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Montag, 12. Februar 2018

An der Heimatfront: Der neue Hass auf einen alten Begriff


"Unsre Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer,
unsre Heimat sind auch all die Bäume im Wald.
Unsre Heimat ist das Gras auf der Wiese,
das Korn auf dem Feld und die Vögel in der Luft
und die Tiere der Erde
und die Fische im Fluss sind die Heimat.
Und wir lieben die Heimat, die schöne
und wir schützen sie,
weil sie dem Volke gehört,
weil sie unserem Volke gehört."

So sangen die Kinder im Kommunismus, der keiner war und niemandem ein Zuhause. Das war immer nur der Ort, die Gegend, das, was der Amerikaner "home" nennt, ein ungleich runderes Wort, das selbstverständlicher klingt als der deutsche Begriff Heimat. Dabei wurzeln beide Begriffe im selben gotischen Wort "Haims".

Die verletzte Unschuld


Wenn Amerikaner also ein Ministerium für "Homeland Security" gründen, ist das okay. Wenn eine Band aus Island ein Album "Heima" nennt, darf auch der aufgeklärte und durchglobalisierte Weltmensch das hören. Wenn aber im Namen eines deutschen Bundesministeriums das Wort "Heimat" auftraucht, geht die Internationale der Engstirnigen und Vorurteilsbeladenen steil:
 "Heimat" sei "kein politisch unschuldiger Begriff", man solle ihn deshalb doch besser "dem rechten Rand überlassen", schreibt












Kommentare:

teu hat gesagt…

Der Au-Tor kennt also jemanden, der im Kommunismus lebte und Lieder sang.
Wo und Wann war das?

ppq hat gesagt…

@teu: ich hätte gerade bei dir nicht gedacht, dass da nachhilfe notwendig ist. nach lenin war der sozialismus die erste, niedere phase der kommunistischen gesellschaft, gekennzeichnet durch die sogenannte diktatur des proletariats. die zweite, höhere war dann der kommunismus, gekennzeichnet durch die klassenlose gesellschaft. oder für kinderzeitungsleser: die übergangszeit zwischen kapitalismus und kommunismus wird als sozialismus bezeichnet, ist aber nach marx nicht mehr dem kapitalismus zugehörig, sondern bereits dem kommunismus

Anonym hat gesagt…

Verehrter Blogwart, einer Zecke mit Vernunftargumenten, oder auch und erst recht feiner Ironie, beizukommen, gleicht dem Versuch, einem Frosch die vier Grundrechenarten beizubringen.