Google+ PPQ: Verbot der Woche: Schlittschuhe für Schwarze "

Dienstag, 14. Januar 2014

Verbot der Woche: Schlittschuhe für Schwarze

Grausame Spiele mit ahnungslosen Langstreckenläufern aus Kenia zeigt die neue Doku „Real cool Runnings“ beim Fernsehsender Vox. Unter der Leitung der ehemaligen Eishexe Anni Friesinger führt das Format vier kenianische Langstreckenläufer vor, denen die große weiße Frau aus Deutschland vor der Kamera beibringen muss, wie sie sich auf Schlittschuhen bewegen können.

Ein Vorhaben, das umgehend für Empörung bei Tahir Della von der „Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland“ gesorgt hat. Ist es für Friesinger "die Challenge, den Jungs in relativ kurzer Zeit meine Sportart, das Eisschnelllaufen, beizubringen“, so besteht Dellas Aufgabe darin, den Rassismus des Vorgangs öffentlich anzuprangern: Weil die fünf Freiwilligen noch nie zuvor auf Schlittschuhen standen, torkeln sie anfangs hilflos übers Eis, sie fallen hin und wanken von Bande zu Bande.

Della, der zuletzt große Erfolge mit Rassismus-Vorwürfen gegen das ZDF gefeiert hatte, sieht Anni Friesingers Eislaufschule als Schmiede für Alltagsrassismus: „So werden dunkelhäutige Menschen, wenn auch subtil, zum Gespött gemacht“, sagte er der „BamS“. Dass in der Sendung kein Weißer über das Eis stolpere, sei "natürlich kein Zufall, weil das nicht halb so lustig wirkt.“ Unverständlich sei auch, dass die dass kenianischen Neu-Eisläufer ständig Sonnenbrillen tragen müssten, Anni Friesinger aber blondes Haar habe. Tahir Della will sich nicht abfinden. "Wir werden weiterhin mit Aktionen und Veranstaltungen auf die Problematik hinweisen und auf eine Veränderung drängen”, sagt er.


Zur großen PPQ-Serie: Verbot der Woche

Kommentare:

Andre Gebauer hat gesagt…

Der eigentliche Rassismus ist doch, dass man solche Sachen als Rassismus betrachtet. Kein normaler Mensch der des Lebens froh ist und was besseres zu tun als sich den ganzen Tag über so etwas Gedanken zu machen, würde sich über solch eine Werbung aufregen. Willkommen im 21 Jahrhundert Tahir Della.

Calimero hat gesagt…

Tahir Della schloss sich damit Forderungen der White Aryan Resistance an, welche die öffentliche Zurschaustellung schwarzer Menschen in stereotypisierenden Darstellung schon seit längerem kritisiert. Die westlichen Kulturverweser wollen - vor allem in Musikvideos und Kinofilmen - immer noch nicht auf krude Zerrbilder schwarzen Menschseins verzichten. Die Vorführung stolpernder kenianischer Schlittschuhanfänger ist letzlich genauso zu verurteilen wie die von dunkelhäutigen Goldkettchenträgern mit Sonnenbrillen und absurden Haartrachten, welche sich in affektierten Gangsta-Posen anscheinend nur für Sex und Kriminalität zu interessieren scheinen.

Nein, sowas wollen wir wirklich nicht mehr sehen! Danke, Tahir Della.

/ironie off

Anonym hat gesagt…

Die Figur „Tahir Della“ ist die exakte Schablone des rassefixierten, sich ewig unterdrückt und ewig zornig fühlenden schwarzen Aktivisten, der sich ohne Mandat für alle Belange afrikanischstämmiger Menschen zuständig erklärt und dadurch die wahre Lachnummer dieser Show abgibt.
Ich hatte gehofft, dass solche stereotypen schwarzen Berufskläffer mittlerweile der Vergangenheit angehören.

Anonym hat gesagt…

Ein Glück aber auch, dass wenigstens eine „erlaubte Vorführkonstellation“ unter „Gender“-Aspekt vorlag. –
Denn, dass eine FrauIn, souverän, in müder, spöttisch-herablassender Attitüde, süffisant grinsend, die „Trotteligkeit, Begriffsstutzigkeit, Inkompetenz und Borniertheit“ von Männern vorführt, gehört doch heute schon zur deutschen Folklore. – Dummerweise war die Rassen-Konstellation verkehrt gepolt.-
Eine schwarze FrauIn hätte weissen Männer einer vergleichbaren Blamage bereiten sollen. – Der Claqueure hätte es mehr als genug gegeben. – Allgemeine Bejubelung, Beglückwünschung und Genugtuung. – Die NachamerInnen wären allsogleich förmlich aus dem Boden geschossen.

Ano-Nymus

Anonym hat gesagt…

Oder gar, (die Phantasie weigert sich fast sich das vorzustellen), ein weisser Mann hätte schwarze FrauInnen in vergleichbarer Weise vorgeführt, die tollwütigen Beissreflexe der Pawlow-Kläffer wären kaum zu bändigen.
Das gesamte 80 Mio Bundes(Pawlow)-Rudel wäre ausser Rand und Band. Hypervetilation bis zum Atemstillstand, rhetorische Purzelbäume in allen Medien, Blutdrücke an der Berstgrenze, Wochen bis zum allmählichen Abklingen des Geschreis.


Ano-Nymus

FDominicus hat gesagt…

Lieber PPQ, könnten Sie klären, ob PC eine ansteckende Krankheit oder gar Seuche ist?

Volker hat gesagt…

Calimero, kannst du mir helfen?

Am_Rande hat gesagt…

Was ich nicht verstehe ist dieser Satz:
„So werden dunkelhäutige Menschen, wenn auch subtil, zum Gespött gemacht.“

Was ist daran subtil?

Die Dame scheint, wie so viele Deutsche, nichts von Komik verstanden zu haben.

Komik lebt von der Fallhöhe.
(Hier sogar wörtlich zu nehmen.)

Kleine, alte, dicke, häßliche, unbeholfene, weiße Frauen stürzen zu sehen, ist erbärmlich.

Große, junge, sportliche, hübsche, durchtrainierte, schwarze Männer - den Inbegriff des Wortes "cool" - auf ihre Pöter fallen zu sehen - das ist Komik!

Und - zum Glück - kein bißchen subtil!

ppq. so hat gesagt…

political was? wer seinen augstein d.j. gelesen hat, weiß, dass es das nicht gibt.

eulenfurz hat gesagt…

Hat die Frau keine Kinder oder warum muß sie Negern das Schlittschuhfahren beibringen?

Früher gab's für sowas mal ein Sprichwort: Die Kuh vom Eis holen!

eulenfurz hat gesagt…

Ups. War das N-Wort unkorrekt?

eulenfurz hat gesagt…

Nochmal Test: Automatisierte oder manuelle Löschung? PPQ, gib bitte durch, wenn was nicht paßt.

ppq. so hat gesagt…

@eulenfurz: das war die google, automatische spamerkennung, warum, weiß ich auch nicht.

man steigt da nicht durch. obs an "neger" liegt? ich habe keine ahnung