Google+ PPQ: Werte schaffen in Wolfsburg

Montag, 27. Oktober 2008

Werte schaffen in Wolfsburg

Deutschlands Autoindustrie endlich wieder ganz vorn. Weil Volkswagen rechtzeitig auf den Trend zu neuen, kleinen und spritsparenden Autos aufgesprungen ist und mit dem Maybach, dem VW Passat und dem Lamborghini Wagen in der Modellpalette hat, die sich auch in der Wirtschaftskrise reißender Nachfrage erfreuen, stürzten sich Anleger heute einmal mehr auf die Aktie des Wolfsburger Autobauers.

Der Kurs der letzten paar Aktien, die noch nicht Porsche oder dem Land Niedersachsen gehören, stieg um 200 Euro oder umgerechnet 90 Prozent - schlagartig gewann Volkswagen damit 58 Milliarden Euro an Wert und wurde damit endlich das teuerste Automobilunternehmen der Welt. Toyota, bis dahin Spitzenreiter, liegt jetzt 30 Milliarden hinter VW, Volkswagen selbst ist mit etwa 130 Milliarden Euro so viel wert wie Daimler, BMW, Fiat, Renault, General Motors, Ford, Volvo und Porsche zusammen. Der Golf ist ja auch ein prima Wagen für Leute, die es einfach mögen.

Erstaunlich ist das vor allem, weil zum Börsenwert von Porsche, der bei vier Milliarden liegt, wegen des 75-Prozent-Anteiles des Edelkarrenbauers am Wolfsburger Gold-Hersteller eigentlich drei Viertel des Wertes von Volkswagen addiert werden müssten - also rund 95 Milliarden.

Anders gesagt: Der auf jede Porsche-Aktie entfallende Anteil an Volkswagen ist derzeit rund 23 Mal soviel wert wie die Porsche-Aktie selbst. Das Geschäft mit den Zuffenhausener Protzschlitten gibt es kostenlos dazu.

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