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Montag, 20. Februar 2017

SPD und CDU: Gemeinsam für noch mehr Höhenflug

Angelehnt an ein Motiv aus der Kohl-Ära: CDU und SPD treten gemeinsam an.

Seit dem Amtsantritt von Helmut Schmidt war die SPD nicht mehr so beliebt, seit Helmut Kohls Dresdner Rede zur deutschen Einheit war keine CDU-Kanzlerin so erfolgreich wie Angela Merkel. Angesichts eines Patts zwischen den beiden großen Volksparteien in den Umfragen und zunehmender Bedrohungen von Links und Rechts haben die Parteizentralen von CDU und SPD nun offenbar neue Maßnahmen beschlossen, mit denen der Fortbestand der freiheitlichen Grundordnung auch nach der Bundestagswahl im Herbst und unabhängig vom direkten Wahlausgang gesichert werden soll.


Dazu baut die Große Koalition auf einer Idee vom vergangenen Jahr auf, als Union und Sozialdemokraten als Reaktion auf bröckelnde Zustimmungsraten bei den letzten Umfragen vor den Landtagswahlen erstmals mit gemeinsamen Plakatmotiven auf Stimmenfang gegangen waren. Zur Budnestagswahl im Herbst gehen der erfolgsverwöhnte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und seine christdemokratische Herausforderin noch einen Schritt weiter: Gemeinsam präsentieren sich die Amtsinhaberin und der künftige Kanzler auf einem Plakat, das den alten CDU-Wahlslogan "Arbeit, Frieden, Zukunft - Gemeinsam schaffen wir´s" in einen neuen Zeitkontext stellt. Dazu titeln beide Parteien "Diese Kanzler schaffen Vertrauen".

Ein Slogan, der darauf schließen  lässt, Sozialdemokraten und die Union im Hinterzimmer bereits eine Vereinbarung darüber geschlossen haben, wie die kommende Legislaturperiode verlaufen soll. Im politischen Berlin wird von einer Abmachung gesprochen, nach der Angela Merkel nach der Wahl weiter Kanzlerin bleibt, allerdings pünktlich zu ihrem 65. Geburtstag im Sommer 2019 ihren Hut nimmt und Platz für Martin Schulz macht. Der charismatische Sozialdemokrat ist anderthalb Jahre jünger als Merkel und er gilt als frisches, unverbrauchtes Gesicht, das mit seiner grundsozialen Ausstrahlung selbst eine gegenläufige Faktenlage so überzeugend weglächeln kann, dass freundliche Umfrageinstitute einen stabilen Höhenflug konstatieren können.

Schulz ist es so gelungen, den stärksten Zuwachs einer Partei seit der Verdoppelung der NSDAP-Ergebnisse zwischen 1930 und 1933 zu erreichen. Mit seinem Schwung reißt der charismatische Ex-EU-Parlamentspräsident Millionen unentschiedener Wähler mit, er sorgt für einen Run auf SPD-Parteibücher und lässt die seit Gerhard Schröders Abschied im Zwiespalt zwischen dem Kampf für Arbeiterrechte und Partizipations am Beamtenstaat lebende Partei von einer Zeit träumen, die wieder ganz einfach wird: Gerecht ist, was Schulz sagt.

Die Union hält sich währenddessen stabil und sie liegt mit 34 Prozent immer noch im langjährigen Normalbereich. Gemeinsam könnten beide Parteien damit auf eine Zwei-Drittel Mehrheit hoffen, die ihnen die Möglichkeit gäbe, in der nächsten Legislaturperiode konsequent durchzuregieren und sowohl die Grünen als auch Linke, FDP und AfD zum parlamentarischen Zuschauen zu verurteilen.


Kommentare:

Die Anmerkung hat gesagt…

Es wird ein Doppelkanzler?

Stark.

Anonym hat gesagt…

Beide Parteien bekommen alleine keine Mehrheit, daher wird nach der Wahl wohl wieder eine große Koalition gebildet. Dadurch verliert sowohl die CDU, als auch die SPD an Profil, beide werden sich immer ähnlicher. Schlußendlich wäre es doch nur konsequent, wenn die beiden Parteien fusionieren würden und so aus zwei Parteien, eine Partei entsteht. Die Sozialistische Einheitspartei!


Adebar

derPragmatiker hat gesagt…

Die "Umfrageergebnisse" repräsentatieren wie immer die gewünschten Prozentzahlen. Wenn die schwelende Unzufriedenheit nicht durch das wie auch immer kleinere Übel (Wahlbetrug) erstickt wird, gibt es im September einen erdrutschartigen Sieg der sog. Alternative.

Anonym hat gesagt…

Ich habe Vertrauen in unsere Prognostiker und ihr Talent notorisch an der Realität vorbei zu prognostizieren!

Sauer hat gesagt…


Ein Mann namens Martin

Oh, Ihr Kleingläubige und Phantasiegehemmte, Euer Geist ist ohne Hoffnung und Euer Fleisch ist schlapp. Denn was sagt uns der Name Martin? Seid Ihr schon so kraftlos, daß Ihr nicht einmal 500 Jahre zurück denken könnt? Was geschah zur damaligen Zeit an einem kalten, regnerischen Oktobertag, der Kalender zeigte den 31., an der Schloßkirche in Wittenberg? Hört Ihr nicht die dröhnenden Hammerschläge, mit der ein braun gekleideter Mönch Thesen, vollgespickt mit revolutionären Ideen und Ansichten, die ein neues Zeitalter einläuteten, an die Kirchentür nagelte? Was für ein Feuerwerk des Geistes entlud sich vor dieser Tür? Ein Feuerwerk, dessen Schein herüberleuchtet bis in unsere Zeit und uns erkennen läßt, was ein einzelner Mann zu leisten imstande ist. Ein einzelner Mann namens Martin! Geht in Euch und denkt an dieses Wunder des mutigen, frischen Geistes.

Heuer wird der 500. Jahrestag des Thesenanschlags begangen, in der ganzen protestantischen Welt gedenkt man des Reformators Martin. Wo ständen wir heute, hätte es seinerzeit nicht diesen Martin gegeben? Würden wir noch immer unsere Seele aus dem Fegefeuer freikaufen, damit wir ohne Brandblasen ins Paradies kommen?

Und nun erscheint ein neuer Martin vor unseren Augen und wir reagieren kleinmütig vor seinem strahlenden Bild? Wir stellen ihn auf eine Stufe mit einem verbrauchten Weib, deren Gedanken – so sie jemals welche hatte – Lichtjahre entfernt von den Sphären der Gedanken Martins vor sich hin welkten und so unfruchtbar waren wie ein Ochse für eine Kuh. Denken wir auch an andere Martins, die großes vollbrachten. Erinnern wir uns an Martin Lauer, den Weltrekordler im 110 m Hürdenlauf, an Martin Winterkorn, den Entwickler ingeniöser Software zur Steuerung von Dieselmotoren, an Martin Luther King, den Vater des Rock ‘n‘ Rolls oder an Martini, einen Aperitif, der einen sprühenden Geist weckt. Kurz: Wo Martin draufsteht, ist Genie, Schnelligkeit, Erfindungsreichtum, Musik und guter Geschmack drin.

Selbstverständlich legt er seine Karten jetzt noch nicht öffentlich auf den Tisch. Er wartet den richtigen Zeitpunkt ab, um zu verhindern, daß findige Konkurrenten seine Pläne klauen und zu ihren machen. Gerade alte Weiber lauschen gern an fremden Wänden und spähen durch dunkle Löcher, also muß Martin vorsichtig sein und seine Karten gut bedeckt halten. Am Tage der Bescherung aber, am 25. September, wird er seinen Gabensack öffnen und Männer, Frauen und alle Genderwesen reich beglücken. Und ein Jubel wird erschallen in Dorf und Stadt und trunken wird ein jeglicher sein. Und das Nüchtern werden wird erquickend sein wie Magenbitter.

Anonym hat gesagt…

"Ein deutscher Mönch, ganz aufgebläht von Bier und Theologie" (Anatole France, Aufruhr der Engel), hat die Frage des Counterjewhad anzugehen versucht, aber leider unter völlig falschen Voraussetzungrn. Thomas Müntzer war auch nicht viel besser - gut gemeint ist nun mal das Gegenteil von gut.
Noch heute gibt es Meschuggene genug, nicht nur Andreas Breifick, die wähnen, sie müßten die armen Yidden vor den bösen Museln beschützen - und die Kohnnationalen würden auch noch danach lechzen.
Aber die Krönung sind diejenigen Entsprungenen, die den Großen Klaus für bare Münze nehmen. Soll es tatsächlich noch ab und zu geben!