blauer Bluse à la FDJ nebst knallrotem Pionier-Halsband" eine Verherrlichungsveranstaltung für die verbotene DDR durchgeführt. In enthüllenden Fotos, die der "Bild"-Zeitung vorliegen, posieren die elf Abiturienten des Jahrgangs 2013 in Blusen der FDJ mit dem im Saarland verbotenen Abzeichen, andere tragen Pionier-Käppis und -halstücher, einer kleidet sich in einen verbotenen Trainingsanzug des Armeesportvereins der kommunistischen NVA.

Eine makabere Demonstration alter kommunistischer Gesinnungstreue! Offenbar verführt und verleitet von der Geschichtslehrerin Heidemarie Schwalbe, einer ehemaligen Stadträtin der Linken, präsentieren die Schüler sogar den Pionier-Gruß, enthüllt "Bild" Einzelheiten der fragwürdigen roten Machenschaften im grünen Herzen Deutschlands. Dabei wird der rechte Arm mit flach angespannter Handfläche in einer Abwandlung des Hitlergrußes zur Stirnmitte geklappt, um die Teilung Deutschlands in zwei Hälften zu beschwören. Ob die Täter dazu den kommunistischen Gruß „Für Frieden und Sozialismus – seid bereit! – Immer bereit!" ausstießen, ist den Fotos nicht zu entnehmen.

Das Entsetzen über den widerrechtlichen Vorfall, der erst nach rund einem Jahr öffentlich wurde, ist allgemein. Nach dem Muster der Zeit nach dem III. Reich argumentiert der zuständige Schulleiter: „Ich hatte keine Kenntnis von den Fotos“. Das Schulverwaltungsamt versichert trotz der offensichtlichen Belege über den Fall von Kindesmissbrauch, „dass die Sachverhalte einer umfassenden Aufklärung zugeführt werden.“ Kultusminister Christoph Matschie (SPD) hingegen, der in der DDR nur eine Berufsausbildung mit Abitur machen durfte, droht harte Strafen an. „DDR-Kitsch hat nichts im Unterricht zu suchen.“ Das Leiden von Millionen und Abermillionen jungen Pionieren und FDJlern dürfe nicht verharmlost werden. Matschie: „Dann werde ich die notwendigen Konsequenzen ziehen.“

PPQ-Archiv: Die DDR ist größer als der Rest der Welt

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Nee echt, Danke Bild-Zeitung! Seit Tagen reden alle nur Scheiß wegen Ukraine hier Ukraine da, und die da oben blicken selber nicht mehr durch.
Das ist mal ein Thema wo ich mitempört sein kann. Ich war stolz, als ich vom Jung- zum Thälmannpionier aufsteigen konnte. Thälmann! Und das blaue Vollsynthetik-Hemd war unheimlich schick, nur dass man als FDJler bloß ein lahmes Frreuunschaft entbieten konnte statt des zackigen Saluts der Pioniere fand ich schade.
Was bilden die Wessis sich ein!

Anonym hat gesagt…

Tjaja, das Pöfel-Stimmvieh braucht seine Devotionalien und Rituale, seine Pilgerstätten, Säulenheiligen, Katechismen, und auch Tabus und Verbote.
Diese heutige Beliebigkeit und der alles zerfressende Relativismus ist für die grosse Mehrheit unerträglich.
Daher lieber zurück in den Mutterschoss doktrinärer Ideologien, die die komplexe Welt, diesen krausen Wirrwarr, einfach und plakativ versimpelt „erklären“.
Da fühlt sich das Stimmvieh, wohl, geborgen, eingeordnet und verstanden.
Und welch eine nostalgische Erbauung ist es, solche einen „Kontext“ nur zu emulieren, die „schönen Seiten des seufzend erinnerten Damals“ heute nachzuspielen.

David (Wessi) hat gesagt…

Na und? Wo ist der Aufreger? Wir sind doch bereits wieder überall im Land im Sozialismus angekommen! Dieses Mal nicht in blau, sondern in den Farben des Regenbogens.

Also: Sollte die Meldung stimmen (?), so what? Viel wichtiger wäre ein viel intensiveres Augenmerk auf die Indoktrinierung unserer Kinder z.B. in Baden-Württemberg, und andere Ideologien und religionsähnliche Ansätze, die uns tagtäglich in der Politik als alternativlos und erstrebenswert vorgesetzt werden.

Anonym hat gesagt…

Als Wessi kann ich da nur sagen, "BAUT DIE MAUER AUF, BAUT DIE MAUER AUF!". Ich sach mal so, wenn es da immer noch ein paar Irrgeleitete gibt, dann sollte man ihnen ein umzäuntes Dorf geben und vor dem Zaun ohne Tor Bananen anbauen, einmal im Jahr wird dann eine rübergeworfen!
Wer aus seiner eigenen Geschichte nicht gelernt hat, dem kann man helfen!

derherold hat gesagt…

"Als Wessi kann ich da nur sagen, ..."

... daß die meisten DDR-Fans im Westen saßen.... d.h., wenn sie sich nicht an maoistischen Umerziehungslagern und Morden begeisterten.

Bemerksnwert ist doch, daß die *Bild* sich an dieser Folklore "erregt" aber nicht an der steilen Karriere von KBW-Mitgliedern wie Kretschmannn, Bütikofer, Sager. ;-)

Anonym hat gesagt…

Ach ja, seuffffzzzz ! - Woooooo däss söööö schääään , im Golläggdiew, dooomoools.
Stimmt eigentlich, solche Phänomene sind eigentlich harmlos, indes dennoch ein Indikator für die exponentiell zunehmende Beweihräucherung linker Erlösungs/Heils-Lehren, bei gleichzeitiger, immer veitztänzerischer Verteufelung des Absolutissimum Pööösissimum, „Rächts“. – Und die Definition, ab wo diese Teufelsregion beginnt, wird von unseren Diskurshoheiten und Dressureliten permanent weiter nach links verschoben.

Anonym hat gesagt…

"Bemerksnwert ist doch, daß die *Bild* sich an dieser Folklore "erregt" aber nicht an der steilen Karriere von KBW-Mitgliedern wie Kretschmannn, Bütikofer, Sager. ;-)"

Das ist eine gute Frage, auch für mich als Wessi.

Allein, wer beantwortet uns diese?

Die Anmerkung hat gesagt…

Das hamwa nu davon.

„Das Thema DDR-Geschichte wird es bei den Motto-Tagen definitiv nicht mehr geben, weil es offenbar auch fehlinterpretiert werden kann“, kündigte Andreas Bärwolf an.

Geschichte findet ind er Zukunft nur noch dann statt, wenn sie nicht mehr fehlinterpretiert werden kann.

Die Anmerkung hat gesagt…

Heidemarie Schwalbe [Suhl], Inhaberin des Ehrenbriefes vom Freistaat Thüringen.

Heidemarie Schwalbe ist seit vielen Jahren in unterschiedlichsten Bereichen ehrenamtlich engagiert. Sie beherrscht die kommunalpolitische Klaviatur hervorragend – als Suhler Stadträtin, als Vorsitzende des Ausschusses „Jugend und Soziales“ und als Vorsitzende des Frauenbeirates der Stadt Suhl. Darüber hinaus ist sie Mitinitiatorin des Suhler Bündnisses für Demokratie und Toleranz, gegen Rechtsextremismus „Suhl bekennt Farbe“. Sie betreut überdies das Projekt „Stolpersteine“, das in besonderer Weise an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Frau Schwalbe engagiert sich auch für sozial schwächere Bürgerinnen und Bürger der Stadt und ist Vorsitzende des Turnvereins Suhl. Sie ist aktiv im Kulturverein „Alte Schule“ Mäbendorf und leitet die Bauchtanzgruppe „Suhleika“. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass Suhl und unser Land ohne Heidemarie Schwalbe in vieler Weise kälter und ärmer wäre.

Thomas hat gesagt…

Nostalgie ist die Sehnsucht nach einer Zeit, die man gottseidank nie erlebt hat.

John E. Bangemann hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
John E. Bangemann hat gesagt…

Ich finde es beschämend, wie hier eine Lehrerin medial durch den Dreck gezogen wird. Das sage ich nicht als ein im Osten lebender Wessi, sondern als Mensch. Wer diese Schlagzeile nicht als pure Propaganda betrachtet, rennt mit Scheuklappen durchs Leben. Diese Masche ist zutiefst unchristlich, unfair und hat mit anständigen Journalismus überhaupt nichts zu tun. Befürworter solch schlampig recherchierter Artikel, als auch Autoren sind samt den Redakteuren, meiner Meinung nach, der wahre Abschaum der Gesellschaft. Schämt Euch!!!

Volker hat gesagt…

John E. Bangemann, die blonde Praline auf Deiner Seite ist scharf wie eine Rasierklinge. Wenn die hinter mir her wäre, würde ich weglaufen. Aber so langsam, dass die mich garantiert einfängt.

Deine Kritik kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Du bist ganz allgemein empört, dass angeblich die Lehrerin "medial durch den Dreck gezogen wird".
Was Dich zu dieser Einschätzung führt, das sagst Du uns aber nicht.
Wie soll PPQ sich bessern, wenn er nicht erfährt, was er falsch macht?

Anonym hat gesagt…

"Mensch, Schwalbe, wie konntest du nur so blind sein? Warum hast du das alles nicht gesehen?"

sagt Frau Schwalbe der ZEIT über die DDR.

http://www.zeit.de/2014/15/unterricht-umgang-ddr-vergangenheit/komplettansicht

Sie scheint noch immer so ein sonniges Gemüt zu haben.