Google+ PPQ: Wiedergeboren als brauner Bomber

Samstag, 30. Juni 2012

Wiedergeboren als brauner Bomber

Als Kind kam er immer abends im Fernsehen, ein Kobold, der gute Laune bei seinen Fans verbreitete (Foto oben rechts). Ach, Du liebe Güte, kreischte Pittiplatsch, genannt "der Liebe", ehe er begann, allerlei Unsinn anzustellen. Schnattchen und KGB-Beobachter Mischka, der sowjetische Freundschaftsbär, der nach der Verhaftung von Bruderbär Bummi und dessen Verschleppung nach Sibirien so tat, als mache er gute Miene zum bösen Spiel, mussten unter den Ausfällen des kleingewachsenen Rebellen leiden, ebenso auch Herr Fuchs und Frau Elster, die nebenan wohnten.

Mit dem Ende der DDR glaubten dann viele, auch das Ende von Pittiplatsch sei gekommen. Der Urrebell selbst, wie Koboldkumpel Drehrumbum der Runde eine Art James Dean der Puppenstuben-DDR, verlieh seinen Namen noch an dieses Board, dann verschwanden seine klassischen Streiche weitgehend aus der Öffentlichkeit, weil die neuen Machthaber deren anarchische Kraft fürchteten.

Was Pitti, wie ihn seine Fans nennen, nicht hinderte, nun mit Ungestüm zurückzukehren. Zwei Minuten im EM-Halbfinalspiel der deutschen Mannschaft gegen Italien reichten dem - inzwischen rank und schlanktrainierten - braunen Bomber, Deutschland ins Jammertal zu schießen. Pitti, der nach der Adoption durch eine italienische Pflegefamilie neuerdings als "Mario Balotelli" (oben links) auftritt, schoß zweimal aufs deutsche Tor, einmal blieb Torhüter Manuel Neuer bewegungslos auf der Linie, einmal zeigte er hilfreich noch mit der Hand an, wo Pitti am besten hinzielen sollte.

Dann war es vorbei. Deutschland raus wie immer, Pittiplatsch der Liebe wieder drin. "Im Kader wimmelt es von aalglatten Typen, die sich allesamt hervorragend benehmen. Alles nette, brave Jungs. Halbfinal-Verlierer eben", heißt es im "Express.

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Kommentare:

Volker hat gesagt…

Nicht nur Neuer hat über Ballotelli gestaunt. Auch unsere sog. "Verteidiger" haben seine Aktionen mit großem Interesse beobachtet.

ppq hat gesagt…

nach einer eigenen ecke einen gegentreffer zu bekommen... wann ist das dem hfc zum letzten mal passiert?

hauptsache, der löw darf bleiben. sonst kommt noch jemand auf die idee, den sven köhler wegzuholen

Anonym hat gesagt…

Ja, auch in der Nationalmannschaft gilt das Leistungsprinzip.
Erinnert so ein bisschen an die roten Bullen.
Vorneweg große Töne spucken, und hinterher Katzenjammer.
Abgetackelte Millionäre, die seit Jahren einem Titel hinterherlaufen und Jahr für Jahr scheitern.

Und für Löw gilt die Ewigkeitsgarantie!

Genauso wie für einen Kapitän, dem seine Armbinde viel zu groß ist, und die auch noch die falsche Farbe hat.
Immerhin kennt er Pitti, wenn auch nur von hinten.

Anonym hat gesagt…

Löw? War das nicht der, der den Golem aus Eierpampe zusammengemanscht hat (Mosaik-Heft Nr.78)? Oder auch mal unter "Paul Wegener" gurgeln (Hat nach 45 "Nathan der Gerissene" gemimt).