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Sonntag, 9. Dezember 2018

Klimadoppel 2080 - so heiß wird es der Tagesschau


"Klimadoppel2080 - so heiß wird es in Ihrer Stadt", nennt Nachrichtensendung "Tagesschau" eine neue Angstinitiative, die pünktlich zum Klimagipfel in Polen frische Furcht vor der Erderwärmung schürt. Das Problem drängt, denn seit den großen Klimabeschlüssen von 2015 ist trotz vieler Beschwörungen nicht nur nichts passiert, sondern das Gegenteil dessen, was geschehen sollte. Der Ausstoß an Kohlendioxid ist weltweit höher denn je, selbst der Klimamusterknabe Deutschland hat daran eine Aktie, denn das Land hat seine nationalen Klimaziele nicht erreicht.

Mit dem Fake-News-Ratespiel "Klimadoppel2080 - so heiß wird es in Ihrer Stadt", startet die "Tagesschau" nun eine Ablenkungsaktion, die ganz auf die Überzeugungskraft ausgedachter Fakten setzt. Obwohl heute niemand "weiß", wie heiß es irgendwo wird, weil man allenfalls vermuten kann, wie heiß es werden könnte, bietet die halbstaatliche Nachrichtensendung einen Test im Stile von "Wie viel Nazi bin ich" an. In Frankfurt könnte es danach im Jahr 2080 so heiß werden wie in Malawi, in Leipzig dagegen eher wie in Nairobi. Hamburg darf sich auf Wetter wie in Johannesburg freuen. Und Johannesburg wird es so schön warm haben wie heute Jamaika.

Das alles passiert in 62 Jahren, wenn die heutigen Erstklässler in Rente gehen und die heutigen Tagesschau-Zuschauer inklusive aller Tagesschau-Sprecher tot oder zumindest fast tot sind. Das es geschehen wird, wenn die Abmachung der Klimakonferenz 2015 in Paris, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, nicht eingehalten wird, dürfte die Kindergartenkinder kaum erreichen. Den meisten Tagesschau-Stammsehern hingegen dürfte es weitgehend egal sein.

Denn selbst wenn es in Hamburg in gut 60 Jahren so warm werden wie heute in Johannesburg, ist der darauf rührende Horror überschaubar: Johannesburg gilt doch gerade wegen seines "traumhaftem Klimas" als Anziehungspunkt für Zuwanderer nicht nur aus Arika. München dagegen, dem ein Klimaschicksal wie dem aktuellen im kirgisischen Karakol vorhergesagt wird, nur noch maximale Tagestemperaturen von 26 Grad zu ertragen, die bei einer  globale Erwärmung von 4,2 Grad Celsius "an bestimmten Tagen" (Tagesschau) den heutigen Temperaturen auf Mauritius entspräche, einem Traumziel im Indischen Ozean.

Ob es bei diesen ungünstigen Voraussetzungen wirklich klappt, mit dem hanebüchenen Hitzetest ein furchterregendes "Klimadoppel" für deutsche Heimatorte zu finden, scheint fraglich. Aber es ist alles von Fernsehgebühren bezahlt, deshalb besser schnell per Eingabe im Suchfeld oder über die Karte die eigene Stadt finden - und richtig einheizen.




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