Mittwoch, 24. März 2021

Islamistischer Terror: Die hohe Kunst des richtigen Trauerns

Ein Meisterwerk der Verdrängungsliteratur: Bei Euronews findet das Gedenken an den islamischen Terror von Brüssel ohne Islamisten statt.
Die Stichworte für die Suchmaschinenoptimierung sind Brüssel, Attentat, Attentat in Brüssel, Gedenktag, Überlebende und Terrorismus. Was fehlt, fällt gar nicht auf, denn wo Euronews sendet, der erste und größte paneuropäische Fernsehsender, gibt es professionell gemachte Manipulation, gezieltes Verschweigen und geradezu liebevoll gemachte Propaganda.  "300 Journalisten", lobt sich das paneuropäische Medienhaus selbst, würden hier jeden Tag paneuropäische Nachrichten produzieren, wie sie für Fortschritt und Frieden unerlässlich sind.  

Gefühliger Jahrestag

Zum Jahrestag dessen, was bei Euronews, aber auch anderswo "die Anschläge von Brüssel" heißt, geht es pflichtschuldig gefühlig zu. Eine Schreibtischreportage, verfasst in höchster Seelenpein: "Morgens um 8 Uhr erschüttern zwei Explosionen den überfüllten Abflugterminal am Flughafen Zaventem. Mindestens elf Menschen werden getötet, etwa 100 weitere verletzt." So war das, damals vor fünf Jahren, als Europa alle Kraft aufwenden musste, um mit geheuchelten Trauerbekundungen für jeweils wechselnde Städte - Stichwort je suis XXX" -  die drängende Frage zum Schweigen zu bringen, wie das alles hat so kommen können.

Ein halbes Jahrzehnt später verschwimmt die Erinnerung, auch wenn bei Euronews nachzulesen ist, wie die Artikelhauptfigur Laurens Verbrennungen im Gesicht erlitt und von einem Schrapnell in Bauch und Beine betroffen wurde. "Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern", sagt er. "Ich habe schreckliche Dinge gesehen und gehört." Der Anschlag hat Europa gezeichnet, wenigstens für einige Momente. Der Prozess gegen die überlebenden Täter hat noch nicht begonnen, aber was sind auch schon fünf Jahre vor dem Gericht der Weltgeschichte, vor dem die Anwälte der "Tagesschau" etwa vor allem die Sorge umtreibt, es könnte etwas hängenbleiben am lauschigen Terrorviertel Molenbek.

Erinnerung ohne Signalbegriffe

Es geht trotzdem nicht anders. Die "Tagesschau" wie der "Spiegel", aber auch die "Neue Westfälische" und sogar "Die Zeit" verwenden Signalbegriffe wie "islamistisch", "Islamischer Staat" oder "IS-Terroristen" in ihren Gedenkbeiträgen. Zwar zeigt das ZDF beispielhaft, dass das keineswegs so sein muss, weil eine Trauerberichterstattung auch Krokodilstränen weinen kann, ohne unschöne Verantwortlichkeiten zu erwähnen. Aber wegweisend für den künftigen Umgang mit der anrollenden Welle an Anschlagsjubiläen für die Opfer von Islamisten in Nizza, Ansbach, Berlin, St. Petersburg, London, Stockholm und Hamburg sollte in einer verantwortungsvoll arbeitenden Medienlandschaft das Beispiel von Euronews sein.

Hier spielt der ehemalige Profi-Basketballer Sébastien seine Opferrolle, hier taucht auch Charlotte Dixon-Sutcliffe auf, die beim Anschlag ihren Mann verlor und sich heute als Vorsitzende der Organisation Survivors Against Terror "um die Unterstützung von Opfern von Gräueltaten kümmert" (Euronews). Was nicht vorkommt, ist das Wort mit I, der große grüne Elefant, den Medien energischer meiden als der Teufel das Weihwasser oder das Corona-Kabinett eine nachvollziehbare Logik: Worte wie Islamist, Islamisten, IS, Islamischer Staat, Islam oder auch nur muslimisch kommen im Euronews-Gedächtniswerk so wenig vor wie es überhaupt einen Hinweis auf irgendwelche Täter gibt.

Meisterwerk der Verdrängung

Der Text ist damit Meisterwerk der noch relativ neuen Kunst, fein abgewogen und höchst berührend Nachrichten, Meldungen und tiefsinnige Analysen zu verfassen, die ihren Inhalt radikal leugnen. Den Besten des Faches gelingt es, zu schreiben, ohne zu schreiben, und zu berichten, ohne zu berichten.Und die Allerbesten haben die wichtigsten Gründe dafür: Euronews gehört Naguib Sawiris, einem Ägypter, der als Aktionär des ägyptischen Mobilfunkunternehmens Orascom TMT Milliardär wurde und sein Geld nutzt, Europa mit "paneuropäischen Nachrichten" der eigenen Art zu versorgen.


Kommentare:

Trauer 'm Arsch hat gesagt…

Vermutlich hat es im Willkommenszentrum zu wenig Schokopudding gegeben, was eine Traumatisierung bewirkte, die nur durch Terror zu therapieren ist.

Hat nicht erst gestern so ein goldwerter Bereicherer in Colorado/USA den Dschihad zelebriert und 10 Zufallsopfer abgeschlachtet?

Auch im besten aller Schlands, wo nix mit nix zu tun hat, fällt jedem noch nicht komplett Sedierten sofort auf, dass es fast immer Moslems sind, die sich zu solchen Amokläufen berufen fühlen.

Ok, es gibt auch ein paar Breiviks, die sich aber in quasi Notwehr gegen die Invasion kulturfremder Erobererhorden zu wehren versuchen, aber die sind eine Minderheit und somit eigentlich besonders schützenswert.

In einem Krieg ums nackte Überleben darf man allerdings auch nicht zimperlich sein und sich mit zu vielen Gefangenen belasten.

Wer da zu lange humanisiert und trauert, wird ratzfatz der nächste Tote sein.

Wann wird der vertrottelte Doidschmichel im dann nicht mehr eigenen Land der ziemlich rechtlose Underdog sein, der dann unter Islamgesetzen garantiert ohne grenzenlose Sozialstaatssegnungen auskommen muss?

Wie hirntot muss man eigentlich sein, um das nicht zu kapieren?

Und mit solchen Schwachmaten muss man trotz Coronaisolation tagtäglich zurechtkommen.

Anonym hat gesagt…

Laut Wiki ist Sawiris koptischer Christ und säkular eingestellt. Er gehört zum Kapital, das gegen Moslembruder Morsi opponiert hat, weil er schlecht für's Geschäft war. Ägypten gehört auch zur Allianz gegen die Erdogan-Türkei. Pleitier Erdogan hat nicht genug Cash, um sich dort hineinzukaufen wie bei der libyschen Mafia. Die Motivation, die Trauer unverfänglich zu designen, dürfte eher von niederen Chargen ausgehen.

Unknown hat gesagt…

Das hat nichts mit dem Islam zu tu

Unknown hat gesagt…

Der ganze Islam hat nichts mit dem Islam zu tun ☝️