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Mittwoch, 18. März 2009

Ein Sturmflutwart für die SPD

Walter Steinmeier bei Beckmann oder Kerner, das ist das schärfste Wahlkampfgeschütz der deutschen Sozialdemokratie. Doch oh weh, auch diese Kugel fliegt nicht weit. Im "Politiker-Ranking", einer Art interaktiven "Deutschland Beste Zahnärte"-Liste vom "Deutschlands-Beste-Zahnärzte"-Magazin "Focus", taucht Walter, wie sich der kluge Uhu der SPD seit jüngstem nennen lässt, nicht auf den ersten 20 Plätzen auf. Dort ist überhaupt kein Sozialdemokrat, was vermutlich daran liegt, dass die einzigen beiden deutschlandweit bekannten SPD-Mitglieder Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine heißen, wobei der letztere bereits seit Wochen keinen Parteibeitrag mehr zahlt.

Das Volk ruft nach Helmut wie damals in Erfurt die Ostler nach "Willy, Willy" verlangten. Helmut Schmidt, der Sturmflutwart von Hamburg und Doppelbeschluß-Atomkanzler, soll wieder Kanzler werden, weil nur Deutschland sozial gerecht abdämmen kann gegen die Sturmfluten der Finanzkrise, gegen den rauhen Wind der Globalisierung und freßwütige Heuschreckenschwärme, von denen man auch schon lange nichts mehr gehört hat. Schmidt ist Raucher, ein Mann, weit weg vom korrekten Zeitgeist auch heute noch. Als er Mitte der 80er tat, was er glaubte, tun zu müssen, jagte ihn das Volk in Person von Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher aus dem Amt - Vorbedingung dafür, heute verehrt, gemocht und gebraucht zu werden.

Keine guten Nachruhm-Chancen für die, die derzeit regieren.

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