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Montag, 30. September 2013

Politikwechsel: Fanartikel vom Bundestag

Alle müssen sparen, effizienter wirtschaften, die eigenen Einnahmen erhöhen. Auch der neu formierte Bundestag, traditionell nach einer demokratischen Wahl zusammengestellt, sieht sich in der Pflicht, den Steuerzahler durch verstärkte eigene Marketingaktivitäten von einem dem Teil der jährlich anfallenden Kosten in Höhe von rund 650 Millionen Euro zu entlasten.

Das Parlament, eingeschworen auf den von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel verkündeten Politikwechsel, geht dabei jetzt neue Wege. Mit einer Anzeige in renommierten Zeitungen wie der "Welt" sucht die Volksvertretung nach einem Partner zur "Herstellung von exklusiven Produkten mit bundestagsspezifischem Charakter" (oben). Gedacht sei, so hieß es im Hohen Haus, vor allem an Fanartikel wie Bundestagstassen, Basecaps, T-Shirts und Unterwäsche, die künftig nicht nur an Besuchergruppen im ehemaligen Reichstag verkauft werden sollen, sondern auch über große Modeketten vertrieben werden.

Die Idee stammt aus den USA, wo sich eine 75-köpfige Parlamentariergruppe im vergangenen Jahr während einer dreimonatigen Studienreise ein Bild von der Verkaufserfolgen gemacht hatte, dieder US-Senat mit seinem Fanshop erzielt. Nach ausgiebiger Prüfung durch eine überparteiliche Kommission geht der Bundestag nun offenbar entschlossen daran, die eigene Vermarktung voranzutreiben. Ziel sei es, mit "Demokratie-Produkten" (Arbeitspapier) wie Bundesadler-Uhren, Lammert-T-Shirts, Postern des Plenarraumes und DVDs von besonders fesselnden Debatten jährlich rund 16 Millionen Euro einzunehmen, heißt es im politischen Berlin. Geplant ist die Fremdvergabe der Produktion der Fanartikel an einen Partner aus der Wirtschaft, der für das Recht zur Benutzung von Bundesadler und Co. auf Produkten, die eine "dem Ansehen des Parlaments Rechnung tragende Qualität" haben müssen, eine Demokratieabgabe von acht Prozent an das Parlament zahlt.


Experten nennen vor allem den Bundesadler als echten Eyecatcher, dessen Vermarktung überaus erfolgversprechend sei. Interessierte Firmen können sich noch bis zum 19. Dezember als Lizensierungspartner bewerben. dazu reicht eine Mail an diese E-Mailadresse.

Kommentare:

Cordt hat gesagt…

Eine Riesen-Idee! Vielleicht denken die Verantwortlichen auch daran, historische Rückennummern in das Programm aufzunehmen?

Ein Schlager könnten auch Hemden oder (für nicht ganz so Mutige) Unterwäsche mit historischen Sitzverteilungen hervorragender Ergebnisse der FDP werden. Wobei auch, gerade für Merkel-Fans, das Schema mit dem Ergebnis der dritten Periode des Bundestags von 1957 gewisse Reize hätte.

ppq. so hat gesagt…

dad ist keine Idee! das ist echt