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Freitag, 4. April 2014

Der Verstand in der Trompete

Für den Spiegel ist es ein ukrainisches Sprichwort, für den österreichischen Zoologen Konrad Lorenz war es ein polnisches und für den deutschen Teilzeit-Theologen Heiner Geißler einfach ein "osteuropäisches": „Wenn die Fahne weht, ist der Verstand in der Trompete" lautet es und nie war es so wahr wie heute.

Die Uneinigkeit über die Herkunft des Sprichwortes aber umreißt schon die Ausmaße des Konfliktes, den das Strategie-Blättchen "Bild" jetzt unter der Überschrift "Wie Wladimir Putin den Frieden aufs Spiel setzt" in eine neue Runde dreht. Ist die Ukraine Europa? Ist sie eine Art Russland? Ist sie nicht zum Teil altes Polen? War nicht Lemberg 1356 vom polnischen König Kasimir dem Großen nach Magdeburger Recht gegründet worden - als Stadt mit deutscher Amtsprache? Oder die Krim. Ist sie russisch? Oder doch eher Türkisch? Besser osmanisch? Was sagt Erdogan?

Die Angst ist da!, heißt es bei "Bild", ehe ein Anzahl an Nato-Befehlshabern Einblick in allerlei Sandkastenspiele der westeuropäischen Allianz gibt. Angesicht der Erwägungen, die da zu Einmarschzeiten, Truppenstärken und Reaktionsgeschwindigkeiten gemacht werden, ruht der Friede im Osten auf einem einzigen Pfeiler. Dass vielleicht wenigstens Wladimir Putin noch weiß, was er tut.

Kommentare:

Teja hat gesagt…

Oh, 1600 Kosaken mischen auch mit. Wie darf man die sich vorstellen? Schneidige Kavallerieattacke?

Anonym hat gesagt…

Das Bild ist aber schon so aufgestellt wie wenn Russland die Ukraine überfallen würde! Oder täusche ich mich? Das ist mal ja suggestive Berichterstattung oder manipulative? Aber ja wir wissen es ja jetzt offiziell, alle Medien betrügen nur noch.... Also was solls. Aber wehe die Armee Russland rollt wirklich gegen die EU! Die werden ganz sicher nicht bei der Ukraine stehen bleiben....

derherold hat gesagt…

Was ich besonders schlimm finde ist, daß die Ukraine keinen einzigen Panzer und keine Kampfflugzeug hat.

Da muß man doch was tun !

apollinaris hat gesagt…

...und die Kriegsschiffe hat man ihnen auch weggenommen. Womit sollen die "friedlichen", obgleich Hakenkreuzfahnen schwingenden "Demonstranten", ausgerüstet mit Stahlhelm und Zielfernrohr vom Majdan nun spielen? Da rumpeln auf der ukrainischen Seite der Grenze doch nur ein paar uralte Armeelaster mit betrunkenen und zerlumpten Milizionären rum.