Google+ PPQ: Energieausstieg per Nullenergiehaushalt "

Samstag, 29. Dezember 2012

Energieausstieg per Nullenergiehaushalt

Angesichts stetig steigender Strompreise bleibt Verbrauchern nach den Vorgaben der politischen Parteien nicht viel anderes übrig, als auf die Regierung zu schimpfen. Die hatte mit dem für alle Bürger bindenden Beschluss zum Energieausstieg auch festegelegt, dass die private Stromverbraucher ihren Verbrauch reduzieren müssen, um das Weltklima zu retten. Als erster Staat weltweit will Deutschland Nullenergieland werden - PPQ zeigt, wo die größten Strompreistreiber sitzen und wie sie sich ohne großen Aufwand abschalten lassen.

Ein Weg, Energie und damit Kosten zu sparen, führt über weniger und seltener eingesetzte Haushaltsgeräte. Der Kauf von sogenannten hocheffizienten Geräten, wieihn die Verbraucherzentralen und die grüne Fraktionsvorsitzende Renate Künast fordern, ist kein Weg - die meisten technischen Geräte kommen bereits mit einer Energieschuld aus dem Produktionsprozess, die höher ist als der spätere Ressourcenverbrauch im Betrieb.

Konsequenter und weitaus ökologischer ist es, wenn Stromkunden versuchen, den Verbrauch der Geräte in ihrem Haushalt zu drücken, indem sie sie ausgeschaltet lassen. Und da geht einiges: Nach Berechnungen des Verbraucherportals Verivox kann eine durchschnittliche Familie pro Jahr rund 2500 Euro allein dadurch sparen, dass sie nur noch halb soviel Strom verbraucht. Dazu müssen große Verbraucher wie Fernseher, Espressomaschine oder Kühlschrank während der Hälfte der normalen Betriebszeit vom Stromnetz getrennt werden.

Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes kann ein durchschnittlicher Haushalt mit vier Personen in der Europäischen Union insgesamt bis zu 5000 Kilowattstunden im Jahr sparen, wenn er ganz auf den Einsatz von Energie verzichtet. Dafür ist es nützlich zu wissen, wo sich die größten Stromfresser verstecken, doch auch kleine Geräte können ihren Beitrag leisten, wie die Reihenfolge der größten Stromfresser zeigt:

1. das Büro – die darin vorhandenen Geräte machen mit 12,9 Prozent den größten Teil am Stromverbrauch aus
2./3. TV-/Audiogeräte und Warmwasser (jeweils 11,9 Prozent)
4. Kühlen (10,4 Prozent)
5. Beleuchtung (9,7 Prozent)
6. Kochen (9,0 Prozent).

Wer nicht zu Hause arbeitet, kann auf ein Büro verzichten und damit allein schon fast 13 Prozent Kosten sparen. Fernsehverzicht und ein Umstieg auf kaltes Duschen bringen weitere zwölf Prozent Einsparung. Auch der Rest ist einfach: Werden Speisen stets frisch gekauft und verzehrt oder beim Pizzaservice bestellt, ist Kühlung unnötig und weitere zehn Prozent der Stromkosten werden gespart. Da dann auch nicht mehr gekocht werden muss, bleiben weitere neun Prozent auf dem eigenen Konto. Wer dann noch konsequent zum gesunden Tag/Nacht-Rhythmus früherer Generationen zurückkehrt und mit der Dämmerung ins Bett geht, hat dank nicht mehr benötigter Beleuchtung nun schon zwei Drittel seines gesamten Stromverbrauchs weggespart.

Das restliche Drittel ist sogar noch einfacher. Hier schlagen hauptsächlich der Staubsauger (7,2 Prozent), der Trockner (6,6 Prozent), die Spülmaschine (5,1 Prozent), die Waschmaschine (4,9 Prozent) und der Gefrierschrank (4,5 Prozent) ins Kontor - kleine Helfer, die sich durch Besen und Kehrblech, Wäscheleine, Handspülen und Waschbrett ersetzen lassen. Auf den Gefrierschrank hingegen kann der moderne Nullenergie-Haushalt, der auf frisches Obst setzt, völlig verzichten.

Der Stromverbrauch des Beispielhaushaltes liegt damit bereits nahe Null, um kleine Stromfesser wie Standby-Lämpchen, Wetterstationen, Internetrouter und Handyladekabel nicht einzeln abschalten zu müssen, empfehlen die Experten zu Eliminierung der übrigen Kostentreiber die sogenannte große Lösung: Dazu reiche es, die Hauptsicherung auf die Schalterstellung "Aus" zu drehen. Ein durchschnittlicher Haushalt spare von diesem Moment an zwischen 900 und 1400 Euro im Jahr, und das mit steigender Tendenz. Die Hälfte des Betrages entfällt dabei auf gesparte Steuerzahlungen.

1 Kommentar:

Thomas hat gesagt…

Wieviel Strom könnte man erst sparen, wenn auch noch die Industrie mitmachte! Das wären immerhin 47% des Bruttostromverbrauchs (2009)!