Freitag, 26. Februar 2021

Energiesicherheit: Deutscher Ausstieg mit Atomstrom

Deutschland setzt auch künftig auf Atomstrom.

Das hätte auch schiefgehen können. Auch fast zehn Jahre nach dem deutschen Beschluss zum rigorosen Energieausstieg hatte die Bundesregierung noch kaum Erfolge beim Aufbau speichernder Netze und windkraftgetriebener Fahrzeuge vorzuweisen. Stattdessen sorgten die Ausstiegskosten zuletzt für so viel Unmut, dass der Bundeswirtschaftsminister selbst ankündigen musste, dass künftig nicht mehr stromverbrauchende Steuerbürger*innen sondern ausschließlich steuerzahlende Stromverbraucher die Kosten für den weltweit vielbeachteten deutschen Fantasiestrompreis übernehmen würden. Dadurch profitiere das Klima weiterhin von der - dann abgeschafften - Erneuerbare-Energien-Umlage. Ohne dass die beschwerliche Strecke, die bis zum Ausstieg auch aus Kohle, Öl und Gas noch zurückzulegen ist, direkt auf den Zähler schlägt.

Pelletts aus eigenen Anbau

Wie aber ein Land am Laufen halten, das allen Prognosen zufolge auch in fünf, zehn und 15 Jahren noch Restenergie nutzen müssen wird? Können Grüne Physik, Windradvoodoo, die Abdeckung früherer landwirtschaftlicher Flächen mit Solarpanelen, Pellets aus eigenem Anbau und intelligentes Lademanagement wirklich ersetzen, was im Moment noch durch die Leitungen vagabundiert, eingespeist gerade in den dunklen, kalten Tagen des Klimawinters aus vorsintflutlichen Kern- und Kohlekraftwerken? 

Es war lange ungewiss, so ungewiss sogar, dass im Vertrauen darauf, dass sich zu gegebener Zeit sicher irgendeine Art von Lösung finden werde, gar nicht mehr darüber gesprochen wurde. Der deutsche Energiekonsens, ein zerbrechliches Gebilde aus Sehnsucht, Hoffnung und irrationalem Glauben, verließ sich auf Pläne, die ausschließlich aus Zielen bestanden, die in Papieren niedergeschrieben worden waren, von denen schon wenige Wochen nach ihrer Verabschiedung nicht mehr weiter die Rede war.  Irgendwie und irgendwann würden Straßen die Kraftwerke ersetzen, neue Kunsthochschulen das Land beheizen und neue Professuren zur Erforschung des Lebens ohne Kohle, Öl und Gas die Stromversorgung sicherstellen.

Ausstiegsunwillige Rückständler

Und schließlich sind da ja auch noch die Nachbarn, weitgehend ausstiegsunwillige Rückständler, die die Zeichen der Zeit noch nicht erkennen können, weil es ihnen an der sozialen und klimatischen Intelligenz fehlt der Deutschen 2.0 auszeichnet. Sie heizen mit Kohle, betreiben Kernkraftwerke und übertreiben es damit soweit, dass Deutschland immer öfter einspringen muss, um überproduzierten Klimastrom abzunehmen. Eine stille, aber zutiefst europäische Zusammenarbeit: Die einen steigen demonstrativ aus, die anderen lassen laufen, länger nun sogar. Frankreich etwa hat nun beschlossen, aus dem deutschen Atomkraftausstieg auszusteigen. Und die gesetzliche Laufzeit seiner Alt-Reaktoren aus den 80er Jahren von 40 auf 50 Jahre zu erhöhen.

Bis mindestens 2030 ist damit auch das Schreckgespenst der deutschen Dunkelflaute verjagt, mit dem Energiezweifler und Angstmacher immer wieder gegen den Energieausstieg gehetzt hatten. Nachdem die französische Atomaufsicht Autorité de sûreté nucléaire angewiesen hat, dass die nach Bauplänen aus den 60er und 70er Jahren errichteten 32 Meiler - 13 von ihnen das Höchstalter von 40 Jahren bereits überschritten - repariert werden müssen, dann aber weiterlaufen dürfen, ist auch die deutsche Ausstiegsenergieversorgung perspektivisch sicher.


Kommentare:

Hase, Du bleibst hier ... hat gesagt…

Flüssig-Salz-Reaktor,sicher, durch Selbstabschaltung bei erhöhter Temperatur. Nutzt vorhandenen Atommüll und den Dreck aus Atomraketen. Der Restmüll hat eine Strahlungsintensität vergleichbar mit einem Auswärtsspiel in Aue. Selbst der "Große Bill" investiert in diese neue Technologie. Patentiert und zur Serienreife gebracht von einem Forscherteam aus Berlin. Wohlan !

Anonym hat gesagt…

Wenn man die Haushalte und Betriebe von Grünenwählern bei Engpässen abklemmt, könnte man die Blackouts doch etwas mildern.

suedwestfunk hat gesagt…

Wird alles beim Machtantritt von Weltverbesserern in der Tradition von Marx, Lenin, Che Guevara und Mao Zedong hinfällig: China und Bill Gates sind sich über die Energieversorgung halbwegs einig, Kernenergie funktioniert immer besser, Mikroelektronik auch, digital vernetzt sein wollen alle - die schöne neue virtuelle Realität lässt keinen Wunsch unerfüllt. Es reicht völlig, wenn die Leute sich um ihren social score kümmern, konsumieren, Müll trennen, niemanden mit Hasskommentaren belästigen, Hundeköttel in die Plastiktüte entsorgen und essen, was aus dem Labor auf den Tisch kommt. Oder doch: Hunde in die Pfanne, Leugner ins Arbeitslager, Windmühlen und Solarpanels von Horizont zu Horizont außer in Reservaten, die dem Tourismus für Impfpass-Inhaber vorbehalten sind? Da kenne sich noch einer aus!
Ich warte's lieber erstmal ab. Vielleicht regelt ja doch der Komet die Sache.

Anonym hat gesagt…

Im pfoinen Rittergut, "Sammelstelle für Gedrucktes", Benedikt Kaiser. Kannegießerei vom Feinsten. Und dann die Kommentare ... Das Grauen, das Grauen. Hätt' der Hund nicht geschissen, hätt' er 'n Hasen erwischt. Spackosphäre², und "Imagine" ist in Höchstform.

Sepp/Bernd, übernehmen Sie.

Anonym hat gesagt…

re Anon : habe mehrfach erklärt : rotgrünmerklschwarz ist der nützliche Idiot der franz. Reaktorindustrie - nimmt man die brd Reaktoren vom Netz ( und wären wir eine Insel ) käme zwingend der blackout - der kommt aber nicht weil die franz. kV-Kabel bei Freiburg zuverlässig saubere Energie aus Gezeitenkraftwerken und den Alpen liefern. ( Kommt der Strom aus ökologischem Anbau ? will der rotgrün-Dozent aus Freiburg wissen - und JA - natürlich - reinster Ökostrom - denn der Franzose pumpt für Herrn Dr. Grünspan-Sonnenstrahl NUR ökologischen Strom über die Grenze ( und das gibts sogar schriftlich ) . Bisher musste Jean Paul Dupont seinen überflüssigen Strom an die Alu und Titanwirtschaft verschenken ( und das war auch lange Zeit so gewollt - nun aber gibt es ein besseres Geschäftsmodell : man verkauft den Strom nach Westdeutschland .

Kohle - ja - gibts beim Russen - zeitweise für 37 oiro / t ( schwefelfrei , Moorburgqualität , 6800 kcal / kg - also ganz feines Material , wenig Schwermetall , versaut also auch nicht die teuren Wattenfallkatalysatoren - aber nein - das modernste Kohlekraftwerk der Welt muss weg weil es die behinderten Kinder AnnalenaundMalte so wollen .

es geht doch ums Prinzip : protestantisch - spaßbefreit in eine ökologisch korrekte Zukunft ( "wir wollen doch alle Energie sparen " ) .

einach mal NEIN sagen - einfach mal NICHT "argumentieren" .

einfach mal die Machtfrage stellen und positiv für den eigenen Clan beantworten .

rotgrüne KinderInnen leiden nicht unter einer rotgrünen Politik - sie jetten durch die Welt posten ihre Selbstverwirklichung auf Tünda und Fackbook , die rotgrüne "Elite" reproduziert sich - die immergeleichen Logen Gymnasien , "Hochschulen" - Schelsky lesen immer und immer wieder bis es jeder geschnallt hat .

man kann da nix machen .

doch kann man . notfalls mit der Axt . Fußmarsch : 120 Minuten bis zum Weichziel . Einfach mal in die große graue Stadt fahren und ganz unironisch die Weltverbesserer besuchen .

und war da nicht ein Umweltproblem ? ja doch - die Neger und Asiaten scheißen zuviele Kinder in die Welt . Die Dinge sind tatsächlich so einfach .

Anonym hat gesagt…

habt ihr das jetzt begriffen ?

es gibt keine "friedliche Lösung" gesellschaftlicher Probleme .

es gibt keinen "preiswerten Strom" .

wir kaufen den nutzlosen Reaktorstrom aus Frankreich weil wir keinen Plan B haben .

"unsere" Regierung arbeitet für die EDF - wer das nicht begreift sollte sich aus der Evolution verabschieden .

die Lockdownmaßnahmen wirken übrigens genauso wie mehrere 1000-Bomber Angriffe auf Köln - denkt mal drüber nach .

Kommando zurück - stellen sie das Denken ein und bauen sie die Stellung aus

Anonym hat gesagt…

(Sepp/Bernd, übernehmen Sie.) - Das war ich. Und: So genau wollte ich es eigentlich gar nicht wissen ... Ihr glaubt doch wohl nicht, daß Monsieur Froschfressér Herr im eigenen 'ause wäre? Ridikül.