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Dienstag, 26. Juli 2016

Medien im Wandel: Wenn Männer zu Syrern werden

Traurig, traurig, wie führende Leitmedien schon nach dem dritten Attentat in einer Woche alle Grundregeln des unabhängigen Journalismus aus dem Blick verlieren. Obwohl der Pressekodex, den jeder freiwillig unterschreiben muss, der in Deutschland selbstgeschriebene oder von staatlichen Agenturen gelieferte Assiettentexte öffentlich machen will, zwingend vorschreibt, dass Religionszugehörigkeit oder Nationalität von Straftätern nur genannt werden darf, wenn es einen "begründeten Sachbezug" zur Tat gibt, hält sich kaum noch eine der großen Zeitungen daran.

Ein Selbsttor für die Pressefreiheit. Obwohl es sich bei den Tätern von Filderstadt, Ansbach, Würzburg, München und Göttingen durchweg um psychisch kranke Menschen handelte, scheuen Populisten in den Großredaktionen nicht davor zurück, Volkszugehörigkeit, gemutmaßte Abstammung, Glauben und Staatsbürgerschaft öffentlich zu machen. Menschen, die bislang korrekt als "21-Jähriger", "22-Jähriger" oder "32-Jähriger", als "David S.", "junger Mann", "psychisch Kranker", "Münchner", "in Deutschland geboren" oder schlicht als "Mann" bezeichnet worden waren, werden so unter den Händen von schreibenden Populisten von vielen bedauerlichen Einzelfällen zu einer bedrohlich wirkenden Gruppe.

Angst wird geschürt, Wasser auf die Mühlen von rechten Hetzern, Hasser und Zweiflern geleitet. Dabei hatte es der Deutsche Presserat noch im März ausdrücklich abgelehnt, die Richtlinie 12.1 im Pressekodex zu ändern, die verhindern soll, dass Minderheiten durch die Nennung ihrer Herkunft diskriminiert werden. Eine notwendige Maßnahme zum Selbstschutz, wie der Polizeisoziologe Rafael Heer glaubt. "Die Medien sind nicht dazu da, interessierten Gruppen Öl ins Feuer zu gießen. Sie haben den Auftrag, die Öffentlichkeit vor schädlichen Einflüssen zu schützen und die Demokratie zu verteidigen", sagt er.

Von mangelndem Respekt gegenüber solchen Regelungen sprach schon der Umstand, dass Medien nach dieser Festlegung die Gefolgschaft verweigerten. Sowohl "Rhein-Zeitung" als auch die im tiefen Dunkeldeutschland erscheinende Sächsische Zeitung kündigten an, künftig nicht nur wie bislang üblich in Falle von großen Geldfunden Aufenthaltsstatus, Religionszugehörigkeit und Abstammung zu nennen.

Messerstecher, Axtbesitzer, Machetenmänner, Bombenbauer, sie alle haben plötzlich eine Herkunft, einen Stammbaum, eine Fluchtgeschichte. Gnadenlos werden das Syrischsein des einen, die iranische Herkunft des anderen, der Aufenthatlsstatus des dritten öffentlich ausgeschmiert. Um den Preis der weiteren Spaltung des Landes, um den Preis noch weiter zunehmender Umfrageergebnisse für die bereits auf dem absteigenden Ast befindlichen Hetzer- und Hasser-Parteien.

Ein Sittenverfall durch mangelnde Selbstdisziplin, der die ohnehin schon unzureichenden Integrationsbemühungen Deutschlands zweifellos nur noch weiter erschwert.



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Es bombt und schießt der Muselmann,
dass unsereins nur staunen kann.
Doch so kleine Drohne,
wäre sich auch nicht ohne.

Gernot hat gesagt…

Es geht ja schon seit Jahren gegen den Islamismus und nicht integrationswillige Vorderasiaten. Man muss nur hinhören: Parallelgesellschaften sollen nicht geduldet werden. Der Rückwanderer, der hier die Vorzüge seiner Ausbildung genossen hat, ist "undankbar".
Nun wird bewiesen, wie richtig die Einschätzung war.
Hunderte Millionen der 7 1/2 Milliarden Menschen stehen mit integrationsfreudigem Lächeln bereit und finden hier alles gut; hunderte dieser Millionen sind christliche Schwarzafrikaner.

'Totenruhe- Bitte nicht stören' hat gesagt…

Wie hat es trotz Pressekodex diese Meldung in
die Gazette geschafft ????

www.rp-online.de/Asylbewerber-vergewaltigt-79-Jaehrige-auf-einem-Friedhof