Google+ PPQ: Die Unfalltoten mahnen uns

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Die Unfalltoten mahnen uns

Viertausend Menschen starben im vergangenen Jahr auf deutschen Straßen, viertausend Menschen, die nicht mehr beitragen können zum Bruttoinlandsprodukt, zu Aufschwung und künftiger Staatsschuldrückzahlung. Man fragt sich beinahe automatisch, was das für eine Regierung ist, die soetwas zulässt, statt vorzusorgen und die Sicherheit zu schaffen, die unsere Menschen draußen im Land zu nötig brauchen. Etwa an Fußgängerüberwegen, die sich bei Überprüfungen durch Experten des Fußgängerverbandes Geh(t)doch e.V. in Mitteldeutschland zum Teil wahre Todesfallen entpuppten: Bei Dunkelheit warnen nur zwei je beidseitig hell beleuchtete Hinweisschilder über den Überwegen, wo durchaus Platz für vier oder sogar sechs solcher Schilder wäre. Oft seien zudem, so heißt es in der 560-seitigen GD-Studie, die PPQ vorliegt, Straßen teilweise meterweit nicht durch Ampeln gesichert, Fußwege überwiegend unbeschrankt und Kreisverkehre nur unzureichend untertunnelt. Schülerlotsen würden zudem etwa in Halle nur noch an sechs Schulen eingesetzt, auch hier aber nur morgens.

Kommentare:

VolkerStramm hat gesagt…

Bitte differenzieren.
Es stimmt zwar, dass die Unfalltoten "nicht mehr beitragen können zum Bruttoinlandsprodukt, zu Aufschwung und künftiger Staatsschuldrückzahlung".

Wahr ist aber auch, dass die keine völkerrechtswidrigen Angriffe führen, den Holocaust nicht leugnen, Frauen nicht diskriminieren - und die Mannichl-Flatsche nicht meucheln können.
Und das ist doch eine gute Nachricht.
Oder?

lügengör hat gesagt…

Vor allem können die 4.000 kein CO2 mehr ausatmen. Auch nicht schlecht.

ppq hat gesagt…

ihr verharmlost, das ist unerträglich. natürlich spricht die höhere sichrheit für die 4000 opfer, aber ihr vergest dabei, dass es damit ja nicht getan ist. ich sage nur: urnenbestattung! da muss in der regel zugefeuert werden! ich sage nur: klima!

und was das leugnen, die angriffe und die tätigkeit als mannichlmörder betrifft, fallen 4000 gar nicht ins gewicht. den job erledigen - soweit ich gestern las - derzeit sowieso nur rund 10.000 gewaltbereite, zum teil in kameradschaften organisiert

Friederich hat gesagt…

Es ist ja nicht nur die negative Klimabilanz bei Kremation, auch bei einer Erdbestattung mit anschließender Verwesung entsteht das Klima-Killergas Methan. Klimaverträglich wäre eigentlich nur die Verwertung in einer Biogasanlage. Ich hoffe, Ihr habt das alle testamentarisch geregelt. Ich habe keine Lust, hier den Klimakollaps zu erleiden, nur weil Ihr an mittelalterlichen Bestattungsriten (also alles außer Biogas-Verwertung) festhaltet.

ppq hat gesagt…

wo du das gerade sagst: es müsste vom gesetzgeber regulatorisch so geregelt sein, dass teilnahme am öfftl. verkehr nur nach abgabe einer solchen klimafreundlichen endregelung bei der zuständigen verkehrsüberwachungsbehörde genehmigt werden würde. ich verstehe nicht, wrum frau merkel da nicht endlich handelt

ppq hat gesagt…

sie war doch umweltministerin und kennt das problem

Anonym hat gesagt…

Soviel Unkenntnis über ein derartig wichtiges Thema erschüttert mich!
Tote erhöhen (!!) das Bruttoinlandsprodukt.
Die überraschende Inanspruchnahme des örtlichen Dienstleisters zur (hoffentlich umweltgerechten) Restkörperbeseitigung, des Blumenhändlers, des Restaurants, des Druckers, der Zeitung und des Pfarrers können können, je nach Finanzkraft der Hinterbliebenen, einen wahren Boom in der darbenden Landgemeinde auslösen.
Um den berechtigten Sorgen wegen des Methanaustoßes entgegenzutreten bietet sich das Verfahren der alkalischen Hydrolyse an (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,552562,00.html), eine Bestattungsform die in Zukunft sicher obligatorisch werden wird. Ein entsprechender Gutschein für die lieben Anverwandten in der dritten Lebenshälfte sorgt für Freude und Heiterkeit am Gabentisch. Für die unvorhersehbar Verstorbenen, sei es während der Teilnahme am Straßenverkehr oder im Zuge eines handfesten Ehestreits bieten verschiedene Hersteller Fertigmischungen der Lauge für die Verwendung in der heimischen Badewanne an.

Gruß
Fraggel

ppq hat gesagt…

@Fraggel: Aber doch nur kurzfristig! Wie wollen doch nachhaltiges Wachstum, da werden die Leute langfristig als Konsumenten gebraucht! Der Idealfall ist, rein rechnerisch natürlich, ein endloses Siechtum, bei dem viele teure Medikamente verbraucht und mit dem zahllose hochwertige Fachkräfte beschäftigt werden. Da sich der Grundumsatz des Körpers in dieser Zeit verringert, ist auch die Umweltfrage zur Zufriedenheit beantwortet. Verantwortungsvolle Menschen enden zweifellos so!