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Montag, 17. August 2020

#wrongtrump: Der Tod ist ein Meister aus Deutschland

Seit Journalismus klar "Position" bezieht, ist Menschenfeindlichkeit erlaubt, wenn es gegen das Böse geht.

Bittere Stunden für das bessere Deutschland waren es, die auf den Moment folgten, in dem der amerikanische Präsident Donald Trump mitgeteilt hatte, dass sein Bruder Robert nach einer schweren Erkrankung gestorben sei. Der falsche Trump ist tot, schrie Twitter auf, als habe Björn Höcke Katja Kipping einen Heiratsantrag gemacht. Der menschenfreundliche Hashtag #wrongtrump trendete, ohne dass das in normalen Zeiten stets auf Meinungsfreiheitsschutzetikette bedachte Kurznachrichtenportal zu den üblichen Löschungsmaßnahmen griff.

Ähnlich beim ehemaligen Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", das für den Fall der Fälle eigentlich über hochsensible Schicklichkeitsfilter verfügt. Trumps Trauertweet "Er war nicht nur mein Bruder, er war mein bester Freund, er wird sehr vermisst werden, aber wir werden uns wiedersehen", beförderte binnen kürzester Zeit die dunkelsten Seiten Helldeutschlands zutage: "Hoffentlich bald wiedersehen", wünschte sich Klaus, Annette präzisierte, dass "eine Welt ohne Donald Trump nun mal eine bessere" wäre, Holger schloss sich den Todeswünschen an und Joern forderte den Tod des Präsidenten "Bitte zügig!!"

Der Tod ist ein Meister aus Deutschland, wieder einmal. Erbarmen, die Guten kommen! Anstand, Sitte, gute Erziehung sind vergessen, wenn es gegen den richtigen Feind geht, und der Kampf gegen Hass und Hetze im Netz hat Pause, taucht der Endgegner im Fadenkreuz auf. Jahrelange Bemühungen, die publizistische Schlacht gegen den ungeliebten Mann im Weißen Haus mit immer absurderen Behauptungen, immer sprühenderem Geifer und immer groteskeren Titelbildern zu einem Weltkrieg ohne Regeln anzuheizen, haben eine Atmosphäre geschaffen, in der sich die blinde Wut, dass Trump immer noch da ist, obwohl die spitzesten Federn der Medienrepublik ihn schon mindestens zehnmal in Gefängsnis geschrieben haben, mit großer Selbstverständlichkeit für eine edle Regung hält. Man hat den "Trump-Ticker" (FR) irgendwann stillschweigend beerdigt. Nicht aber die Hoffnung, der Blitz möge dessen Namensgeber treffen.

#wrongtrump ist die virtuelle Inkarnation einer journalistischen Entgrenzung, die zur Pflicht jedes Berichterstatters erklärt hat, "Haltung" zu zeigen und "Position" zu beziehen. Nicht mehr ein Geschehen macht die Nachricht, sondern die Möglichkeit oder Unmöglichkeit seiner Instrumentalisierung für einen guten Zweck. Was passt, ist wichtig und wird groß gefeiert. Was schädlich sein könnte, erreichte es Leser und Zuschauern, landet wie zuletzt die von Trump verfügte Aussetzung der Einkommenssteuer für alle Einkommen unter 100.000 Dollar im Kleingedruckten der Nachrichtenspalten,  einer gezielten Falschdarstellung oder in der Unsichtbarkeit der Berichterstattungsvermeidung.

Allein die sture Anwesenheit Trumps, von dem niemand weiß, ob er die anstehenden Wahlen nicht doch wieder gewinnt, ist ein Affront, belegt er doch die Unfähigkeit selbst ganzer Reporterarmeen, eine Wirklichkeit herbeizuschreiben, wie man sie gern hätte. Figuren wie Karl Doemens, Jakob Augstein, Georg Restle, Stefan Kornelius und ‎Klaus Brinkbäumer lassen deshalb aber natürlich noch lange nicht ab vom Versuch, wenigstens die Heimatfront mit noch mehr Schärfe, noch mehr Häme und noch fantastischeren Vorwürfen gegen den "Hassprediger" (Steinmeier) zu mobilisieren. Längst gilt der Kampf nicht mehr einer besseren Welt oder einem besseren deutsch-amerikanischen Verhältnis, sondern allein noch dem Ziel, ganz zum Schluss eben doch Recht gehabt zu haben. Und sei es auch auf Kosten einer Luft, die durch einen entmenschlichten Umgang mit Menschen vergiftet wurde.

Kommentare:

Eddie Graf hat gesagt…

Und im Spiegel schrieb gestern so ein Heini, man soll Politiker nicht mit Fotos diskreditieren.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/politiker-am-corona-pranger-hilfssheriff-boehmermann-und-die-corona-petzen-kolumne-a-00000000-0002-0001-0000-000172492976

Anonym hat gesagt…

Im Fall von Ricarda Lang war es die McDonald's-Tüte auf dem Tisch, die einige Kritiker zusätzlich anstachelte. Eine grüne Parteifreundin hatte kurz zuvor ein TV-Werbeverbot für Fast Food gefordert. "Lass es dir schmecken, Ricarda!", twitterte nun die digitalpolitische Sprecherin der AfD-Bundestagsfraktion, Joana Cotar. Neben dem Schnappschuss brachte sie sogar noch das Wort "übergewichtig" unter; da lachte das rechte Gefolge."

Sepp hat gar nicht gelacht sondern die Observierungsmaßnahmen verschärft . demnächst mehr vom adipösen Arschlochkind Reikkarda

Anonym hat gesagt…

Wenn wieder jemand überfallen, abgestochen oder vergewaltigt wurde, denke ich aber auch oft #wrongopfer

Anonym hat gesagt…

3sat "kulturzeit" ist zurück aus der unverdienten Sommerpause , das Personal hat sich im 5 Sterne wellness_Bereich gut erholt - nun darf wieder gegen Deutschland gehetzt werden

Anonym hat gesagt…


der "deutschlandfunk" feiert den Endsieg über die uneinsichtigen Prolls (" politisch inkorrekte Äußerungen haben Folgen" ; soso , ist das so ? oder existiert die bolschewistische Diskurshoheit nur im kranken Gehirn einer julia schröder ?

dann labert sie los und "kritisiert" Literatur - man mag gar nicht hinhören - es ist so strunzdumm wie der Aufsatz eines 12-jährigen Türken der die Förderschule besucht .

ääätsch-"Kritik" . Berlin Mitte und "deutschlandfunk" beherrschen die freche Masse Mensch - glaubt die julia .






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