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Mittwoch, 27. August 2008

Unverhofft kommt oft

In einer Welt, die immer unübersichtlicher wird, ist es besonders wichtig, dass Leitmedien den Menschen Hilfe und Orientierung geben. Je ferner der Schauplatz von Weltereignissen, desto entscheidender werden Einordnung und Wichtung durch ausgewiesene Experten.

Wie im Fall des Bundeswehrsoldaten, der bei der verteidigung der Heimat am Hindukusch einem Anschlag zum Opfer fiel. Sicher haben viele Deutsche wahlweise auf die Uiguren, auf singalesische Splittergruppen, Reste der RAF, Stasimeuchelmörder und rechtsradikale US-Amerikaner als Täter getippt - und damit falsch gelegen. "Die radikalislamischen Taliban" nämlich, so tickert das "Spiegel"-Büro in Islamabad siedend heiß durch die Drähte, habe sich "zu dem Anschlag bekannt."

Das ist ja nun ein Ding! Unverhofft kommt oft! Deshalb geht die Menldung auch noch weiter: Die Taliban drohten gegenüber dem "Spiegel" exklusiv "mit neuen blutigen Anschlägen". Womöglich ist demnächst schonwieder Zeit für die alljährliche Ankündigung der Herbstoffensive?

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