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Samstag, 30. Januar 2016

Im Netz der Antänzer


Köln und kein Ende - knapp vier Wochen nach den Ereignissen vom Kölner Domplatz schlägt die Staatsmacht nun erstmals sogar gegen Wettbüros los, die in Deutschland traditionell ohne stattliche Genehmigung, aber mit stillschweigender staatlicher Duldung arbeiten.

Dennoch ist die Kölner Polizei jetzt in mehrere Wettbüros eingedrungen, um dort Personen nicht genannter Nationalität zu überprüfen. Zwei der 71 festgestellten Personen wurden festgenommen, zwei gestohlene Handys wurde beschlagnahmt. Es werde nun überprüft, ob sie in der Silvesternacht am Hauptbahnhof gestohlen wurden, teilte die Polizei mit.
Zugleich deckten Ermittler in neun Bundesländern bereits zum zweiten Mal binnen eines Jahres eine weitverbreitete Manipulation von Spielautomaten in offiziell zugelassenen Automatenspielcasinos auf. Nach einer konzertierten Razzia in 114 Objekten flog eine Bande auf, die eine Software vertrieben hatte, mit der Spielautomaten zum Nachteil der Spieler und des Fiskus manipuliert wird. Die Software sei zum einen in der Lage, das Auszahlungsverhalten von Spielautomaten zum Nachteil der Spieler zu verändern. Zudem könne sie die Betriebsergebnisse der Geräte nach unten manipulieren, wodurch die Steuerpflicht des Spielautomatenaufstellers gegenüber dem Fiskus verringert werde.

Eine entsprechende Erfolgsmeldung gibt die Polizei inzwischen regelmäßig heraus, um das für den Fiskus attraktivere stationäre Casinospiel im Wettbewerb mit dem für Spieler lukrativeren Online-Spiel zu stützen. Diese müssen nehmen nämlich pro Gewinn eines Spielers 5 % Steuern abrichten, die natürlich der Spieler von seinem Gewinn abgezogen bekommt. 
 
Im letzten Jahr wurden zudem 20 Online-Lizenzen an Buchmacher vergeben, darunter Anbieter wie Oddset, Cashpoint, Bwin und viele andere, die nun ihren Service in Deutschland anbieten dürfen. Bei Online Casinos sind Namen wie CasinoClub, eines der führenden im deutschsprachigen Raum, und BigBetWorld, ein eher neuer Mitbewerber der sich aber schon gut integriert hat, ein Begriff sein.

Die Größe der konzertierten Razzien gegen die Echtwelt-Anbieter verrät dabei das Maß an Nervosität: Diesmal waren Ermittler zugleich in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Berlin und dem Saarland im Einsatz. Die Tatverdächtigen verfügten laut LKA über ein "bundesweites Netz von Kunden aus dem Bereich von Automatenaufstellern und Spielhallenbetreibern, die die Software genutzt haben


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