Google+ PPQ: Arme Deutsche so reich wie nie

Sonntag, 26. Februar 2012

Arme Deutsche so reich wie nie

Schlimm, schlimm, schlimm! Während die Regierungen der Welt nach Angaben des Handelsblattes „in der Krise jeden Cent zusammenkratzen“ müssen, um soviel auszugeben wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit, haben die Menschen in Deutschland gleichzeitig so viel Vermögen „angehäuft“ (Handelsblatt) wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit.

Zehn Billionen Euro hat der Bundesverband Deutscher Banken auf Konten und Grundstücken der nach anderslautenden Berichten schon seit Jahren immer mehr verarmenden Deutschen gezählt. Das Handelsblatt, früher eine Fachzeitschrift für Wirtschaft, inzwischen aber das gedruckte Kinderradio Knirpsenstadt, macht einen MDR-Nachrichten-artigen Vergleich auf, um seinen Lesern zu verdeutlichen, was das bedeutet: Guthaben nebst Privatgrundstücke in Deutschland seien so viel wert „wie die Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder zusammen“. Dabei seien Sachvermögen wie iPods, Flachbildfernseher, Damenschuhe, Autos, Möbel, Bücher, Pfandflaschen, Bestecke, Schmuck, Streusandvorräte und Kunstsammlungen noch nicht einmal eingerechnet.

Warum also nicht einfach alle Staatsschulden der 27 EU-Länder ablösen? Oder wenigstens die deutschen Verbindlichkeiten von knapp 2,1 Billionen Euro? Dafür würde „allein das Geldvermögen der Deutschen von knapp 4,7 Billionen Euro“ ja locker reichen, wie das Blatt staunt, das anschließend ausführt, dass von knapp 4,7 Billionen Euro Geldvermögen „mehr als zwei Drittel auf Bargeld, Spar- und Festgeldkonten sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen“ entfallen.

Genau darum. Diese vermeintlichen „Geldvermögen“ sind also eigentlich nichts als Ansprüche auf Guthaben, die andere als Verbindlichkeiten führen: Spar- und Festgeldkonten enthalten so wenig „Geld“ oder „Vermögen“ wie Ansprüche gegenüber Versicherungen mehr sind als ein im Augenblick rechtsgültiges Versprechen auf spätere Zahlung.

Wieviel ein solches Versprechen wert ist, wussten Oma und Opa noch aus eigener Erfahrung: Auch den Volkswagen Käfer hatten sie ja nur angezahlt, um später zu erfahren, dass ihre Ansprüche auf Lieferung „erloschen“ seien. Heute muss der Blick nach Griechenland gehen, um die Haltbarkeit von staatlich garantierten Guthaben beurteilen zu können: Um 15 Prozent wird die Regierung in Athen die griechischen Renten kürzen müssen.

Aber die armen Deutschen haben ja genug. Auch nach Abzug einer Billion laufender Immobilienkredite und 500 Milliarden anderer Verbindlichkeiten verfügt die Volksgemeinschaft mit dem vorhandenen Immobilienvermögen immer noch über ein besenreines Gesamtvermögen von mehr als sechs Billionen Euro plus Außenpools, Wintergärten, iPads, Flachbildfernseher, Damenschuhe, Autos, Möbel, Bücher, Pfandflaschen, Bestecke, Schmuck, Streusandvorräte und Kunstsammlungen.

Das Geldvermögen hat sich in den vergangenen 20 Jahren damit deutlich langsamer entwickelt als die Bierpreise in Gaststätten: Die stiegen um 384 Prozent, während die Vermögen nur um 266 Prozent zulegten.

Oder im Handelsblatt-Knirpsenstadt-Deutsch einfacher ausgedrückt: Für ihre 1.750 Milliarden Euro Geldvermögen im Jahr 1991 hätten sich die Deutschen 2.69 Milliarden Glas Bier kaufen können. Für die 4.662 Milliarden Euro, die sie heute haben, gibt es nur noch 1,864 Milliarden Gläser.

Wohlstand ist möglich Je schlechter, desto gerechter

Kommentare:

Friedrich hat gesagt…

Diese Gedankenspiele sind sozialistisch bis auf die Knochen. Was wird denn impliziert? Das Alles gar nicht so schlimm ist, der Staat nur die Leute enteignet und auf einmal ist er "reich"

So sind doch wohl die Hintergedanken. Ist zwar nicht das Eigentum des Staates aber im Sozialismus ist das ja ganz anders.

Auch zu beachten, das Vermögen wird in fiat-Geldeinheiten gemessen. Und wie wir seit mehr als 40 jahren Wisseen bedeutet es jedes Jahr werden wir 2-3% "reicher". Jedenfalls vom Staat so behandelt denn die Steuersätze richten sich ja nach den Nominalwerten. Heute Einkommen 100 GE in einem Jahr 102, auf die 102 werden die Steuern berechnet.

Auch die Kapitaleinkünfte werden nach dem Nominalprinzip behandelt genauso Spekulationsgewinne. Also ist folgendes völlig "legal" Kaufe eine Aktie heute für 1000 GE, verkaufe es in 10 Jahren zu 1200 GE. Habe als vereinfacht gerechnet gerade meine GE erhalten. Macht aber nichts von den 200 GE gehen 25% weg. Also 50 GE, das ist die "Gerechtigkeit" des Staates mit Seiner Inflation....

Es gibt nur wenige dinge wo Sie dem (noch) entrinnen können. Aber keine Angst diese Gerechtigkeitslücke zu schliessen, dafür Leben unsere Delebets.

Anonym hat gesagt…

Genau so kann man die Meldungen bewerten, das die Staatsverschuldung dieses Jahr auf 1 Prozent gesunken ist, aber der Rettungschirm von Deutschland mit zig Millarden gefüllt wird.
Kommen die Milliarden für die Banken aus der Portokasse?

derherold hat gesagt…

"Kommen die Milliarden für die Banken aus der Portokasse?"

Die kommen aus den gestiegenen Steuereinnahmen ... oder generell: aus dem gestiegenen BSP.

Im Grunde genommen ist aber alles nur Spielgeld. In Wirklichkeit zählen nur Kapitalstock, Infrastruktur, Kinderreichtum, Intelligenz der Bevölkerung...
... da jedes Versprechen auf zukünftige Zahlungen (Zinsen, Tilgung, Renten, Mieten, Dividenden) auch "in Zukunft" erwirtschaftet werden muß.

Volker hat gesagt…

@Herold

Kinderreichtum ist einfach. Wir müssen nur den Kindern aus dem Archipel Hartz-IV mehr Geld geben. Und schon sind sie reich.

Anonym hat gesagt…

Wer nüscht erheiratet und nüscht ererbt, bleibt ein armes Schwein, bis er sterbt.

http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/ex-bundespraesident-wulff-schwiegermutter-soll-sylt-urlaube-finanziert-haben_aid_718043.html

Anonym hat gesagt…

Billiglösung ala von der Leyen:

Kinderreichtum ist einfach. Wir müssen nur den Kindern aus dem Archipel Hartz-IV mehr Geld geben. Und schon sind sie reich.

Anonym hat gesagt…

"angehäuft" klingt irgendwie illegal - entsprechend wird sich die Gerechtigkeits-EKD melden , ganz liebe SackmützenträgerInnen mit Mirationshintergrund müssen den angehäuften Reichtum gerecht verteilen - das ist gut für`s Karma.

"Ist es denn gerecht , daß ... ? " fragen "Geisteswissenschaftler" immer öfter .

Es ist die irgendwie gefühlte Gerechtigkeit einer rot grünen Elite - hinter vorgehaltener Hand sagt die Gutmenschin : "solange die Kinder in Afrika hungern hat sich der deutsche Spießer nicht zu beschweren "

schafft diese Leute endlich ab . Kauft nicht mehr bei der EKD und verhindert eine zweite / dritte Gutmenschengeneration in der Politik .

Klagt nicht -

VRIL