Samstag, 12. Dezember 2020

Hirnpsychologie: Der Endsieg der Angst

Bei Klima, Umwelt, Gerechtigkeit und Gesundheit, bei Wohlstand, Arbeit, und dem Umgang mit der eigenen Meinung hat sich die Angst als eines der wirksamsten Erziehungsmittel herausgestellt. Deutschland ist, fixiert auf Inzidenzzahlen, Ansteckungsstatistiken und Intensivbettenregister, Opfer seines eigenen Hanges zum betreuten Leben geworden. Für das Land ist Angst eine Gewohnheit, eine Lebenseinstellung. Das Volk ie Bevölkerung lechzt nach Auflagen, Verboten und falschen Versprechen, die Menschen  möchten bei der Hand genommen und in eine bessere Welt geführt werden.

Die Angst als Sucht

Es gleicht einer Sucht, denn die Angst, die den Alltag beherrscht, lässt sich nie und von niemandem enttäuschen. Grundsätzlich unterscheidet sie sich von ihrer Schwester, der Furcht, die bis vor einigen Jahren als stellvertretendes Grundgefühl einer Gesellschaft fungierte, die gern Angst gehabt hätte, aber nicht so richtig wusste, wovor. "Furcht entsteht, wenn es eine Bedrohung gibt", beschreibt Hans Achtelbuscher vom An-Institut für angewandte Entropie der Bundeskulturstiftung den Unterschied. Angst trete dagegen in Situationen auf, die nicht eindeutig sind, etwa wenn jemand allein zu Hause sitzt, auf seinen Fernseher schaut und Nachrichten von steigenden Inzidenzzahlen, neuen Coronakurvenrekorden und den heldenhaften Anstrengungen zum Aufbau gigantischer Impfzentren hört.

Menschen lechzen nach Angst, denn Angst rechtfertigt alles. Wer Angst hat, darf seine Freiheiten opfern, ohne sich dafür entschuldigen zu müssen. Wer Angst hat, kann auf die diffuse Furcht verzichten, denn Angst erschafft, definiert und färbt unsere Welt. Die Wetterkarte ganz in Rot, die Corona-Karte ebenso. Ungeachtet der zugrundeliegenden Zahlen ist immer Alarm, ist immer Angst, denn ohne Angst hätten viele Menschen gar keine Ahnung, was sie mit sich anfangen sollten. 

Ein panoramabreites Phänomen

Im Alltag und in seiner Panoramabreite ist das ein neues Phänomen. Bis vor zehn Jahren war es die Furcht, die in den Medien und im Alltag der Menschen als gelindes Ersatzgefühl fungierte. Einem gesundes Gefühlshaushalt genügte es in der Regel, sich vor dem Verschlafen, vor einem verpassten Bus oder einem verlorenen Hausschlüssel zu fürchten, um Freude und Glück zu empfinden, wenn es gelang, diese befürchteten Probleme zu vermeiden.

Zahlen und Statistiken zeigen, wie diese gelegentliche gesellschaftliche Panikstörung nach und nach einer generalisierten Angststörung wich. In der Folge der Finanz- und Eurokrise übernahm die Angst die Funktion der Furcht. Mit weitreichenden Folgen, wie der Medienpsychologe Hans Achtelbuscher erklärt. "Steht bei der Panikstörung anfallsartige, mit Herzklopfen, Atemnot, Übelkeit und Schwindel einhergehende Furcht im Vordergrund, die häufig ohne konkreten Auslöser auftritt, übernimmt bei der generalisierten Angststörung ein ständiges Gefühl von Unsicherheit, Bedrohung und Besorgnis."

Zittern zur Regierbarkeit

Neben mentalen Problemen, die zu einem reflexhaften Hang zu einfachen Lösungen und einem Übermaß an Vertrauen in die Lösungskompetenz von Behörden, Politikern und internationalen Organisationen führen, treten auch bei Angstanfällen körperliche Symptomen wie muskuläre Anspannung, Unruhezustände und Erschöpfbarkeit auf. Der Mensch zittere sich unter dem Einfluss einer Berichterstattung, die nicht mehr einordne und kaum noch nachfrage zu einer bequemen Regierbarkeit, bereit, angetrieben von seiner für Angst gehaltenen Furcht zu tun, was immer nötig ist, um dem akuten Panikanfall, den er für eine dauernde, aber begründete Angststörung hjält, zu entkommen.

Dabei unterscheiden sich beide Gefühle eigentlich deutlich auf der körperlichen, gedanklichen und hirnphysiologischen Ebene", sagt Achtelbuscher, der den schleichenden Wandel der medialen Verwendung von Angst und Furcht seit Jahren beobachtet. Mittlerweile werde im Alltag der Reizmedien nur noch das Wort "Angst" für beide Emotionen verwendet. "Das stellt die Empfängerseite auf eine Frequenz ein, auf der sich diffuse Furchtempfindungen in eine generalisierte Angst verwandelt, die nur noch ihre Anlässe wechselt." 

Was heute der Klimawandel, die Bodenversieglung, die Dürre, die Ukraine, die AfD, die Armut, das Gender-Pay-Gap, der Rundfunkbeitrag, Trump, der Faschismus oder das Waldsterben an Anlässen bietet, werde morgen bruchlos ersetzt werden können durch neue fürchterliche Untergangsversprechungen. "Die Pandemie hat auf herausragend klare Weise gezeigt, dass zwischen Angstauslöser und Angstnutzung kein Zusammenhang mehr bestehen muss", folgert Hans Achtelbuscher aus seinen bisherigen Forschungsergebnissen.


Kommentare:

Florida Ralf hat gesagt…

vielleicht koennten wir uns auf einen tag im jahr einigen, an dem wir ausgedruckte rote karten unserer wahl aus dem fenster haengen oder hinter die scheibe kleben.

damit setzen wir auch ein gemeinsames zeichen im namen der plattform, die wir bieten, immer bereit.

Anonym hat gesagt…

eine hochwertige Bewaffnung schützt vor bundesrepublikanischer Ankst™ .

"sprichst du mit mir ?" wollte Karl-Heinz Seppmann aus H. wissen .

plötzlich sah sich das migrantische Großmaul im Drogensportwagen mit einer Klock gonfrontiert .

"isch hab nur Spass gemacht"

( Dr. Seppmann zerschlägt die Heckscheibe und zerrt an der Elektrik )

"pass mal uff Arschloch - von deiner Sorte hab ich in Afghanistan jeden Tag zwo Eimer voll plattgemacht "

aus : "NLP Programmierung im Straßenverkehr ; Rechtsabbiegerverlag Glauchau ; 4400 S. persia Dünndruck "

( Satüre darf ditte )

Anonym hat gesagt…

'Angst essen Seele auf.'

Ali, in besseren Zeiten

ppq hat gesagt…

zeichen setzen ist immer gut. wir müssen nur aufpassen, dass wir für das richtige eintreten! und da bleibt der beschluss der ministerpräsidentenkonferenz morgen abzuwarten

Anonym hat gesagt…

Am Donnerstag bin ich in Halle ohne Maske durch die Innenstadt gegangen, keine 5 Minuten. Dann wurde ich vom Ordnungsamt kontrolliert. Kein Problem, ich habe eine Befreiung. Wärend der Kontrolle kam über Funk die Fahndungsmeldung nach mir durch.
Ein vorbildlicher Bürger hatte mich angezeigt. Wir haben es weit gebracht heutzutage.

Anonym hat gesagt…

der "deutschlandfunk" verteidigt erneut tapfer das Kopftuch der Kopftuchmädchen - schlimm : auch die AfD mag keine Kopftuchmädchen - unklar warum die dummen Kopftuchmädchen nicht begreifen wollen weshalb auch emanzipierte BoxerInnen das Kopftuch tragen .

der liberale mainstream mag Kopftuchmädchen ; sie stehen für offene Buntheit , gar nicht so sehr für den unfähig - rückständigen Islam - aber das sieht der Bürger eben nicht ein .

"vielleicht tragen die Kopftuchmädchen das Kopftuch freiwillig " argumentiert die Kopftuchbefürwortende .

soviel Intellektualität . Das Kopftuchmädchen wird gar nicht vom Drogenali und seinen Brüdern unter Druck gesetzt - es trägt das Kopftuch freiwillig - UND es hat sich noch nie bei Fräulein Lehrerin beschwert.

"Aische - du trägst doch das Kopftuch freiwillig , nicht wahr ?!"

"ja Frau Rosch-Ford-Ranzig " .

"dann ist doch alles gut"


aus : "Theologie der Befreiung , die sozialdemokratische Praxis im Spannungsfeld zwischen Müll und Menschenkarikaturismus " 4 Seiten ; Olaf-Scholz-Verlag Neuengamme , €29,80 , auch als Hörbuch und Weihnachtsmärchen erhältlich .