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Donnerstag, 26. März 2015

Flugschreiber: Nur manchmal dauert es

So verschieden läuft das. Im Fall der über Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine 4U9525 dauerte es ganze drei Tage, bis Flugschreiber gefunden, Stimmrekorder ausgelesen und die ersten Informationen öffentlich geworden waren. Die entscheidenden sieben letzten Minuten im Cockpit sind danach überwiegend stumm verlaufen, ein Pilot nur war an seinem Platz, der andere versuchte vergebens, die blockierte Tür von außen zu öffnen. Schlechte Nachrichten ür eine Heuchler-Parade von Spitzenpolitikern, die in den letzten Stunden Krokodilstränen an der Unglücksstelle vergossen hatten, um Wahlen zu gewinnen (Hollande), Europa zu einigen (Merkel) und das eigene Land zu befrieden (Rajos). Ihre bevorzugte Unglücksursache wäre nicht der aufgrund der Tatsachen naheliegende Terroranschlag, sondern technisches Versagen gewesen.

Wenn man aber nicht bekommt, was man gern hätte, dann wird normalerweise wenigstens das vermieden, was man am wenigsten gebrauchen kann. Im Fall der Flugschreiber der vor einem Jahr über der Ostukraine abgestürzten Malaysian Airlines-Maschine mit der Flugnummer MH17 ist das hervorragend gelungen. Auch acht Monate nach der Tragödie ist keine einzige Information aus der Auswertung der Flugschreiber an die Öffentlichkeit gedrungen. Auch Informationen aus der Aufzeichnung des Flugfunkverkehrs, die der Bundesregierung seit letztem Sommer vorliegen, blieben geheim. Angeblich verlange das die "internationale Chicagoer Konvention der International Civil Aviation Organisation“, nach der die Veröffentlichung solcher Informationen der federführenden Flugunfalluntersuchungsbehörde obliegt.

Die sitzt bei 4U9525 in Frankreich, bei MH17 hatten den Flugschreiben malayische Behörden, ehe sie britische in die Hand bekamen, während die Zuständigkeit bei der niederländischen Flugsicherheitsbehörde OVV liegt. Trotz der zahlreichen Beteiligten drang bei MH17, dem nach westlichen Willen von Separatisten abgeschossenen malaysischen Boing 777, über sieben Monate kein Ton nach außen. In Frankreich hingegen dauerte es nur 72 Stunden, bisder Kern der Information aus der Blackbox öffentlich war.

Selbst der "Spiegel", der mit den Opfern von MH17 eine heute schon legendäre Titelseite und den Begriff Kriegspropaganda damit mit völlig neuem Inhalt füllte, staunte über "Das seltsame Schweigen der Ermittler". Und verfiel gleich anschließend in dieselbe Katatonie: Seit September vergangenen Jahres keine Frage mehr nach dem Voicerecorder, keine Erwähnung der Blackbox, kein Nachhaken, kein Versuch, öffentlich Druck zu machen, um den nichtssagenden "ersten Bericht" der Ermittler, nach dem an Bord alles ganz normal gewesen sei, bis das Flugzeug plötzlich auseinanderbrach, durch Details zu ergänzen.

So viel und so schnell hier, so wenig und so langsam dort.

Kommentare:

FDominicus hat gesagt…

Wahrscheinlich kein Fehler anzunehmen es soll möglichst nicht an die Öffentlichkeit kommen.

ppq. so hat gesagt…

vielleicht auch nur der gelungene versuch, diesen eindruck zu erwecken

so große pläne zielen ja meist mehrfach um die ecke

Besserschwalli hat gesagt…

Die letztendlich präsentierte "Wahrheit" über die Umstände des Unglücks wird eine nicht aufgedeckte Lüge sein. Diese Vorgehensweise beginnt sich seit geraumer Zeit bei "Flugzeugunglücken" zu etablieren. Lügenpresse, Lügenmedien, Lügenermittler, Lügenpolitiker etc..

KOPP-Starautor Gerhard Wisnewski wird dann abschließend wieder ein Buch schreiben müssen, das den Sachverhalt dann endgültig von Dänikenhaft unaufklärbar verschwörungstheoretisch verkleistert. Er ist längst Teil des Lügensystems.

Die Anmerkung hat gesagt…

erledigt

MfG
Wisnewski