Samstag, 18. August 2012

Apple iPhone 6: Jetzt kommt das iStone!

Es war in den seinen letzten Tagen das am besten gehütete Geheimnis des damals noch amtierenden Apple-Chefs Steve Jobs. Und jetzt ist es durch die Indiskretion eines ehemaligen Mitarbeiters gezielt geleakt worden: Der erfolgreichste Hightech-Konzern der Gegenwart plant mit dem iPhone 6 offenbar einen totalen Neustart seines Smartphone-Geschäftes. Trotz der Erfolge, die das iPhone noch immer hat, so hieß es inoffiziell aus der Firmenzentrale in Cupertino, müsse Apple rechtzeitig umdenken, „damit uns nicht dasselbe geschieht, was Nokia passiert ist“. Der ehemalige finnische Gummistiefelhersteller hatte im weltweiten Handygeschäft jahrelang dominiert, war aber dann durch falsche und zu späte Weichenstellungen in Richtung multimedialer Geräte ins Hintertreffen geraten.

Jobs selbst war es, der das Konzept hinter dem Handy entwarf, das Apple noch einmal komplett neu erfinden soll. Dabei warf der zuletzt schwer kranke, aber in seiner Schaffenskraft ungebremste Visionär offenbar alles über Bord, was derzeit noch als Must-Have für ein erfolgreiches Smartphone gilt. Nur im Namen des Neulings bleibt Jobs dem Konzept mit dem i treu: Das iStone, (hier erste geleakte Fotos), aber verzichtet ansonsten auf alle Zutaten, die aus dem Vorgänger iPhone einen Welthit machten.

Beim Nachfolger gibt es keine von Fremdfirmen programmierten Apps mehr, auch auf zusätzliche Speicherkarten wird verzichtet. Dafür ist das iStone das erste Handy weltweit, das ohne Akku oder Batterie auskommt – und das sogar auf unbegrenzte Dauer. Jobs ist ein erneuter Geniestreich gelungen. Statt den Wettbewerb der anderen Hersteller um immer kleiner, schneller und weiter mitzumachen, geht das neue Apple-Phone einen ganz anderen Weg. Nachhaltig solle das Gerät sein, hatte Steve Jobs seiner Entwicklungsabteilung mit auf den Weg gegeben, der typische Apple-Schick müsse erhalten werden, nicht aber auf Kosten unserer Umwelt.

Die Ingenieure und Zeichner haben diese Idee eins zu eins umgesetzt. Das iStone glänzt mit einer eleganten mattschwarz bis dunkelgrau schillernden Oberfläche. Es liegt wertig in der Hand, verzichtet aber auf die längst langweilig gewordenen bequemen Rundungen des iPhone. Stattdessen gibt es Kanten zu fühlen, vermeintliche Brüche zu spüren. Jedes einzelne Gerät solle, so heißt es bei Apple, unverwechselbar individuell sein.

Auch bei der Kommunikation geht der Trendkonzern ab von den Gewissheiten der Vergangenheit. Hieß es bislang, Konzerne wie Apple stellen die Geräte her, Telefongesellschaften liefern die Chipkarten dazu, so muss hier nun mancher umdenken. Das iStone kennt keine Chipkarte, es vertraut voll und ganz auf die neue und absolut kostenlose Technologie Near Field Communication. Dazu nutzt das Wunderwerk der Technik eine Weiterentwicklung der Spracherkennungssoftware Siri: Wer etwa seinen Freund Günter anrufen will, sagt einfach „Günter“ oder aber auch „eyh, Günter“ oder „hallo Günter“. Und soweit der Betreffende erreichbar ist, wird sofort eine Verbindung hergestellt.

Auffallend dabei ist, wie klar die Sprachqualität ist. Kein Knirschen, kein Rauschen, selbst Umgebungsgeräusche kommen sauber durch. Auch die Handschriftenekennung ist von ähnlicher Qualität, kein Tippen auf winzigen Tasten ist mehr nötig, alles wird einfach auf dem Bildschirm vermerkt. Wenn der Platz nicht reicht, kann auf der Rückseite weitergeschrieben werden.

Ebenso beeindruckend ist die Fotofunktion, auf die das iStone zugunsten einer Echtzeit-Darstellung in 3D verzichtet. Während der iStone-Besitzer sich dreht, sieht er ein nach oben und unten bis zu 160 Grad umfassendes dreidimensionales Bild seiner Umgebung, das er ohne Qualitätsverluste auch mit anderen teilen kann.

Das iStone sei damit das erste echte Social-media-Phone, verlautete aus Apple-Kreisen. Statt sich in virtuellen Räumen zu treffen, gehe es zurück ins echte Leben, wenn auch über den Umweg des ungewöhnlichen Smartphones. Das übrigens, darauf ist man bei Apple sehr stolz, nicht in China gebaut, sondern in Europa und den USA für die jeweiligen Märkte separat abgebaut wird.

Dazu hat der Hightech-Riese mehrere Shale-Tagebaue in Deutschland, Finnland, Russland und Italien erworben. Vorteil: Direkt aus den Schneidestrecken, an denen die iStones auf Maß gebracht werden, gehen sie in den Handel. Aufwendig verpackt, soll das iStone ab Herbst zu haben sein. Der Preis liegt in den USA wohl bei günstigen 299 Dollar, europäische Käufer müssen aller Erfahrung nach mit 299 Euro rechnen. Für eine Werbekampagne hat das Unternehmen inzwischen bereits Bob Dylans Klassiker „Rainy Day Women“ eingekauft – das Lied enthält die Zeile „Everybody Must Get Stoned“.



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