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Montag, 22. Dezember 2014

Redaktionen als geistige Brandstifter

Kurz vor Erscheinen einer neuen Ausgabe des Magazins "Der Spiegel" hat die SPD-Generalsekretärin den Ton verschärft: Das Magazin sei ein "geistiger Brandstifter", kritisiert sie, manche könnten sich zu Anschlägen auf Flüchtlingsheime ermuntert fühlen, warnt Yasmin Fahimi. Indirekt machte Fahimi den "Spiegel"-Verlag mitverantwortlich für fremdenfeindliche Angriffe etwa auf Flüchtlingsunterkünfte wie kürzlich in Bayern. "Die Journalisten dort betätigen sich als geistige Brandstifter", sagte sie der "Welt am Sonntag" mit Blick auf eine Reihe von Fahimi verwies auf Titelgeschichten wie "Die stille Islamisierung", "Der Koran - das mächtigste Buch der Welt", oder "Zurück ins Mittelalter - Der Islam fordert die Macht". "Durch eine solche Atmosphäre fühlen sich manche Wahnsinnige zu Anschlägen auf Flüchtlingsheime ermuntert wie zuletzt in Franken." Vor einer vermeintlichen Islamisierung des Abendlandes zu warnen, wie es der "Spiegel" tue, sei purer Populismus, so Fahimi.

Mit ihrer scharfen Attacke gegen das führende Nachrichtenmagazin treibt die SPD-Generalsekretärin, die nach jahrelanger strenger Ausbildung im Gewerkschaftsmilieu erst Anfang des Jahres ihren Posten übernommen hatte, die Abgrenzung der SPD zu den kruden Thesen des Magazins weiter voran. Vor einigen Tagen hatte Parteichef Sigmar Gabriel erklärt, Stimmungsmache gegen Minderheiten, die sich dann auch in Gewalt entladen könne, dürfe nicht hingenommen werden. Justizminister Heiko Maas hatte Artikel zur Islamisierung "eine Schande für Deutschland" genannt, SPD-Vize Ralf Stegner sagte, er wolle Islamisierungkritiker zwar nicht Nazis nennen, halte Journalisten, die solche Beiträge öffentlich machten, aber auch nicht für "arglose Bürger“.

Auch das Nachrichtenmagazin "Focus" und die Illustrierte "Stern" seien eine "Schande für Deutschland", sagte Fahimi. Wie der Hamburger "Spiegel" hatten beide Blätter seit Jahren mit islamkritischen Stories wie "Unheimliche Gäste", "Weltmacht Islam", "Die deutsche Islamisten-AG" und "Islam - Darum wollen sie uns töten" versucht, Stimmung gegen Korangläubige zu machen. Diese Art der Berichterstattung stehe nicht für das Land, das weltoffen und tolerant sei. "Ich freue mich deshalb über die vielen hilfreichen Gegendarstellungen und über das hohe Maß an Zivilcourage, Solidarität und Zuwendung in vielen Redaktionen.

Fahimi hielt dem "Spiegel", "Stern" und dem "Focus" vor, sie wollten Leser im islamkritischen Milieu von Rechtsextremen, Nationalisten und Rassisten fischen, um daraus über verkaufte Anzeigen finanziell Kapital zu schlagen. "Der Fremdenhass und die Angst vor jeder Veränderung eint beide Blätter", kritisierte Fahimi.

Spitzenvertreter der Religionsgemeinschaften stellten sich in einem engen Schulterschluss hinter sie. Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, nahm die hier lebenden Muslime in Schutz. Die Angst vor islamistischem Terror werde "instrumentalisiert", um eine ganze Religion zu verunglimpfen. "Das ist absolut inakzeptabel", sagte Schuster der "Welt". Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, sagte im RBB, er habe kein Verständnis für antimuslimische Parolen. Es gebe aber einige Rädelsführer, "auch Rechtsradikale, die dabei sind", die versuchten, "diese Themen zu islamisieren – in einem Land, in dem kaum Muslime leben". 

Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, forderte Journalisten zu einem Nein zum "Spiegel"-Abo auf. Journalisten sollten sich an einer Ausgrenzung von Muslimen keinesfalls beteiligen, betonte er. Vielmehr sollten sie für eine Gesellschaft mit offenem Charakter werben.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Schlimm schlimm wenn sogar die Journalisten die Wahrheit erkannt haben und die Augen nicht mehr vor der Wahrheit verschließen können.
Aber unsere tollen und umsichtigen Politiker noch immer erfolgreich die Augen vor der Wahrheit verschließen können.

Und wie immer müssen das dann gleich Nazis oder Verbrecher sein alles außer rechtschaffene Mitglieder der Gesellschaft aber was erwartet man von Journalisten anderes?

Anonym hat gesagt…

Am besten, man meldet diese Blätter mit ihrer üblen antiislamischen Hetze sofort dem Reichspropagandaministerium. Das wird ihnen hoffentlich zügig das Handwerk legen. Wo kämen wir sonst hin?

Anonym hat gesagt…

"Geistige Brandstifter" - Gääähn, gelangweilt abwink...

Anonym hat gesagt…

die Kanackenfrau in den "tagesthemen" verbreitet erneut ihre Kanackeninfo - deshalb : gez abschalten

i take preid in ze wörds :

isch bin ein Robota