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Dienstag, 25. Dezember 2018

Geldbörsenfunde: Das stille Ende eines wunderbaren Phänomens


Gerechtigkeit kommt wieder, trösteten sich Verlierer beim Kartenspiel in früheren Zeiten, zumeist sogar vergebens. Etwas ist aber dran an der steilen These, wonach Gott es den Seinen vergilt, meist sogar noch im Dieseits. So durfte sich ein afghanischer Flüchtling, nach Angaben der Polizei ein "Asyland, der Aussicht auf ein dauerndes Bleiberecht" hat, jetzt freuen, weil eine ehrliche Finderin seine verlorene Geldbörse mit 2000 Euro nicht eigensüchtig selbst behielt. Sondern abgab, so dass der junge Mann, der seit acht Jahren auf der Flucht vor Verfolgung in seiner Heimat ist, jetzt endlich zum lang ersehnten Heimaturlaub nach Afghanistan aufbrechen kann, um seine "zwei kleinen Kinder" (Esslinger Zeitung) zu besuchen, die er "schon acht Jahre nicht mehr gesehen hat" (EZ).

Hier vergilt Gott offenbar ganz gezielt die guten Taten so vieler Schicksalsgenossen des afghanischen Familienvaters, die in der Vergangenheit nie lange überlegt hatten, was sie mit Geldbeträgen anstellen sollten, die auf Deutschlands Straßen zeitweise herumlagen wie alte ausgeknetschte Kaugummis. Egal ob 1000 Euro, 5000, 15000 oder gar 150.000, nach dem großen "Zustrom" (Angela Merkel) von 2015 fanden Flüchtlinge aus aller Herren Länder beinahe täglich kleine, größere und ganz große Beträge, die von achtlosen Deutschen nicht nur in bar durch die Straßen geschleppt, sondern ihnen dabei auch häufiger als das bis dahin bekannt war aus der Tasche gefallen waren.

Doch dieses vielleicht beeindruckendste Phänomen der von Rechtspopulisten hetzerisch "Flüchtlingskrise" genannten Erweiterung Deutschlands um mehrere hunderttausend ehrliche Männer und Frauen, Kinder und Alte endete irgendwann still und unbemerkt. Kein Nachruf, keine Nachfrage, und das nicht etwa erst, als öffentlich Zweifel an einer Geldbörsenfindegeschichte des "Spiegel" laut werden durften.

Die geldsammelnden Neuankömmlinge landeten schon zuvor auf der Halde der medialen Demenz. Kein junger Iraker fand mehr 1000 Euro und gab sie ehrlich ab - unter Verzicht auf den Finderlohn. Kein junger Syrer meldete 150.000 gefundene Euro bei der Polizei, kein Landsmann von ihm fand mehr einen Geldbeutel mit 1450 Euro, kein Geflüchteter staunt über 1000 Euro, die einfach so in einem Bus liegen.

Im ganzen Jahr 2018 gab es nur eine halbe Handvoll froher Meldungen über sogenannte Finder-Flüchtlinge. 2015 und 2016 hatten Neuankömmlinge die entsprechenden Summen noch binnen weniger Tage gefunden.

Passen die Deutschen besser auf? Oder wirkt die Unehrlichkeit der Menschen, die schon länger hier leben und keineswegs stets alles, was sie finden, bei den Behörden abgeben, auf negative Weise integrativ? Werden als ursprünglich ehrliche Refugees durch den Umgang mit den von Haus aus eher egoistischen Einheimischen selbst zu nur auf den eigenen finanziellen Vorteil bedachten Menschen? Irrte Grünenchefin Katrin Göring-Eckhardt, als sie vorausgesagte "Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch"? Weil sich nicht das Land an die Zugewanderten, sondern am Ende doch die Zugewanderten an das Land anpassen?

Alle Umstände sprechen dafür. Es gibt keine Woche mehr mit mehreren großen Geldfunden, auch über das Schicksal früherer Finder - ursprünglich hatte es sich eingebürgert, sie zumindest mit einem kleinen Porträt in der Lokalpresse zu ehren - wird nichts mehr bekannt. Was zum Beispiel wurde aus dem 35-jährigen Foaz Osso, der in Wolfsburg in einer gespendeten Jacke 3000 Euro entdeckte? Welche Ausbildung hat der 16-jährige Syrer inzwischen erfolgreich absolviert, der im Sommer 2015 "kein Wort Deutsch" sprach, doch "das Herz am rechten Fleck" hatte 1450 Euro einfach so an die rechtmäßige Besitzerin zurückgab? Und was wurde aus dem Iraker Jamal Khalaf, der der seine Familie zu Hause zurücklassen musste, eine gefundene Geldbörse mit 400 Euro Bargeld und Kreditkarten aber sofort zur Polizei brachte, weil "ich nicht wegen des Geldes nach Deutschland gekommen bin"?

Niemand wird es niemals erfahren. Die Welt aber, sie ist offenbar ein Stück schlechter geworden.



Kommentare:

Florida Ralf hat gesagt…

ganz wunderbar, eine schoene weihnachtsgeschichte.

allerdings nur die zweitbeste, die ich bisher lessen durfte.

https://www.welt.de/politik/ausland/article186067452/US-Praesident-Du-glaubst-noch-an-den-Weihnachtsmann-fragt-Trump-einen-7-Jaehrigen.html#Comments

ppq hat gesagt…

das auch noch. er raubt kindern die illusionen. was für ein schlimmer mann

Sauer hat gesagt…

Sauer

Traurige Weihnachten für afghanischen Flüchtling

Heribert Prandtl

Weihnachten 2018 wird für Aschraf in trauriger Erinnerung bleiben. Er wollte schenken, wurde durch widrige Umstände jedoch daran gehindert. Am Heiligen Abend hat er auf dem Odeonsplatz vor der Feldherrenhalle einen Pferdeapfel gefunden und aufgehoben. Der Apfel war herrlich und insgesamt gut erhalten. Wie es seine Familienehre erfordert, wollte er ihn sofort an das Pferd, dem er gehört, zurückgeben. Fremdes Eigentum zu behalten ist in seiner Familie streng verboten, drakonische Strafen nach der Scharia drohen, wenn er es trotzdem tut. Aschraf suchte also gleich nach dem Pferd, konnte es jedoch trotz angestrengter Bemühungen nicht finden. Passanten, die er ansprach und nach dem Pferd fragte, konnten ihm nicht helfen. Andere machten einen großen Bogen um ihn, als sie den Pferdeapfel in seiner Hand sahen. Er wandte sich schließlich an eine voreikommende Polizeistreife und schilderte den Polizisten seine schreckliche Lage: anständig sein zu wollen und nicht können. Die Polizisten erkannten die seelische Notlage von Aschraf und riefen eine Polizeihundertschaft zu Hilfe. Akribisch suchte diese die nähere und weitere Umgebung des Fundortes ab, das Pferd wurde aber nicht gefunden. Auch die Feuerwehr wurde eingeschaltet, um die Dächer der angrenzenden Gebäude abzusuchen, für den Fall, daß das den Pferdeapfel verlorenhabende Pferd aus Schrecken vor der Weihnachtsbeleuchtung eventuell auf ein Dach geflüchtet war. Das Fallenlassen des Apfels spricht für eine nervöse Reaktion des Pferdes auf einen ihm unbekannten Reiz. Doch auch diese Suche verlief vergebens. Auf Anfrage der Polizei wurden alle Krankentransporte, die den Odeonsplatz in der fraglichen Zeit passiert hatten, daraufhin geprüft, ob sie vielleicht jemand, der von einem Pferd getreten wurde, in ein Krankenhaus gebracht hätten und derjenige oder diejenige Auskunft über das Pferd geben könnte. Auch diese Aktion verlief im Sande. Die Polizei wandte sich daraufhin an den Bayerischen Rundfunk mit der Bitte, Suchmeldungen nach dem Pferd, das auf dem Odeonsplatz einen Pferdeapfel hinterlassen hat, durchzugeben. Parallel wurde die tiermedizinische Fakultät der Universität eingeschaltet, die eine klitzekleine Probe des Apfels nahm und ihn gentechnisch untersuchte. Sollten die Suchmeldungen ohne Erfolg bleiben, ist geplant, alle Pferde Oberbayerns gentechnisch zu analysieren, um das Pferd auf diesem Weg zu ermitteln. Der bayerische Staat und die Stadt München haben die Pflicht, Aschraf auf jede erdenkliche Weise zu helfen, damit er den Geboten seiner Ehre Genüge tun kann. Hoffen wir, daß er noch während der Weihnachtstage oder wenigstens kurz danach den Apfel dem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben kann.

Der lachende Mann hat gesagt…

Meine Schwester und ich haben zu Oberschulzeiten gelegentlich fürs "Neue Deutschland" kleine Meldungen geschrieben. Fast wörtlich erinnere ich mich noch an diese hier:

DORTMUND
KPD-Funktionär niedergeschlagen

Wie unser Korrespondent aus der BRD, Jupp. Angenfort, berichtet, erfuhr ein Funktionär der KPD in Dortmund am gestrigen Vormittag von einem Vertrauten, daß seine Ehefrau fremdgeht. Daraufhin war er den Rest des Tages niedergeschlagen.

Der Artikel wurde von der Redaktion nicht angenommen. Wir führen das darauf zurück, daß wir ihn nicht angeboten haben.

Anonym hat gesagt…

General Feldmarschall Sepp fordert Luftunterstützung an : auf

https://ernstchan.xyz/b/

breitet sich erneut der Bolschewismus aus ; wir benötigen daher :

88 Erdkampfbomber
200 Tornados
4000 Drohnen

i.A.