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Freitag, 14. Februar 2020

Schnittblumen: Klimamord am Valentinstag

Milliarden Mord Statista Blumen Kenia
Milliardenfacher Mord nicht nur an den betroffenen Blumen, sondern auch am Weltklima.


Es ist der Tag der Liebenden, erfunden von einer Industrie, die von Mord lebt, im Unterschied zu Schweinezüchtern, Hähnchenquälern und SUV-Fabrikanten aber stets unbehelligt mit ihren Klimaverbrechen davonkommt. Auch die Bundesregierung, die beileibe viel tut, um das Weltklima in die von den Pariser Beschlüssen festgelegten Schranken zu weisen, versagte bei der Verabschiedung ihrer letzten Umweltbeschlüsse erneut: Während Strohhalm und Plastiktüte verboten wurden und Heizung, Verkehr und Konsum wenigstens noch zugunsten der Staatskasse mit neuen Steuern belegt wurden, blieb ein Gewerbe unversehrt, dem Jahr für Jahr Milliarden Geschöpfe zum Opfer fallen.

Ein barbarisches Geschäft


Es ist ein besonders barbarisches Geschäft, das die zumeist im Ausland (siehe Grafik oben) sitzenden Züchter von sogenannten Schnittblumen betreiben. Nur für den kurzen Kick eines hübsch geschmückten Tisches, einem bunten Gesteck im Tagungspräsidium oder einer pflichtschuldigen Wahlgratulation werden Blumen unter großem Aufwand angebaut, geerntet und rund um die Welt vertrieben. Ein vorzeitlicher Brauch, bei dem lebenden Menschen sich an sterbenden Pflanzen ergötzen - quasi entschuldigt durch schlechte Vorbilder, die nach außen hin den Anschein zu erwecken versuchen, Nekrophilie zwischen Menschen und Pflanzen sei vollkommen normal.

Dabei ist der schräge, auffälligerweise vor allem von Frauen gepflegte Brauch, sich dem Tod geweihte Astern, Rosen oder Tulpen; in die Wohnung zu stellen, nicht nur geschmacklich fragwürdig, sondern auch vor dem Hintergrund der Klimaschlachten, die vor allem in Deutschland bis zu einem Endsieg über die Erderwärmung noch zu schlagen sein werden, in höchsten Maße gefährlich. Viele Schnittblumen kommen per Flugtransport nach Deutschland, etwa die Hälfte aller Rosen werden eingeflogen, über die Hälfte davon stammt aus Kenia. Rund 1,35 Milliarden Rosen kommen so jährlich aus den Hauptanbaugebieten ins Land, Tulpen, Pfingstrosen, Nelken, Gerbera und Dutzende weitere Sorten liefern weitere Milliarden Opfer für die deutsche Lust am bunten Tod.

Langsames Sterben in der Vase


Über die verheerende CO2-Bilanz der mörderischen Branche schauen dabei selbst die größten Klimaaktivisten gern hinweg. Besser nicht wissen, dass ein Strauß Rosen aus Kenia rund 6.000 kg CO2 verursacht, vom Anbau bis zum 6.000 km langen Flug nach Europa. Und derselbe Strauß, angebaut und geerntet im EU-Partnerland Niederlande, das Weltklima sogar mit rund 35.000 kg CO2 belastet, ehe er zum stillen Sterben in ein deutsches Wohnzimmer gelangt.

Dass für die Produktion einer einzigen kenianischen Rose, die hierzulande nicht nur von Liebenden, sondern auch von der Politik so gern genutzt wird, knapp 4 Liter Frischwasser verbraucht werden müssen, stört niemanden, weil ein Markt mit einem Volumen von neun Milliarden Euro jährlich einfach zu wichtig ist, in Klimapläne und Verbotslisten einbezogen zu werden.

Und das, obwohl der deutsche Schnittblumenverbrauch das Weltklima nach Berechnungen der "Zeit" jährlich mit mehr als einer Milliarden Tonnen CO2 belastet.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Der Faktenckecker sagt ja zu 35 Tonnen CO2 für einen Strauß Rosen aus Holland.

Free the Zimmerpflanzen.

ppq hat gesagt…

wenn so eine zahl erstmal amtlich ist, weil die "Zeit" sie unhinterfragt verbreitet hat, dann kann man die auch weitersagen.

Die Anmerkung hat gesagt…

@ppq

Dann ist man aber Mitstörer beim Durchbrechen der abgeschotteten Welt der Blümeranten.

Gerry hat gesagt…

35 Tonnen Luft. Quasi ein LKW = 1 Strauß Blumen. Da fällt einem nichts mehr zu ein.

ppq hat gesagt…

@anmerkung: so lange es der wahrheitsfindung dient

Anonym hat gesagt…

Ihr werdet zurückkehren sechs Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger.