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Samstag, 31. März 2007

Debatten-Demokratie

auch auf die gefahr hin, für einen bellizisten und wüsten kriegstreiber gehalten zu werden, möchte ich im zusammenhang mit der gefangennahme von 15 britischen soldaten durch den iran auf eine vage historische parallele hinweisen. 1982 - vor 25 jahren also - wagte argentinien einen militärischen schlag gegen die falklandinseln, ein britisches überseegebiet. der anspruch auf die inseln datierte zwar schon aus dem jahr 1833, aber erst knappe 150 jahre später wagte buenos aires die konfrontation. der ausgang ist bekannt: frau thatcher, die als britische premierministerin nicht umsonst iron lady genannt wurde, fackelte nicht lange und schickte flugzeugträger sowie truppen in die region. nach 72 tagen wurden die feindlichen handlungen für beendet erklärt. und was machen herr blair, die eu, die nato und alle anderen üblichen verdächtigen heute? sie setzen auf konsens, deeskalation und friedliche konfliktbewältigung. vor dem hintergrund, dass der heutige gegner eine handvoll irre mullahs sind, die den 12. imam erwarten, israel vernichten wollen und auch sonst merkwürdigen hobbys wie händeabhacken, steinigen etc. frönen, scheint mir die derzeitige strategie, äh, fragwürdig. man muss ja nicht gleich die armeen in kampfbereitschaft versetzen, aber so eine klitzkleine drohgebärde, einen winzigen hinweis darauf, dass sich die weltgemeinschaft brüskiert fühlt, hätte ich mir schon gewünscht. stattdessen: dampfgeplauder.

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