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Donnerstag, 24. April 2014

Der Niedergang der Saufkultur

Ein langer, gemächlicher Niedergang ist es, den die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in ihren Jahrbüchern beschreibt. In der aktuellen Ausgabe, die der „Spiegel“ unisono mit sämtlichen anderen angeschlossenen Anstalten aufgreift, werden etwa 1,8 Millionen Menschen in Deutschland als alkoholabhängig diskriminiert. Weitere zehn Millionen hätten ein „problematisches Trinkverhalten“, heißt es mitleidslos in Richtung der Betroffenen, denen die „Tagesschau“ bescheinigt, trotz tausender Toter jedes Jahr eine „ungebrochene Lust auf Alkohol“ zu haben.

Gemeinsam prangern die Leitmedien die von der Hauptstelle ermittelten Absatzzahlen an: Im vergangenen Jahr habe jeder Deutsche im Schnitt 9,5 Liter Reinalkohol getrunken, dies sei „nur geringfügig weniger als 2012“, behauptet die staatliche Nachrichtensendung auf ihrer Internetseite.

Damals hatten die Deutschen es noch auf 9,7 Liter Alkohol im Jahr gebracht – etwa zwei Prozent mehr als heute. Wer ein Archiv hat, das noch weiter zurückreicht, der sieht, dass der durchschnittliche Rückgang der letzten Jahrzehnte bei unter einem Prozent im Jahr lag, zwei Prozent weniger sind eigentlich ein kräftiger Schlag gegen die Sucht, den dank der Recherleistungen der Leitmedien nur leider niemand bemerkt.

Ebensowenig wie den langjährigen Trend: Anfang der 80er Jahre konsumierte jeder Deutsche noch zuverlässig rund 12 Liter reinen Alkohol im Jahr, auch 1995 schaffte er noch stolze 11,1 Liter. Schon 2008 konsumierte jeder Bundesbürger nur noch 9,9 Liter reinen Alkohol, nun erreicht er mit 9,5 Litern einen neuen Tiefstand, der damit rund 20 Prozent unter dem erreichten Rekord der wilden 80er liegt.

1 Kommentar:

FDominicus hat gesagt…

Sie dürfen gute Menschen nicht mit Zahlen verstören. Böser PPQ ;-)