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Sonntag, 9. September 2007

Lügende Liebhaber

Ob er sich das Haar färbt, weiß man nicht, dass er ein sicherer Kandidat zumindest für eine regelmäßige Tieftönung ist, steht hingegen fest. Peter Sodann, Ex-Theatervorsteher und Tatort-Kommissar, gilt Menschen, die ihm begegnet sind, als unerschrockener Liebhaber seiner selbst, als revolutionsromantischer Kapitalismusprofiteur und bescheidener BMW-Pilot mit einem Herzen für Straßenkinder, die dank seiner jahrelang nicht um das Geld für den nächsten Schuß bangen mussten. "Koofste Dir aber was zu essen", sagte Peter Sodann gern, ehe er einen 50er rüberschob.

Jetzt geht der Mann, der sich so fein selbst zu belügen gelernt hat, mit Norbert Blüm auf Tournee, der hauptsächlich dadurch berühmt wurde, dass er bis heute nicht versteht, wie ihn alle für den Urheber der Rentenlüge halten können. Wo er doch nur gesagt hat, "die Rente ist sicher". Nicht aber, in welcher Höhe sie sicher ist. Die Frankfurter ASllgemeine Sonntagszeitung gewittert über das gemeinsame Bühnen-Debüt der beiden zornigen alten Männer in so schönen Zeilen, dass wir sie unverändert zitieren:


Da Peter Sodann der bekannteste lebende Hallenser und Ehrenbürger unserer Stadt ist, ist das Urteil über seinen Auftritt für uns nicht uninteressant:
"Wenn man aus diesem Abend eines mit nach Hause nehmen darf, dann das: Blüm ist bedauernswert - Sodann ist beängstigend. Sodann spielt den misanthropischen Meckertrottel im "Tatort" nicht nicht nur, er ist es. Sodann kann gar nicht schauspielern, er kann nur sich selbst. Peter Sodann kann noch nicht einmal verständlich sprechen. Sodann ist eine selten so kompakt anzutreffende Verdichtung von Talentlosigkeit, Einfältigkeit, Arroganz, Selbstgerechtigkeit, Besserwisserei, Neid, Ressentiments, Borniertheit, Taktlosigkeit und Larmoyanz. Sodann hat alles, was mann Ossis so vorwirft, plus das, was Ossis an Westlern hassen. Sodann ist ein One-Man Kabarett, er weiß es nur nicht. Er ist das Antlitz des hässlichen Deutschen, der sich für etwas Besseres hält. Peter Sodann ist ein Tritt in das Gesicht aller Ostdeutschen, mit deren grundgesetzlich garantierter Menschenwürde es nicht vereinbar ist, von jemandem wie ihm dauernd als unterhalb aller messbaren IQ-Werte herumnölender Sozialschrott repräsentiert zu werden. Sodann und Blüm schaffen es, dass man Ackermann gar nicht mehr so schlimm findet. Sodann alleine schaft es, dass man sich schämt, Sachse zu sein."

Kommentare:

Gundermann hat gesagt…

großartig

Sockenpuppe hat gesagt…

aber schatz, du hast ja nicht ganz richtig zitiert, du zitierst den wolli wie er besagte zeitung zitiert, oder... (das war ein schreck in der halleforum-morgenstunde, wolli liest früh um sieben sonntagsfaz wahrscheinlich online wegen kopieren)
ansonsten ganz großartig deine idee das allgemeine urteil noch mit a bisserl lokalkolorit zu würzen, fesch muß ich sagen,
aber fährt der peter nicht benz?

panzerbummi hat gesagt…

der peter fährt skoda superb - isch schwör. habe ihn gestern erst rumkurven sehen.

Sockenpuppe hat gesagt…

wenn einer benz fuhr, und das isch schwör und dann zum skoda wechselt, ist entweder die kohle knapp, oder es muß am image gearbeitet werden.

panzerbummi hat gesagt…

oder er hat einen super sponsorenvertrag: auto fahren und damit geld verdienen.

binladenhüter hat gesagt…

er fuhr einst bmw, das weiß ich, weil ich mitfahren durfte

Sockenpuppe hat gesagt…

wohin denn?