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Montag, 28. Dezember 2015

Goodbye, Chemtrail-Hoax!

Stop Chemtrails: Nach 35 Jahren stirbt der Mythos von der angeblichen Verschwörungstheorie.
Seit Nathan Smith die Theorie 1969 in seinem Buch "Bible 2.0" erstmals öffentlich gemacht hatte, gehörte sie zum Glaubenskanon der Verschwörungstheoretiker. Mehr als drei Jahrzehnte lang galten Chemtrails als eine der Bruchstellen zwischen Vernunft und Wahnsinn: Wer glaubte, dass Regierungen ihre eigene Bevölkerung mit Chemikalien besprühen lässt, war offensichtlich irrsinnig. Wer Fotosammlungen von Wolkenbildern für einen Beweis hielt, hatte nicht mehr alle Latten am Zaun. Und wer das sagte, durfte sich im sonnigen Gefühl einrichten, selbst nicht zu den Leuten zu gehören, die noch das schrägste Märchen glauben, nur um gelegentlich sagen zu können, sie hätten es ja schon immer gewusst.

Die Anhänger der Chemtrail-Theorie propagierten dessenungeachtet fleißig weiter, dass die Behörden weltweit Geheimprogramme unterhalten, in deren Rahmen Chemikalien geheim in Flugzeuge verladen und dann geheim über Städten versprüht werden, um die Menschheit unfruchtbar zu machen, den Klimawandel aufzuhalten oder dafür zu sorgen, das außerirdische Mächte keinen freien Blick auf die Erdoberfläche haben. Es fanden sich Zeugen, die selbst mitgesprüht hatten. Politiker berichteten von geheimen Unterlagen, in denen die Gerüchte bestätigt wurde.

Doch nun ist die Ente geplatzt, eine der größten und langlebigsten Verschwörungstheorien haucht vor aller Augen ihr Leben aus. Wie das Nachrichtenmagazin"Focus" aus einem Beitrag der Washington Post von 2009 abschreiben konnte, haben US-Behörden wirklich biologische Waffen an der eigenen Bevölkerung getestet.

"In einem der größten Experimente versprühte die US-Navy mit gigantischen Schläuchen Bakterienwolken vor der Küste von San Francisco", klärt der "Focus" über den weitverbreiteten Irrtum auf, dass Chemtrails ein Märchen seien. 800.000 Einwohner atmeten Bakterien der Typen Serratia marcescens und Bacillus globigii ein, geplant und vorbereitet wurden die Experimente in Fort Detrick in Maryland, es gab, das ist beruhigend, nur ein einziges Todesopfer.

Es ist das Ende eines Mythos, der es stets leicht hatte, weil es ihm die Leitmedium schwer machen wollten. Auch jetzt, im Moment seines Abschieds, spricht das Schweigen von "Spiegel", Süddeutscher, FAZ, Welt, tagesspiegel, Stern, taz, Huffington Post und Junger Welt eine deutliche Sprache.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Nun haben wir also Bestätigung, dass zu den besten Zeiten des kalten Krieges von Häusern und Schiffen aus was verstäubt und versprüht wurde, in St. Louis und vor San Francisco. Damit kennen wir nun auch die Ursache der Rassenunruhen in St. Louis und es ist klar, wer San Francisco schwul gemacht hat.

Und die astrein gelungene Überschrift Attacken gegen US-Bürger im Focus lässt sich plötzlich ganz leicht damit erklären, dass grade ein Chemtrail über der Redaktion stand.

Gernot hat gesagt…

Die Firma Depyfag hat eine Tischbombe (Tischfeuerwerk) mit einem Wolkenstreifenbild an blauem Himmel und der Aufschrift "Chemiestreifen? Sprüht Sexualpheromone!" herausgebracht.