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Mittwoch, 8. Mai 2013

Mein Tätowierer heißt Dummheit


Die rechte Gefahr, in Deutschland ist sie immerdar, auch im siebten jahrzehnt nach der "Befreiung vom Hitlerfaschismus" (Erich Honecker). Kein Wochenende, an dem nicht irgendwo "rechte Parolen" (dpa) geäußert werden, keine Nacht, in der nicht Vorkämpfer der ewiggestrigen Sache Hakenkreuze schmieren oder SS-Runen in das Glas von Bushaltestellen kratzen. Der wirtschaftliche Schaden ist immens, weil "ausländische Investoren nachhaltig abgeschreckt werden" (Reiner Haseloff). Der politische Nutzen aber wiegt das auf, denn nur so bleiben die Volksmassen sensibel für die Gefährdungen durch Rechte, Rechtspopulisten, Rechtsradikale, Rechtsextreme und Rechtsextremisten.

Der subtile Verführungskünste aber erstrecken sich längst nicht mehr auf den Bereich der Musik, wo rüde Klänge traditionell als Einstiegsdroge missbraucht werden. Neben dem weiten Feld der Kunst, das immer wieder von selbsternannten Provokateuren mit Hitlerparolen verseucht wird sind es mittlerweile die Aktivisten der Szene selbst, die als Aushängeschild der Bewegung in den Medien dienen. "H A S S" auf den Fingerknöcheln, ein Hakenkreuz über dem Herzen und am Hinterkopf den SS-Spruch "Unsere Ehre heißt Treue", diesen aber so raffiniert verkanaksprakt, dass kein Staatsanwalt hier noch etwas ausrichten kann.Und in Fraktur gesetzt - der Schrift, die Hitler selbst so sehr verabscheute, dass er sie 1940 für unerwünscht erklären ließ.

Ein Irrtum, aber kein Einzelfall, denn dei Befreiung war keine Befreiung vom Blöden und Beschränkten. Vor Jahren schon scheiterte die deutsche Rechte schmählich beim Versuch, Straßen in Mitteldeutschland auf dem Weg des Guerilla-Marketing zu Ehren des Hitlerstellvertreters Rudolf Heß umzubenennen. Die Bedauernswerten hatten Aufkleber mit dem Namen "Rudolf Hess" bedrucken lassen - dem Namen eines Bremer Kinderarztes, der 1934 von den Nazis entlassen worden war.

Das rechte Milieu, ausgezehrt vom jahrzehntelangen Kampf um Bedeutung und abgesintert auf einen Bodensatz aus Vollidioten, folgt hier dem Motto der "Apotheken Umschau" (nur echt ohne Bindestrich): "Lesen was dumm macht" (nur echt ohne Komma. Wer nicht denkt, muss auch nicht schreiben können. Es reicht völlig, zu glauben, man könne es.

Das Land wie das Jever: Wo die Kanzlerin selbst weder Kommasetzung noch Anrederegeln kennt, wo einheimische Gotteskrieger bei Terrordrohungen patzen und linksextreme Verbalgewalttäter vor allem durch eine konzeptuelle Nichtbeachtung aller Rechtschreibregeln von sich reden machen, findet eins zum anderen.

Unsere Ehre heist Treue. Heist heißt Raub. Und ja, unserer Tätowierer heißt Dummheit.

Kommentare:

Moritz Haberland hat gesagt…

Deutsche Sprache, schwere Sprache.
Außerdem war Diktate schreiben doof.

Doch die Abbildung sieht eher nach
einem Antifa-Klebe-"Tatu" aus, um so
ein überzeugendes Foto zu knipsen.

Wurde immer gern gemacht (auch DVD).

Florida Ralf hat gesagt…

Unsere Ehre heist Treue. Heist heißt Raub.

haette schon gereicht. ;]

Anonym hat gesagt…

Wo kaufe ich diese Badekappen?

Volker hat gesagt…

"Doch die Abbildung sieht eher nach einem Antifa-Klebe-"Tatu" aus, um so ein überzeugendes Foto zu knipsen."

Habe ich spontan auch gedacht.
Alternativ "Quelle: Archivfoto 1991"

Sicherheitshalber noch mal bei tineye nachgefragt. Und siehe, das Bild ist in Universalverwendung.

Für Haaretz (ein linkes Drecksblatt) ist der Typ ein Einwohner der Nazi-Hochburg Jamel.

Die WELT hat ihn (sieht man ja auf den ersten Blick) als Pfeilkreuzler entlarvt, der Blick als Jobbik; genau wie die Dänen von Nyhederne, die Slowenen von RTVSLO und die Schweden von Sdjewishworld.


YNetNews (wo ich eigentlich ganz gern mal lese) hat ihn als niederländischen Antisemiten identifiziert.

Und Aydinses zeigt dem Publikum, wie es sich einen Nationalsozialistischen Untergründler vorzustellen hat.

Moritz Haberland hat gesagt…

@ Volker: Nette Aufstellung - danke,
vermutlich nicht ganz vollständig
bei den NOTWENDIGEN Gelegenheiten
und die Rechte liegen bei "Apabiz".

ppq. so hat gesagt…

fabelhafte arbeit. der kerl kommt ganz schön rum.

Moritz Haberland hat gesagt…

Zitat: "der kerl kommt ganz schön rum."

Ein gut gebuchtes "Moddell" eben :-) .

Nix schnöne Titten-Olle, der Kerl dient einem "Guten Zweck".

eulenfurz hat gesagt…

Ein Abziehbild? Vielleicht ist der Typ ein solches der Mediokratie.

Schon, weil so ein Foto durch die Medien geistert, werden sich wieder eine Handvoll Hohlbirnen finden, welche sich ebensowas auf die Rübe pixeln lassen.

Wir haben's übernommen, Danke.

ppq. so hat gesagt…

wir nehmen dann mal von euch bzw. von volker die genese dieses ewigen nazis. im kampf gegen rechts muss uns jedes mittel recht sein

Anonym hat gesagt…

Ich dachte dies ist ein Land der Toleranz aber wie ich sehe stimmt das woll nicht.
Jeder Moslem kann hier seine Hetzparolen gegen die westlich gerichtete Welt rausschreien, jeder sogenannte Antifaschist Menschen denunzieren und zusammenschlagen nur weil dieser nicht die derzeit gewuenschte Arschkriecherpolitik mitmacht, aber wenn sich Mitbuerger mit Symbole aus dem Dritten Reich schmuecken was nunmal den ihre ureigene Sache ist brennt die Luft.
Ich hoere den Mist im Radio und Fernsehen.
Wo bitte schoen ist da der Unterschied ob ich Jude raus oder Nazi raus durch die Gegend bruelle. Ist es nicht genauso rassistisch wenn ich scheiss Deutscher ruf. Beides ist gleich bescheuert. Die Idioten die sich nicht mit nationalen Meinungen anderer auseinandersetzen koennen auch wenn diese ihnen missfaellt sind nicht besser als die Faschisten.
Ihr Idioten heizt die Sache noch so richtig an.
Wenn euch Deutschland mit seinen Ecken und Kanten nicht gefaellt, die Welt ist gross packt eure Klamotten und verschwindet